Sorptionsisothermen (oft auch Adsorptionsisothermen genannt) beschreiben den Gleichgewichtszustand der Adsorption und Desorption eines Stoffes an einer Oberfläche bei konstanter Temperatur. Sie stellen die an der Oberfläche gebundene Stoffmenge (das Sorbat) in Abhängigkeit von der in Lösung (bzw. in der Gasphase) befindlichen Stoffmenge dar. Sorptionsisothermen sind überwiegend stochastische Modelle, die keine Aussagen über zugrunde liegende Mechanismen und Einflussgrößen machen. Sie werden aus Messdaten mittels Regressionsanalysen gewonnen.
Nachfolgend werden die am häufigsten verwendeten Isothermen aufgeführt. Es existieren noch zahlreiche weitere Modelle, die oft Modifikationen der genannten Modelle sind.
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Lineare Isothermen erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie Berechnungen (beispielsweise der Diffusion) stark vereinfachen. Daher werden sie häufig auch verwendet, wenn eigentlich kompliziertere Modelle verwendet werden müssten. Anwendbar sind sie zumeist nur für den Bereich niedriger Konzentrationen.
Lineare Isothermen werden besonders für die Sorption von Gasen auch Henry-Isothermen genannt. Siehe auch: Henry-Gesetz.

Freundlich-Isothermen[1] tragen der Tatsache Rechnung, dass bei stärkerer Beladung der Sorptionsoberflächen des Sorbenten weniger Sorbat aufgenommen werden kann. Aufgrund des exponentiellen Wachstums kann jedoch eine vollständige Beladung der Oberflächen nicht abgebildet werden.

Langmuir-Isothermen[2] können auch eine maximale Beladung der Sorptionsoberflächen abbilden.
![q=\frac{Kq_{max}C_{eq}}{(C_{sat}-C_{eq})[1+(K-1)C_{eq}/C_{sat}]}](/wikipedia.images/J/af8edd89a82422063eead1bc7292b80c.png)
Das BET-Modell[3] erweitert die Langmuir-Isotherme um das Verhalten bei hoher Konzentration des Sorbats nahe der Löslichkeit bzw. Sättigungskonzentration. Grundlage des Modells ist Sorption in mehreren molekularen Schichten an der Oberfläche des Sorbenten.