Eine Soubrette (ursprünglich franz. für Zofe, Dienerin; später nur in der Theatersprache benutzt) ist die im 17. und 18. Jahrhundert sowohl am Sprechtheater, als auch in der Oper sehr populär gewordene Charge der Kammerzofe. Sie war meist munter, verschmitzt oder komisch angelegt und stand im Gegensatz zur Primadonna, die eine Person von höherem gesellschaftlichem Rang spielte. Ursprünglich stammte die Soubrette aus der Commedia dell'arte.
Als typische Soubrette des Theaters galt im 18.Jahrhundert die "Franziska" in Lessings "Minna von Barnhelm". Heute wird der Begriff nur noch im Musiktheater verwendet; hier ist die "Susanna" in W. A. Mozarts Oper Le nozze di Figaro beispielhaft.
In Oper oder Operette ist die Soubrette eine Sopranpartie, oft als Koloratursopran. Soubrettenpartien ohne besonders viel Koloratur liegen manchmal verhältnismäßig tief, weshalb sie zuweilen auch mit Mezzosopranen besetzt werden können.