Städtefusion
Eine Städtefusion ist ein freiwilliger oder erzwungener Zusammenschluss von Kommunen, an dem mindestens zwei Städte beteiligt sind. Sie ist von der Eingemeindung deutlich zu unterscheiden. Kleine Städtefusionen sind ebenso Verbünde und Zusammenschlüsse wie Eurode oder Doppelzentren. Viele Städtefusionen sind das Resultat einer Gebietsreform. Eine besondere Form der Städtefusion ist die der ehemaligen Zwillingsstadt Berlin nach der Wiedervereinigung.
Man spricht von Eingemeindung, falls das neue Gebilde den Namen nur einer der beteiligten Gemeinden trägt, selbst wenn diese Gemeinde von ihrer Einwohnerzahl her nicht dominant ist wie beispielsweise Herzogenrath (aus Herzogenrath, Kohlscheid und Merkstein) und Willich (aus Anrath, Neersen, Schiefbahn und Willich).
Man unterscheidet zwei Arten der Namensgebung:
- Die neue Stadt erhält einen Doppelnamen (Doppelstadt).
- Die neue Stadt erhält einen neuen Namen.
Beispiele in Deutschland:
Doppelname (Auswahl)
- Annaberg-Buchholz -- 1945
- Bad Gottleuba-Berggießhübel -- 1999
- Bad Meinberg-Horn -- 1970, in Horn-Bad Meinberg umbenannt: Oktober 1970
- Bad Neuenahr-Ahrweiler -- 1969
- Bad Soden-Salmünster -- 1974
- Barmen-Elberfeld -- 1929, in Wuppertal umbenannt: 1930
- Bernkastel-Kues -- 1905
- Bigge-Olsberg -- 1969, in Olsberg umbenannt: 1975
- Bitterfeld-Wolfen -- 1. Juli 2007
- Bockum-Hövel -- 1939, nach Hamm eingemeindet: 1975
- Castrop-Rauxel -- 1926
- Clausthal-Zellerfeld -- 1924
- Dessau-Roßlau -- 1. Juli 2007
- Doberlug-Kirchhain -- 1950
- Duisburg-Hamborn -- 1929, in Duisburg umbenannt: 1935
- Eberswalde-Finow -- 1970, in Eberswalde umbenannt: 1992
- Gelsenkirchen-Buer -- 1928, in Gelsenkirchen umbenannt: 1930
- Gladbach-Rheydt -- 1929, 1933 wieder getrennt, erneute Fusion als Mönchengladbach: 1975
- Grünhain-Beierfeld -- 2005
- Hohenstein-Ernstthal -- 1898
- Horn-Bad Meinberg -- 1970 (zunächst als Bad Meinberg-Horn)
- Hückelhoven-Ratheim -- 1935 und 1950, in Hückelhoven umbenannt: 1972
- Idar-Oberstein -- 1933
- Kamp-Lintfort -- 1934
- Krefeld-Uerdingen -- 1929, in Krefeld umbenannt: 1940
- Leinefelde-Worbis -- 2004
- Limbach-Oberfrohna -- 1950
- Maxhütte-Haidhof -- 1956
- Mörfelden-Walldorf -- 1977, zunächst als Waldfelden
- Mülheim-Kärlich -- 1969
- Neukirchen-Vluyn -- 1928
- Oer-Erkenschwick -- 1926
- Oestrich-Winkel -- 1972
- Osterholz-Scharmbeck -- 1927
- Ransbach-Baumbach -- 1969
- Remda-Teichel -- 1996
- Rheda-Wiedenbrück -- 1970
- Ribnitz-Damgarten -- 1950
- Schieder-Schwalenberg -- 1970
- Schloß Holte-Stukenbrock -- 1970
- Sulzbach-Rosenberg -- 1934
- Titisee-Neustadt -- 1971
- Traben-Trarbach -- 1904
- Übach-Palenberg -- 1935
- Villingen-Schwenningen -- 1972
- Wanne-Eickel -- 1926, nach Herne eingegliedert: 1975
- Watenstedt-Salzgitter -- 1942, in Salzgitter umbenannt: 1951
- Wilkau-Haßlau -- 1934
- Zella-Mehlis -- 1919
- Zeulenroda-Triebes -- 2006
Neuer Name
Gescheiterte oder nicht durchgeführte Fusionen
Geplante Fusionen
Beispiele außerhalb Deutschlands
Europa
Amerika