Sonnenuhrhaus (Wien-Schönbrunn)

Das Sonnenuhrhaus im Schlosspark Schönbrunn ist das jüngste der vier Pflanzenhäuser auf dem Schlossareal in Wien-Hietzing.

Das Sonnenuhrhaus in Schönbrunn
Das Sonnenuhrhaus in Schönbrunn

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorderfront und Wegweiser zum Sonnenuhrhaus
Vorderfront und Wegweiser zum Sonnenuhrhaus
Im Wüstenhaus
Im Wüstenhaus

Das Sonnenuhrhaus liegt etwas verdeckt in unmittelbarer Nähe des Schönbrunner Palmenhauses und verdankt seinen Namen einer Sonnenuhr, die sich vor dem Gebäude befindet.

Errichtet wurde es 1904 als Ersatz für ein älteres, den Ansprüchen nicht mehr genügenden Gewächshaus nach Entwürfen des k.u.k. Hofarchitekten Alphons Custodis. Gedacht war es für die Neuholländer-Sammlung – Australische (Neu-Holland) Pflanzen und später artverwandte Pflanzen aus Südafrika und Südamerika.

Angeregt hatte den Bau der Diplomat und Forschungsreisende Karl Alexander Anselm Freiherr von Hügel. Der Kaiserhof hatte dessen Sammlung erworben.

Während beim benachbarten Palmenhaus durch einen Bombenangriff am 21. Februar 1945 die Verglasung zerstört wurde, blieb sie hier weitgehend erhalten, so dass hier Pflanzen in Sicherheit gebracht werden konnten. Auch während der letzten großen Renovierung des Palmenhauses diente das Sonnenuhrhaus als Ausweichquartier für zahlreiche Pflanzen.

Im April 1990 wurde im Sonnenuhrhaus das erste Schmetterlingshaus von Österreich eingerichtet, dieses ist aber 1998 ins Palmenhaus im Burggarten übersiedelt.

1998 wurde das Sonnenuhrhaus wegen Baufälligkeit geschlossen. Zwischen 2000 und 2003 wurde es renoviert, da sich an seiner Stahlkonstruktion starke Rostschäden zeigten. Anschließend wurde von den Österreichischen Bundesgärten gemeinsam mit dem Tiergarten Schönbrunn das Wüstenhaus gestaltet. Von den Bundesgärten werden hier in einem „Kalthaus“ Sukkulenten gezeigt, vom Tiergarten zur Verfügung gestellte Kleintiere wie beispielsweise Wüstenspringmäuse beleben die Ausstellung.

Architektur

Das 95 Meter lange, 14,5 Meter breite und 15 Meter hohe Bauwerk ist südseitig vollständig verglast, während die Nordseite aus einer gemauerten Wand besteht. Das Sonnenuhrhaus mit 1.300 Quadratmetern Gesamtfläche ist der Länge nach in drei Abteilungen geteilt.

Siehe auch

Literatur

  • Gerhard Deimel, Kurt Vogl, Ingrid Gregor: Palast der Blüten – Das Schönbrunner Palmenhaus. Holzhausen Verlag, Wien 2002, ISBN 3-85493-052-6.

Weblinks

Quelle:
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