Die Spur (Spurfunktion, Spurabbildung) ist ein Konzept in den mathematischen Teilgebieten der Linearen Algebra, der Funktionalanalysis und wird auch in der Theorie der Körper und Körpererweiterungen verwendet.
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In der linearen Algebra bezeichnet man als die Spur einer quadratischen
-Matrix A über einem Körper K die Summe der Diagonalelemente dieser Matrix. Für die Matrix

ist also
.Statt Spur schreibt man auch spur, Sp oder sp oder vom englischen Begriff trace abgeleitet auch Trace, trace, Tr oder tr.
Gilt SpurA = 0, so bezeichnet man die Matrix als spurfrei.
-Matrizen A und B sowie
gilt
.
und
vertauscht werden, das heißt
.
-Matrizen A, B und C
.
-Matrix A und eine invertierbare
-Matrix B gilt
.
-Matrizen A gilt

lässt sich das Hilbert-Schmidt-Skalarprodukt auf den
-Matrizen definieren, so dass wegen der Cauchy-Schwarzschen Ungleichung gilt
.Ist V ein endlichdimensionaler Vektorraum und
eine lineare Abbildung, also ein Endomorphismus von V, so definiert man die Spur von f als die Spur einer Darstellungsmatrix von f bezüglich einer beliebigen Basis von V. Nach den obengenannten Eigenschaften ist die Spur unabhängig von der Wahl dieser Basis.
Das Konzept der Spur in der linearen Algebra kann auch auf unendlichdimensionale Räume ausgedehnt werden. Ist H ein Hilbertraum mit einer Orthonormalbasis
, dann definiert man für einen Operator
die Spur mittels
,falls die Summe existiert. Operatoren, für die dies der Fall ist (diese sind immer kompakt), nennt man Spurklasseoperatoren. Viele Eigenschaften der Spur aus der linearen Algebra übertragen sich unmittelbar auf Spurklasseoperatoren.
Ist L / K eine endliche Körpererweiterung, dann ist die Spur eine K-lineare Abbildung von L nach K. Fasst man L als K-Vektorraum auf, dann definiert man die Spur eines Elementes
als die Spur der Darstellungsmatrix der Abbildung
.