Ein Störsender macht den normalen Empfang einer drahtlosen Aussendung elektromagnetischer Wellen (etwa von Radio, Fernsehen, Mobilfunk oder GPS) schwierig oder unmöglich. Der Störsender sendet dabei, genau wie der zu störende Sender, Energie in Form von elektromagnetischen Wellen aus und überlagert die ursprünglichen Wellen ganz oder teilweise. Er kann auf der gleichen oder einer benachbarten Frequenz des gestörten Empfängers arbeiten. Dabei ist auch die Feldstärke, die Modulation des Störsenders sowie die Art der gestörten Nachricht von Bedeutung.
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Eine technische Fehlfunktion oder eine Interferenz können einen Störsender erzeugen, dieser muss dann repariert oder abgeschaltet werden, oder die Störquelle technisch in Kauf genommen werden. So werden als Störsender auch manche legal betriebene Sender bezeichnet, die mit ihrem Signal den Empfang eines anderen Senders stören. Insbesondere im Bereich der Lang-, Mittel- und Kurzwelle treten derartige Störungen häufig beim Empfang entfernter Sender auf, da in diesen Frequenzbereichen große Reichweiten möglich sind und weniger freie Kanäle zur Verfügung stehen, als man Sender betreibt. Eine gewisse Abhilfe schaffen Richtantennen, sowohl sender- als auch empfängerseitig. Schlecht abgeschirmte bzw. entstörte Geräte können so ebenfalls zum Störsender werden.
Störsender können gezielt genutzt werden um Anderen das Benutzen der Frequenz oder eines ganzen Bandes zu erschweren, hier spricht man dann auch von einem Jammer. Diese senden dann ein breitbandiges Rauschen oder Pulse aus.
So werden Störsender im militärischen Umfeld schon lange eingesetzt. Ein Beispiel ist der GPS-Jammer.
Auch in totalitären Staaten wurden und werden Störsender verwendet um zu verhindern, dass die Bevölkerung fremde Rundfunk- oder Fernsehsendungen empfangen kann. Um sich nicht vermehrt dem Vorwurf der Unterdrückung ausländischer Information auszusetzen werden häufig starke Sender eigenen Programms auf den zu störenden Frequenzen eingesetzt.
Störsender wurden zum Beispiel im Dritten Reich zum Stören der deutschsprachigen Sendungen der BBC aus London oder in den totalitären Diktaturen des Ostblocks zum Stören der Sendungen von Radio Free Europe/Radio Liberty eingesetzt. Es ist jedoch nie gelungen das ganze Gebiet des jeweiligen Staates abzudecken. In der DDR wurden Störsender in den 50er Jahren bis 1978 gegen den RIAS und in den 80ern gegen den linksalternativen Sender Radio 100 eingesetzt (s. a. Beispiele für ungünstige Frequenzkoordinierung).
Die USA störten am 23. und 24. Januar 2007 den Empfang des Satelliten Eutelsat Hotbird 8, weil sie fälschlicherweise annahmen, dass der radikalislamische Sender al-Zawraa über diesen Satelliten ausgestrahlt würde. Betroffen waren neben zahlreichen Radio- und Fernsehsendern auch die Nachrichtenagenturen Agence France-Presse und Schweizerische Depeschenagentur.[1]