Das Sonderfernsprechnetz des Ministerrates der DDR, abgekürzt R-Netz, war ein Teilnetz des Sondernetz S1, das ehemalige Selbstwähl-Fernsprechnetz der staatlichen Organe der DDR. Dieses Netz bestand unabhängig vom öffentlichen Fernsprechnetz der DDR und dem BASA-Netz der Deutschen Reichsbahn und gehörte technisch gesehen zum Sondernetz S1, dem Netz der Sicherheits- und Parteiorgane (NVA, Volkspolizei, MfS und SED).
Das R-Netz funktionierte weit zuverlässiger als das öffentliche Fernsprechnetz in der DDR, welches durch die Deutsche Post betrieben wurde und es gab Querverbindungen zum Sondernetz S1. Es gab keine Verbindungen, weder kommend noch gehend in das öffentliche Fernsprechnetz der DDR und war damit ein sicheres alleinstehendes Netz.
Die Verwaltung unterstand dem Fernmeldeamt der Regierung, welches direkt beim Büro des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR ansässig war. Für die technische Umsetzung und Überwachung war das zuständige Fachministerium (das Ministerium für Post- und Fernmeldewesen der DDR) verantwortlich.
Beim R-Netz gab es eine klar definierte Struktur, dort waren angeschlossen:
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