Sonnenbrennerbasalt (auch „Sonnenbrenner“) ist ein Basaltgestein, das unter dem Einfluss der Atmosphäre zuerst Flecken, später Risse bekommt und dann zerfällt. Der gleiche Effekt kann auch bei anderen Ergussgesteinen auftreten, etwa bei Phonolith und Melaphyr.
Verantwortlich für den Vorgang ist nach weitläufiger Meinung Nephelin, das sich in dem Gestein befindet und sich teilweise in Analzim umwandelt. Dabei vergrößert sich sein Volumen um etwa 5,5 %. Die dabei auftretenden Spannungen verursachen den Zerfall des Gesteins.
Fest steht, dass das Vorkommen von Sonnenbrand an die Existenz von sowohl Nephelin als auch Analcim gebunden ist. Eine simple Umwandlung von Nephelin in Analzim ist jedoch unwahrscheinlich.
Sonnenbrennergesteine sind für manche technischen Zwecke nicht geeignet. Als Pflastermaterial können sie nicht verwendet werden. Als Betonzuschlag sind sie bedingt verwendbar. Ungeeignet sind sie meistens auch für die Schottergewinnung. Im Splittbereich kann sich die Zerlegung in Stückchen, die in sich relativ stabil sind, sogar als erleichternd für die Aufbereitung erweisen.