Der St. Galler Klosterplan ist die berühmte mittelalterliche architektonische Zeichnung eines idealen Klosterbezirkes aus dem frühen 9. Jahrhundert, (nicht vor 826). Es ist die einzige große architektonische Zeichnung in Europa zwischen dem Ende des Römischen Reiches und dem 13. Jahrhundert.
Der Plan stellt die Idealform eines Benediktinerklosters dar, aber er entspricht keiner real existierenden Klosteranlage vollständig.
Es wird als nationales Kulturgut der Schweiz betrachtet und ist aufgrund seiner Einzigartigkeit, Schönheit und der Möglichkeiten des Einblickes in die mittelalterliche Kultur Objekt intensiven Interesses unter vielen Gelehrten, Architekten, Künstlern und Handwerkern der Neuzeit.
Der St. Galler Klosterplan wurde vermutlich in einem Skriptorium im Kloster Reichenau im dritten Jahrzehnt des 9. Jh. gezeichnet, und Abt Gozbert von Sankt Gallen (816-836) gewidmet. Der Plan beschreibt ein vollständiges Benediktinerkloster mit Kirchen, Häusern, Ställen, Küchen, Gärten, Werkstätten, Brauereien, Krankenstation, und sogar einem speziellen Haus zur Abnahme von Blut.