Souha Fawaz Bechara (* 1967) (arabisch : سهى فواز بشارة, auch als Souha Bechara oder Soha Bechara bekannt) ist eine Frau aus dem Libanon, die ein Attentat auf General Antoine Lahad beging. Lahad befehligte die damalige Südlibanesische Armee, die während der Besetzung des südlichen Libanon mit der israelischen Armee kollaborierte. Lahad überlebte und Bechara wurde festgenommen. Sie wurde in dem Gefängnis in Chiyam inhaftiert und wiederholt gefoltert, wo sie bis zu ihrer Freilassung im Jahre 1998 blieb. Ihre Autobiographie Resistance: My Life for Lebanon, in welchem sie über ihr Leben im Libanon vor und nach dem Attentat erzählkt, erschien im Jahre 2003.
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Souha wuchs in einer orthodoxen Christenfamilie auf. Ihr Vater, Fawaz Bechara, ist ein Mitglied der Libanesischen Kommunistischen Partei, in die auch Souha im Jahre 1982 mit nur fünfzehn Jahren ohne das Wissen ihrer Eltern eintrat. In diesem Jahr fand die Invasion Israels in den Libanon statt (siehe Libanonkrieg 1982).
Als Reaktion auf die Zerstörung ihres Heimatlandes als Folgen des libanesischen Bürgerkriegs und der israelischen Invasion verließ Souha das College und trat 1987 in den Widerstand ein. Um Lahad zu töten, bewarb sie sich als Aerobic-Instruktorin bei seiner Frau Victoria und knüpfte engeren Kontak mit den Familienmitgliedern. Am Abend des Attentats, dem 17. November 1988, wurde Souha von Lahads Frau zum Tee eingeladen und sie blieb bis zur Ankunft Lahads. Als sie ihre Sachen zum Verlassen zusammenpackte, schoss sie Lahad mit einem Revolver des Kalibers 5,45 mm zweimal in die Brust und einmal in sein Bein. Lahad wurde in aller Eile in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er acht Wochen verbrachte. Nach verschiedenen gesundheitlichen Problemen blieb sein rechter Arm bewegungsunfähig.
Souha wurde durch Einheiten Lahads gefangen genommen und dann den israelischen Streitkräften übergeben. Schließlich wurde sie in das Gefängnis in Chiyam eingewiesen , wo sie für zehn Jahre inhaftiert blieb, davon sechs Jahre in einer Einzelzelle. Sie wurde mit elektrischen Schlägen und auf andere Weise gequält. Ihre Erlebnisse verschafften ihr im Libanon Bewunderung und sie wurde ein Symbol für den Widerstand gegen die israelische Besetzung.
Buchkritik von Mark Hand, Counterpunch (englisch)