Stürmer (Fußball)
Stürmer ist eine Spielerposition im Fußball und in anderen Mannschaftssportarten. Er soll für die Tore seines Teams sorgen und wird nach seiner Chancenverwertung beurteilt.
Folgende Arten von Stürmern haben im Fußball Einzug in verschiedene Spielsysteme gefunden:
- Außenstürmer: Als Außenstürmer werden die Links- und Rechtsaußen bezeichnet. Diese sind vor allem für die Torvorbereitung vorgesehen. Bekannteste deutsche Außenstürmer sind bzw. waren Helmut Rahn, Max Morlock, Reinhard Libuda, Pierre Littbarski und Karl-Heinz Rummenigge. International: Garrincha, Marc Overmars, Francisco Gento, Stanley Matthews, George Best, Arjen Robben und Cristiano Ronaldo.
- Halbstürmer: Die Halbstürmer (auch Verbindungsstürmer) wurden lediglich im WM-System so genannt; heute würde man sie als offensive Mittelfeldspieler bezeichnen. Hier kennt man vor allem Pelé, Didi, Ferenc Puskás, Fritz Walter, Alfredo Di Stéfano, Eusébio, Johan Cruyff, Ruud Gullit, Diego Maradona, Michel Platini, Wolfgang Overath, Günter Netzer und Zinédine Zidane, oder von den heutigen Spielern etwa Mehmet Scholl, Kaká oder Ronaldinho.
- Mittelstürmer: Dieser Stürmer ist mittlerweile vom Aussterben bedroht. Stellte man früher noch einen „klassischen“ Mittelstürmer auf, der sich alleine in der Mitte des Spielfeldes und vor dem Tor aufhalten sollte, so sind die heutigen „Mittelstürmer“ doch sehr flexibel und weichen oft auf die Flügel aus. Viele Vereine setzen zwei Mittelstürmer ein, die etwas auf die Halbpositionen rücken, dafür spielen jedoch keine Außenstürmer. Ottmar Walter, Gerd Müller, Uwe Seeler, Oliver Bierhoff, Rudi Völler, Karlheinz Riedle und Ulf Kirsten sind die bekanntesten deutschen Vertreter der „klassischen“ Ausprägung; internationale Stars waren u.a. Raymond Kopa, Just Fontaine und Vava.
Es gibt aber auch Stürmer, die oft aus dem Mittelfeld kommen und ihre Gegenspieler überlaufen, wie beispielsweise Ronaldo und Adriano Leite Ribeiro.
Siehe auch: Flügelspieler