Unter Sprachpurismus (auch Sprachreinigung) wird der Versuch verstanden, alle Fremd- und Lehnwörter aus einer Sprache zu entfernen, indem aus dem Material der eigenen Sprache neue Wörter gebildet werden.
Die zugrundeliegende Hypothese, es gebe „reine“ Sprachen, findet in der Sprachgeschichte keinen Halt, da sämtlichen Sprachen immer im Bezug zu anderen Sprachen standen und gegenseitig Elemente des Wortschatzes und grammatikalische Strukturen entlehnten.