| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Sonneberg | |
| Koordinaten: | 50° 21′ N, 11° 10′ O | |
| Höhe: | 330–640 m ü. NN | |
| Fläche: | 45,44 km² | |
| Einwohner: | 23.516 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 518 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 96501–96515 | |
| Vorwahl: | 03675 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SON | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 72 018 | |
| Stadtgliederung: | 14 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Bahnhofsplatz 1 96515 Sonneberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Sibylle Abel (CDU) | |
Sonneberg ist eine Stadt im Süden Thüringens und Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises Sonneberg. Die Stadt ist ein Mittelzentrum und bildet mit der angrenzenden bayerischen Partnerstadt Neustadt bei Coburg eine geografisch und ökonomisch zusammenhängende urbane Einheit. Bekannt wurde sie als „Weltspielwarenstadt“, woran heute z.B. das Deutsche Spielzeugmuseum erinnert. Unmittelbar nördlich der Stadt beginnt das Thüringer Schiefergebirge.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt in den Tälern der nach Süden in Richtung Oberfranken abfließenden Röthen und Steinach am Südhang des Thüringer Waldes und erstreckt sich über die davor liegende Linder Ebene bis unmittelbar an die thüringisch-bayrische Landesgrenze.
In Uhrzeigerrichtung, von Norden beginnend: Steinach, Oberland am Rennsteig, Judenbach, Föritz (alle Landkreis Sonneberg), Mitwitz (Landkreis Kronach), Neustadt bei Coburg (Landkreis Coburg), Mengersgereuth-Hämmern (Landkreis Sonneberg)
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Der Name Sonneberg wurde 1207 erstmals urkundlich erwähnt. Vermutlich wurde die Siedlung von Ministerialen der Herzöge von Andechs-Meranien unterhalb der Burg Sonneberg gegründet. Nach deren Aussterben 1317 fiel die kleine Herrschaft an die Grafen von Henneberg. Die unterhalb der Burg wohl im 13. Jahrhundert entstandene Stadt wurde 1317 noch unter dem Namen Röthen als Städtchen genannt. 1349 bestätigte und erweiterte die Gräfin Jutta von Henneberg die städtischen Rechte Sonnebergs mit einer Urkunde. 1353 fiel Sonneberg zusammen mit dem nahe gelegenen Coburg an die Wettiner. Rat und Bürgermeister hatten die Niedergerichte inne. Die an der Straße von Coburg nach Saalfeld gelegene Stadt mit der Johanniskirche war ummauert, sie kam 1485 an die Ernestiner, 1572 an Sachsen-Coburg, 1640 an Sachsen-Altenburg und 1672 an Sachsen-Gotha. Von 1826 bis 1918 gehörte Sonneberg zum Herzogtum Sachsen-Meiningen. Die Kirche unterstand dem Bistum Würzburg. 1526 begann die Reformation, bald darauf wurde die Lateinschule eröffnet. Seit 1500 ist der Abbau von Wetzsteinen und Schiefer für Schiefertafeln bezeugt. Aus der alteingesessenen Holzwarenherstellung entwickelte sich vom 16. Jahrhundert an die Spielwarenherstellung. Um 1700 wurde mit der Firma Dressel, ab 1873 Firma Cuno & Otto Dressel, der größte Spielwaren-Exporteur in Sonneberg gegründet. Ab 1805 entwickelte sich Sonneberg durch die Einführung des Papiermachés zu einem Spielzeugproduktionszentrum mit Weltgeltung. Durch den Anteil der Sonneberger Produktion am Weltmarkt wurde um 1913 der Begriff „Weltspielwarenstadt“ geprägt. Vor dem ersten Weltkrieg wurden im Raum Sonneberg rund 20 % der auf dem Weltmarkt gehandelten Spielwaren hergestellt. 1901 wurde das Spielzeugmuseum eröffnet, welches 1953 erweitert wurde. Seit 1919 wurden die umliegenden Vororte eingemeindet. Bahnverbindungen bestehen seit 1858 nach Coburg (Bahnstrecke Coburg-Sonneberg), seit 1886 Richtung Neuhaus (Bahnstrecke Sonneberg–Probstzella) und seit 1910 nach Eisfeld (Hinterlandbahn). Im Jahr 1921 eröffneten die Siemens-Schuckertwerke in Sonneberg ihr Kleinbauwerk II, welches 1939 mit 987 Mitarbeitern Installationsmaterial wie Sicherungselemente und Schalter produzierte.
Eine letzte Blüte der Spielwarenindustrie führte in den 1920er Jahren zur Bebauung des Bahnhofplatzes mit repräsentativen Bauwerken. Zuerst errichtete die US-amerikanische Firma Halbourn ein sechsstöckiges Handelshaus, das seit 1925 der AOK gehört. Gegenüberliegend baute im Jahr 1926 die US-amerikanische Kaufhausgesellschaft Woolworth, die schon seit 1880 vor Ort einkaufte, zum Erwerb und Export von Spielwaren und Christbaumschmuck ein Handels- und Lagerhaus. Das fünfstöckige Gebäude mit eigenem Gleisanschluss wurde nach Plänen des Architekten Walter Buchholz errichtet. Es hatte 5.000 m² Grundfläche sowie 100.000 m³ umbauten Raum und war eines der größten Lagerhäuser Thüringens. Das Bauwerk wurde am 11. April 1945 durch die Wehrmacht, kurz vor der US-amerikanischen Besetzung der Stadt, gesprengt. Gegenüberliegend vom Bahnhof errichtete schließlich die Stadt in den Jahren 1927 und 1928 nach Plänen von Karl Dröner ihr neues Rathaus mit einem 40 Meter hohen Rathausturm. In die gleiche Zeit fällt auch in der König-Straße der Neubau des Einkaufshauses der amerikanischen Firma S.S. Kresge & Co. aus New-York mit seiner expressionistischen Architektur sowie im Jahr 1925 die Gründung der Sternwarte Sonneberg im Ortsteil Neufang durch Professor Cuno Hoffmeister.
Im Rahmen der Aufrüstung kam 1937 das Bekleidungsamt der Deutschen Luftwaffe nach Sonneberg, wodurch die Uniformschneiderei die zurückgehende Spielzeugindustrie teilweise ersetzen konnte.
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
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1829 bis 1981 |
1984 bis 1999 |
2000 bis 2006 |
1 29. Oktober
2 31. August
Seit der Kommunalwahl vom 27. Juni 2004 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:
Die Wahlbeteiligung lag bei 38,7 %.
Sonneberg führt das Wappen offiziell seit dem 5. Oktober 1934:
Das älteste SIGILLVM STAHT SONNEBERG stammt aus dem 16. Jahrhundert und zeigt den meißenischen Löwen.
Wanderwege nach Sonneberg:
Sonneberg liegt an der Bundesstraße B 89 von Kronach über Sonneberg nach Meiningen. Eine Ortsumgehungsstraße zur B 89 ist derzeit im Bau. Eine gemeinsame Autobahnanschlussstelle an der A73 mit der Stadt Neustadt bei Coburg ist derzeit in Bau; sie befindet sich ca. 15 Kilometer von Sonneberg entfernt bei Coburg.
Der Hauptbahnhof Sonneberg ist Ausgangspunkt der
| Commons: Sonneberg – Bilder, Videos und Audiodateien |
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