| Sophienhöhe | |
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Sophienhöhe am Tagebau Hambach, Niederzier |
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| Höhe | 290 m ü. NN |
| Lage | Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen, Deutschland |
| Geographische Lage | 50° 56′ 14" N, 6° 26′ 57" O |
| Typ | Teilweise rekultivierte Abraumhalde |
| Alter des Gesteins | Entstehung seit 1978 |
Die Sophienhöhe (290 m ü. NN) ist eine durch den Abbau von Braunkohleflözen im Tagebau Hambach entstandene Abraumhalde. Sie wird von den Einwohnern Jülichs auch Mt. Jülich genannt.
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Die Sophienhöhe liegt in Nordrhein-Westfalen rund 6 km östlich von Jülich im Kreis Düren direkt nördlich des Tagebau Hambach zur Hälfte auf dem Gebiet der Gemeinde Niederzier. Auf ihrem Gipfel steht man 583 m über dem Grund des Tagebaus, der bei 293 m unter dem Meeresspiegel liegt. Die Sophienhöhe überragt weithin sichtbar die Jülicher Börde. Der Großteil der Sophienhöhe liegt auf einem Teil des Hambacher Forstes, einem Waldgebiet zwischen den Orten Stetternich, Hambach und Alt-Lich-Steinstraß.
Die höchsten Stellen sind das Höller Horn (280 m ü. NN), der Jülicher Kopf (280 m ü. NN) und der Römerturm am Steinstraßer Wall (290 m ü. NN).
Die Rheinbraun AG begann im Jahr 1978 mit dem oberirdischen Abbau von Braunkohleflözen im Bereich der Erft-Scholle im Rheinischen Braunkohlerevier. Der so entstandene Tagebau erhielt den Namen der nahegelegenen Ortschaft Hambach. Die auf diesen Flözen liegenden Schichten werden durch Schaufelradbagger abgetragen, durch kilometerlange Förderbandanlagen durch den Tagebau an die Sophienhöhe befördert und dort durch einen Absetzer als Hochkippe abgelagert. Ein Verbringen in ältere Tagebaue wäre unwirtschaftlich gewesen. Heute wird der Abraum in die bereits ausgekohlten Teile des Tagebaus verkippt.
So ist ein durchschnittlich 200 m hoch über die Umgebung aufragender Berg entstanden, der die Landschaft im sonst eher ebenen Jülicher Raum deutlich prägt. Er überragt die Börde um 207 Meter.
An der westlichen Zufahrtsstraße von Stetternich werden am Fuß der Sophienhöhe historische Meilensteine präsentiert. Der Tagebauerschließung war mit archäologischen Untersuchungen verbunden. So lag die Bundesstraße 55 auf einer alten Ost-Westverbindung. Der Abschnitt zwischen Elsdorf und Jülich musste wegen des Tagebaus verlegt werden. Ein Replikat eines bei Zülpich-Hoven gefundenen römischen Meilensteins mit einer Widmung an den Kaiser Konstantin der Große aus dem Jahr 325 erinnert an das römische Fernstraßennetz. Ein preußischer Obelisk mit zwei steinern Sitzbänken stand ursprünglich 5 Meilen (37,6 km) westlich von Köln. Auf dem Kreisverkehr in der Nähe steht ein Replikat einer römischen Jupitersäule.
Bereits 1978 wurde mit der Aufforstung der Sophienhöhe begonnen, die längst zu einem Naherholungsgebiet geworden ist. Mittlerweile gibt es um und auf der Halde ein über 70 km langes Netz von Wanderwegen, die zum Teil auch für Radfahrer und Reiter freigegeben sind. Auf dem Berg befindet sich u. a. ein Wildgehege und ein kleiner Aussichtsturm. Auf der nordöstlichen Seite der Sophienhöhe befindet sich ein Startplatz für Gleitschirmflieger.
Jährlich findet der Monte Sophia-Lauf statt, welcher einmal rund um bzw. über die Sophienhöhe führt. Er ist 28,5 km lang und gilt wegen seiner zahlreichen Steigungen als anspruchsvoller Lauf. Meist findet der Lauf Mitte August statt.
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