Sorgensen

Wappen Karte
Sorgensen auf der Karte von Deutschland
Sorgensen
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Region Hannover
Muttergemeinde: Burgdorf
Einwohner: 474 (2004)
Postleitzahl: 31303
Vorwahl: 05136
Kfz-Kennzeichen: H
Ortsvorsteher: Walter Degenhard

Sorgensen ist ein Dorf und Stadtteil der Stadt Burgdorf, Region Hannover in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Sorgensen hat knapp 500 Einwohner. Gelegen ist Sorgensen nordöstlich von Burgdorf auf direktem Weg zu den Dörfern Dachtmissen und Weferlingsen, die ebenfalls zur Stadt Burgdorf gehören.

Durch Sorgensen führt die bekannte Spargelstraße. Von der ehemals prägenden Agrarkultur existiert heutzutage nur noch ein großer biologisch bewirtschafteter Bauernhof. Im Gegensatz zu vielen anderen Dörfern besitzt Sorgensen keinen eigentlichen Mittelpunkt oder ein Zentrum (z.B. zentraler Platz). Viele Häuser wurden im Zuge der geschichtlichen Entwicklung entlang der Hauptstraße errichtet, von der wiederum die meisten alten Straßen abgehen. Erst mit dem weiteren Ausbau Sorgensens über die Jahre der Entwicklung hinweg, hat sich das Dorf auch nach Innen vergrößert.

Die letzten großen Erweiterungen Sorgensens sind durch das Neubaugebiet hinter der Schützenkate (Anfang der 1990er Jahre) und das Neubaugebiet hinter dem Sportplatz in Richtung Dachtmissen und Weferlingsen (2004, 2005) hinzugekommen.

Weiterhin ist Anfang/Mitte der 1990er Jahre am Waldrand ein Heim der Burgdorfer Pfadfinder, inklusive einem großen Freigelände, entstanden.

Mit dem Dorf Dachtmissen teilt sich Sorgensen einen gemeinsamen Friedhof mit Kapelle und einem Glockenturm. Weiterhin fließt an Sorgensen die Burgdorfer Aue vorbei, an der auch die moderne Burgdorfer Kläranlage gelegen ist.

In der ehemaligen Sorgenser Schule ist heutzutage eine Kindertagesstätte für ca. 25 Kinder untergebracht. Hier befindet sich auch der örtliche Fußball- und Sportplatz, der auch Spielort des SV Sorgensen ist.

Weitere markante Punkte in Sorgensen sind der in der mittig gelegene Kinderspielplatz, der Schützenplatz (wo das alljährige Schützenfest stattfindet) und der Sportplatz des SV Sorgensen.

Das Wappen

Die obere Hälfte des Sorgenser Wappens symbolisiert in Form von roten und weißen Flächen die ehemals acht großen Bauernhöfe Sorgensens. Die untere Hälfte zeigt einen Mühlstein als Symbol für die Sorgenser Bockwindmühle.

Sorgenser Bockwindmühle

Die Sorgenser Bockwindmühle wurde im Jahre 1698 errichtet. Seit 1985 ist die Windmühle im Besitz der Stadt Burgdorf. Die Windmühle wurde bis 1988 aufwendig restauriert und ist heutzutage nicht mehr in Benutzung. Die Windmühle fungiert heute lediglich als bauliches Denkmal. Das anliegende Gebäude wird als Gaststätte genutzt.

