| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Arnsberg | |
| Kreis: | Ennepe-Ruhr-Kreis | |
| Koordinaten: | 51° 21′ N, 7° 15′ O | |
| Höhe: | 219 m ü. NN | |
| Fläche: | 47,78 km² | |
| Einwohner: | 26.421 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 553 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 45549 | |
| Vorwahlen: | 02339, 02324, 0202 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EN | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 54 028 | |
| Stadtgliederung: | 11 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 4 45549 Sprockhövel |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Dr. Klaus Walterscheid (SPD) | |
Sprockhövel ist eine Stadt im südlichen Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Stadt gilt als Wiege des Ruhr-Bergbaus. Der Name wird Sprockhöfel ausgesprochen, und nicht Sprockhöwel, wie viele irtümlich meinen.
Inhaltsverzeichnis |
Sprockhövel liegt am Südrand des Ruhrgebiets im Bergisch-Märkischen Hügelland. Es grenzt an die Städte Hattingen, Witten, Wetter, Gevelsberg, Wuppertal und Schwelm.
Die heutige Stadt Sprockhövel entstand durch die kommunale Gebietsreform am 1. Januar 1970. Seitdem befindet sich der Verwaltungssitz mit dem Rathaus im Ortsteil Haßlinghausen; Im Ortsteil Niedersprockhövel befindet sich lediglich eine Nebenstelle der Verwaltung mit Bürgerbüro.
Die Stadt gliedert sich seitdem in elf Stadtteile, davon fünf größere (g) und sechs kleinere (k):
Sprockhövel, das um das Jahr 1000 unter der Bezeichnung Spurkinhuvelo erstmals urkundlich erwähnt wird, ist dem westfälisch-märkischen Raum zugeordnet. Der Name leitet sich wohl von dem lateinischen spurca - was so viel bedeutet wie „Wacholder“ und dem altdeutschen Wort huvele ab, was „Hügel“ bedeutet. Sprockhövel heißt somit etwa „Wacholderhügel“.
Diese Wachholderhügel fand sich auch im alten Stadtwappen der Gemeinde wieder, das drei Wachholdersträucher auf drei Hügeln über einem Stollenmundloch zeigte. Erst mit der Kommunalreform 1970 entstand das neue und heute noch gültige Stadtwappen. Dieses Wappen ist eine Vereinigung des alten Sprockhöveler Wappens mit dem Wappen des ehemaligen Amtes Haßlinghausen. Aus dem Sprockhöveler Wappen wurden das Stollenmundloch und die drei Hügel übernommen; vom Amt Haßlinghausen stammte der Hasel-Zweig.
Über Jahrhunderte bildete das Sprockhöveler Gebiet die Grenze zum Herzogtum Berg, dem Bergischen Land, dessen kulturelle Einflüsse noch heute sowohl in der historischen Bausubstanz, als auch in der gesprochenen Mundart deutlich erkennbar sind.
Bis zum industriellen Kohleabbau war der Sprockhöveler Raum vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Daneben gab es typisch landwirtschaftlich-handwerkliche Betriebe wie Schmieden und Schlossereien. Aus diesen Betrieben und dem dort vorhandenen Know-How entwickelten sich mit Beginn der Industrialisierung zahlreiche Zulieferbetriebe für den Bergbau (z. B. die Firmen Hausherr, Kraft, Düsterloh, Turmag und Hauhinco). Mit dem Niedergang des Ruhrkohlenbergbaus in den 1970er Jahren verschwanden langsam auch diese Betriebe aus dem Stadtbild.
Neben dem Kohleabbau war die gewerbliche Tuchweberei vor allem in ländlichen Gebieten der Stadt, im sogenannten Hügelland von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Neben einigen industiellen Fertigungsstätten gab es zahlreiche Haus-Webereien, die in Heimarbeit Tuche für die Textilindustrie im den nahegelegenen Städten Wuppertal und Langenberg produzierten. Ein Bandwebermuseum im benachbarten Hattingen erinnert an diesen Industriezweig.
(jeweils zum 31. Dezember)
SPD - 12 Sitze CDU - 10 Sitze B90 - 5 Sitze FDP - 4 Sitze fraktionslos - 1 Sitz
Bürgermeister ist Dr.Klaus Walterscheid.
Das Wappen der Stadt Sprockhövel ist eine Kombination aus dem Wappen der ehemaligen Gemeinde Sprockhövel und dem des ehemaligen Amtes Haßlinghausen, woraus die Stadt Sprockhövel 1970 gebildet wurde.
Der obere Teil stammt aus dem Wappen des ehemaligen Amtes Haßlinghausen und entstand auf Grund der (irrtümlichen) Herleitung des Namens Haßlinghausen von Hasel.
