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Zumal bei Null Google-Treffern ist ein Quellennachweis sehr wichtig. --AndreasPraefcke ¿! 13:25, 4. Mai 2006 (CEST)
Die Sprochade ist eine altbayrische Tanzfigur, die vor allem um Leeberg im Tegernseer Land beheimatet ist. Vereinzelt und je nach mundartlicher Einfärbung ist zuweilen auch von Sprochadan oder auch Prochdt'n zu hören. Leider kommt das Tanzen der Figur zunehmend aus der Mode und damit in Vergessenheit.
Die Legende besagt, dass ein Bauerssohn aus Leeberg in eine Magd auf der anderen Seite der Leeberger Bucht verliebt war. Da die Hochzeit jedoch nicht standesgemäß gewesen wäre, bekam das junge Paar keinen Segen der Eltern, und so blieb nur das romantische Hoffen auf eine Vereinigung. Aus diesem Grund wurde als Protest die Sprochade erfunden, die für die männliche Schrittfolge einen sehr schlichten Schritt der Unterschicht vorsieht, während die Frau verhältnismäßig noble Bewegungen vollführt. Die ständige Wahrung der Distanz spielt auf die räumliche Entfernung durch die Bucht an, gleichzeitig aber mit der provokanten Umtänzelung auf die Unmöglichkeit der Liebesbeziehung.
Über den Ursprung des Wortes ist nichts bekannt. Man geht davon aus, dass französische Einflüsse eine Rolle spielen, insbesondere "proche": nahe.