| Sorghum | ||||||||||||||
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Sorghum (ˈzɔrgʊm) ist eine Gattung aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Einzelne Arten werden auch Mohrenhirse, Kaffernkorn, Sorgho (rote Hirse), Sudangras, Durra, Milo oder Jowar genannt. Sorghum ist das wichtigste Brotgetreide in Afrika. Auch in Südeuropa, Zentralamerika und Südasien wird es angepflanzt. Es wird vornehmlich für die Produktion von Mehl und als Futter für Vieh angebaut und ist das Getreide, das die fünftgrößte Anbaufläche weltweit aufweist. Es stammt ursprünglich aus Ostafrika und ist an heißes und trockenes Klima angepasst.
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Sorghum ähnelt im Pflanzenaufbau dem Mais. Es wird bis zu 5 m hoch und hat mit Mark gefüllte Halme, die an den Knoten Seitentriebe bilden können. Die Rispen sind 10 bis 60 cm lang und tragen Ästchen mit je zwei Ährchen, das obere bildet eine zwittrige, das untere zwei männliche Blüten. Die unbespelzten Körner sind 4 bis 5 mm dick, rund und sind von weißem, gelblichem bis rotem Farbton.
Die Erträge liegen meist um 10 dt/ha, in den USA werden durch Hybridzüchtung dagegen 42 dt/ha, bei idealer Bewässerung und Düngung bis zu 100 dt/ha erreicht. Daher ist der Hauptproduzent von Sorghum auch die USA mit 63,5 Millionen Tonnen (1998), obwohl die Anbauflächen in Afrika und Asien um einiges ausgedehnter sind.
Sorghum eignet sich kaum zum Backen, dafür aber für Brei, Grütze oder Fladen. Auch zur Bierherstellung wird es genutzt, zum Beispiel für das traditionell hergestellte Dolo in Westafrika. Für die industrielle Bierproduktion ist Sorghum von Bedeutung, da es für die Herstellung von glutenfreiem Bier für Menschen mit Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) geeignet ist. Sorghum kann ähnlich dem Mais gut als ganze Pflanze als Futter verwendet werden, muss aber zur Senkung des Durrin-Gehaltes siliert oder getrocknet werden.
Neuere Untersuchungen zeigen auch den Wert von Sorghum als Energiepflanze zur Strom- oder Gaserzeugung aus Biomasse. [1] So berichtete die Fachzeitschrift Nature im Juni 2007, dass die Volksrepublik China bis 2020 15 Prozent ihres Treibstoffbedarfs aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnen und daher in wachsendem Maße vor allem Sorghum (statt Mais) anbauen wolle. [2]
Das genetische Herkunftszentrum liegt im heutigen Äthiopien. Sorghum wurde im Südsaharischen Afrika domestiziert. Ab ca. 2000 v. Chr. lässt sich Sorghum auch in Zentralindien nachweisen, zusammen mit anderen afrikanischen Kulturpflanzen wie Lablab (Lablab purpureus) und der Augenbohne (Vigna unguiculata). In Ägypten wurde es erst in der frühislamischen Zeit zu einer wichtigen Nutzpflanze.
In der Gattung Sorghum gibt es etwa 30 Arten:
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