Southern Comfort (auch SoCo) ist ein amerikanischer Likör. Sein Geschmack setzt sich aus Whisky, Pfirsich, Orange, Vanille und Zimt zusammen.
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Der irische Barkeeper Martin Wilkes Heron erfand 1874 in New Orleans einen Cocktail, den er Cuffs and Buttons nannte, als Gegenstück zu dem damals beliebten White Tie and Tails. 1885 benannte er den Cocktail in Southern Comfort um; ab 1889 füllte er seinen Likör, den er sich 1898 patentieren ließ, in Memphis, Tennessee ab. Auf der Weltausstellung in St. Louis im Jahre 1904 gewann das Getränk eine Goldmedaille. Heron starb wenige Monate nach Beginn der Prohibitionszeit, in der die Produktion ruhte; danach wechselte die Rezeptur von Southern Comfort mehrmals den Eigentümer. Heute wird der Likör von der Brown-Forman-Corporation produziert, für die er zusammen mit Jack Daniel's ein wichtiges Standbein darstellt, und in Deutschland von Bacardi vertrieben.
Ursprünglich war Southern Comfort ein Cocktail auf Whiskybasis, heute wird er jedoch aus Neutralalkohol mit Zusätzen wie Zuckerstoffen und Farbstoff sowie Auszügen von Whisky, Pfirsichen, Orangen und Gewürzen wie Zimt hergestellt. Whisky statt Neutralalkohol wird in dem 40-prozentigen Southern Comfort Reserve verwendet, einer Mischung aus Southern Comfort und sechs Jahre altem Bourbon. Southern Comfort hat in Deutschland üblicherweise 35 Volumenprozent, er wird aber auch mit 21%, 38% und 50% angeboten.
Southern Comfort wird pur oder on the rocks getrunken; außerdem ist er heute seinerseits Zutat in einer Reihe von Cocktails (zum Beispiel Scarlett O'Hara) und Longdrinks (zum Beispiel mit Cola, Maracujasaft oder Ginger Ale).