Der untere Teil entstammt dem älteren Wappen der Gemeinde Sprockhövel bzw. Niedersprockhövel. Die drei Hügel symbolisieren den Namen Sprockhövel aus dem altniederdeutschen Huvel, Hövel für Hügel. Das stilisierte Stollenmundloch enthält die Werkzeuge des alten Bergbaus, Schlägel und Eisen, und weist auf die Bergbauvergangenheit Sprockhövels hin.
Das Wappen wurde am 21. Februar 1973 vom Regierungspräsidenten Arnsberg genehmigt.
Sprockhövel gilt als die Wiege des Ruhrkohlenbergbaus. Hier streichen die ältesten Flöze der Steinkohle an der Erdoberfläche aus und konnten so mit einfachsten Mitteln abgebaut werden. Die Steinkohle wurde in der so genannten Herzkämper Mulde im Tagebau gewonnen und war anfangs ein Nebenerwerb der Bauern und Kötter in der Region südlich der Ruhr. Im Jahre 1737 wurde am 18. Juli die Renovierte Bergordnung für die Grafschaft Mark erlassen und Anfang 1738 das Märkische Bergamt in Bochum gegründet. Die behördliche Regelung stieß auf Widerstand der örtlichen Gewerke, die ihre Gewohnheitsrechte gefährdet sahen. Die behördlich genehmigten Stollenzechen wiesen meist eine sehr geringe Mitarbeiterzahl auf - so beschäftigte die Zeche Glückauf in Gennebreck 17 Kumpel und gehörte damit neben Zeche Frosch mit teilweise knapp 20 Mann zu den größten Zechen der Grafschaft Mark.
1850 wurde mit dem Kohleneisenstein eine weitere Ressource entdeckt und belebte den stagnierenden Zechenbetrieb. Ab 1865 unterliegt der Bergbau der freien Konkurrenz und gegen 1890 wurde mit dem Tiefbau begonnen. Damit nahm die Bedeutung des Sprockhövler Bergbaues ab, da Flöze nördlich der Ruhr mächtiger waren und bessere Abbaumöglichkeiten boten. Nach den 2. Weltkrieg erblühte im Zuge der Energieknappheit wieder kurzzeitig der Kohleabbau in Sprockhövel; Mitte der 1950er Jahre begann jedoch das endgültige große Zechensterben in der Region. Die letzte große Zeche in Sprockhövel war Zeche Alte Haase, sie schloss im Jahre 1968 ihre Tore und beendete damit eine lange Bergbautradition in dieser Region.
Auf fünf bergbauhistorischen Wanderwegen können sich heute Interessierte auf Die Spur der Kohle begeben. Die Lehrpfade führen zu historischen Stellen und repräsentativen Ausstellungsstücken des Sprockhövler Bergbaues. (siehe z.B. Herzkämper-Mulde-Weg)
Sprockhövel verfügt über kein eigenes Krankenhaus. Die medizinische Versorgung der Sprockhöveler wird von Krankenhäusern in den angrenzenden Städten Hattingen, Wuppertal und Schwelm übernommen.
Die IG Metall unterhält in Sprockhövel die größte gewerkschaftliche Bildungsstätte der Welt, das so genannte IG Metall Bildungszentrum.
Das kulturelle Leben der Stadt bündelt sich mit den Vorsitzenden der jeweiligen Vereine im Stadtkulturring Sprockhövel. Erwähnenswertes Mitglied ist die Stadt- und Feuerwehrkapelle Sprockhövel als größtes symphonisches Blasorchester des südlichen Ruhrgebietes.
Neben einigen überregional bekannten Restaurants besitzt Sprockhövel nur wenig Nachtleben. Einzige Diskothek des Ortes ist das K2 - Kleinbeck 2 an der gleichnamigen Straße.
1994 veröffentlichte der aus dem Nachbarort Hattingen stammende Zeichner Jamiri den Comic Das schwarze Loch. Held des Werkes ist Spacejamiri. Er fliegt in seinem Raumschiff als erster Mensch in ein schwarzes Loch und fragt sich, ob am anderen Ende die Antwort auf alle Fragen wartet, das Nirvana oder gar Gott. Stattdessen landet er mit verdutztem Gesichtsausdruck an einer verregneten Straßenkreuzung mit dem Ortsschild „Sprockhövel“.
Die TSG Sprockhövel besitzt die erfolgreichste Fußballabteilung der Region: Die erste Mannschaft ist gerade in die Oberliga aufgestiegen. Weitere Vereine mit Fußballabteilungen sind FCW Sprockhövel, Hiddinghauser FV e.V., SC Obersprockhövel e.V., TUS Hasslinghausen 07 e.V., VfL Gennebreck 1923 e. V. und Wilde 13 Sprockhövel 1992 e.V.
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