Chronik

Im Folgenden sind bekannte Ereignisse aus der Geschichte Sorgensens chronologisch aufgelistet:

  • 1330 Erstmalige Erwähnung Sorgensens im Zusammenhang mit einem Hofverkauf an die Kirche
  • 1361 Ein Kothof wird von der Familie von Alten an den Herzog Wilhelm von Lüneburg verkauft
  • 1434 Übergabe Sorgensens an den Celler Vogt Buringe
  • 1439 Einige der Sorgenser Bauern zahlen den Zehnten an die Familie von Eschede
  • 1476 Die Schreibweise des Ortsnamens lautet „Sarigesen“
  • 1698 Bau der Bockwindmühle
  • 1783 Erneuerung der Bockwindmühle
  • 1820 Erster Erbenzinsmüller ist Johann Heinrich Bodenstab
  • 1882 Der Müller Friedrich Bodenstab ertrinkt in der Burgdorfer Aue
  • 1896 Bauernhof an der Hauptstraße 5 brennt nach einem Blitzschlag vollständig ab
  • ca. 1900 errichtet der neue Müller Hans Heinrich Ahrens in seinem Wohnhaus eine Gastwirtschaft ein, die auch noch heute existiert
  • 1918 Die Mühle wird an Fritz Schwenke verkauft
  • 1930 Der gemeinsame Friedhof von Dachtmissen und Sorgensen wird angelegt
  • 1949 SV Sorgensen und Siedlerbund werden gegründet
  • 1952 Die Schule (heute Kindertagesstätte) wird erbaut
  • 1955 Hänigser Kleinbahn "Hänigser Kaspar", die durch Sorgensen führte, wird eingestellt
  • 1971 Die Schützengesellschaft Sorgensen wird wiedergegründet
  • 1972 Der gemeinsame Friedhof erhält eine Kapelle
  • 1973 Die Schule wird als Kindertagesstätte genutzt
  • 1973 Mord an einem jugoslawischen Gastarbeiter aufgrund einer Familienfehde
  • 1978 Die Schützenkate wird in Eigenarbeit gebaut und beherbergt seitdem den örtlichen Schützenverein
  • 1985 Die Bockwindmühle geht in den Besitz der Stadt Burgdorf über
  • 1988 Sanierung der Bockwindmühle wird abgeschlossen
  • 1996 Ein eigener Ortsrat wird initiativ gegründet
  • 2000 Nebengebäude der alten Schule wird zum Sportheim für den SV Sorgensen ausgebaut

Einwohnerstatistik

  • 2004: 474 Einwohner
  • 1995: 512 Einwohner
  • 1980: 652 Einwohner
  • 1955: 115 Einwohner

Unternehmen

Sorgensen beherbergt drei größere Unternehmen sowie einen Friseursalon. Einkaufsmöglichkeiten (z. B. für Lebensmittel) gibt es jedoch nur in dem benachbarten Burgdorf oder anderen benachbarten größeren Städten.

  • Straßen- und Tiefbauunternehmen
  • Landschaftsgärtnerei Betrieb
  • Großer Bio-Bauernhof
  • seit 2004 Friseur Salon Diana

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Wintervergnügen (Winterball der Schützengesellschaft Sorgensen)
  • Schützenfest Sorgensen (Veranstalter Schützengesellschaft Sorgensen)
  • Osterfeuer (Veranstaltet von der Schützengesellschaft Sorgensen)
  • Maibaumfest (Veranstaltet von der Schützengesellschaft Sorgensen)
  • Fußball Pfingstturnier (Veranstaltet vom SV Sorgensen)
  • Grünkohlessen (Veranstaltet von der Schützengesellschaft Sorgensen zum jährlichen Saisonbeginn)
  • Weihnachtsmarkt (Veranstalter Bio-Bauernhof)

Geografische Informationen

  • Fläche: 372 Quadratkilometer
  • Höchster Punkt: Oberer Rohrkamp, 61,8 m über NN
  • Nord-Süd Erstreckung: 1500 m
  • West-Ost Ersteckung: 1700 m

Informationsquellen

  • Burgdorfer Stadtchronik
  • Sybille Hein: „Unser Dorf Sorgensen“. Ausgabe 243, 42. Woche, 18. Oktober 2005

Weblinks

Quelle:
Artikel Sorgensen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
Lizenz:
Kategorien:
Bookmarks
delicious wong linkarena google