| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Schwarzwald-Baar-Kreis | |
| Koordinaten: | 48° 7′ N, 8° 20′ O | |
| Höhe: | 862 m ü. NN | |
| Fläche: | 59,85 km² | |
| Einwohner: | 13.572 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 227 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 78112 | |
| Vorwahlen: | 07724, 07725 | |
| Kfz-Kennzeichen: | VS | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 26 052 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptstraße 9 78112 Sankt Georgen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Schergel | |
St. Georgen im Schwarzwald (ab 1083) ist eine Stadt im südlichen Schwarzwald in Baden-Württemberg. St. Georgens Ursprung geht auf ein Benediktinerkloster zurück. Sankt Georgen im Schwarzwald ist nach Villingen-Schwenningen und Donaueschingen die drittgrößte Gemeinde im Schwarzwald-Baar-Kreis.
Inhaltsverzeichnis |
Das Gebiet der Stadt liegt auf einer Höhe von 800 bis 1000 Metern über Normalnull. Der größte Anteil der Stadtfläche von knapp 60 km² besteht aus Wald und Feldern. Des Weiteren befindet sich St. Georgen an der Rhein-Donau-Wasserscheide und bildet somit die Europäische Wasserscheide zwischen der Nordsee und dem Schwarzen Meer. Auch die Brigach, welcher ein Quellfluss der Donau ist, entspringt auf der Gemarkung St. Georgens.
Nachbargemeinden der Stadt Sankt Georgen im Schwarzwald (alphabetisch geordnet) sind:
Die Stadtteile von St. Georgen sind eher ländlich geprägt und haben einen dorfähnlichen Charakter. Der größte Stadtteil ist Peterzell, der inzwischen mit Sankt Georgen fast „verwachsen“ ist. Außerdem befindet sich in Peterzell ein eigenes Gewerbegebiet, welches seit 2000 in der Nähe von Königsfeld erbaut wurde. Der Stadtteil Peterzell befindet sich direkt an der Bundesstraße 33 zwischen Sankt Georgen (Kernstadt) und Villingen-Schwenningen. Der Stadtteil mit den zweitmeisten Einwohnern ist Brigach, auf dessen Gemarkung der gleichnamige Fluss entspringt. Zu Brigach gehört der Ortsteil Sommerau sowie ein Teil des Stockwaldes. Der drittgrößte Stadtteil ist Langenschiltach und ist sehr ländlich geprägt. Der zweitkleinste Stadtteil ist Oberkirnach, in dem sich die meisten Wintersportmöglichkeiten befinden. Der kleinste Stadtteil ist Stockburg, der sich im Groppertal, durch das die Brigach fließt, befindet.
In den Anfang des Investiturstreits (1075–1122) fällt die Gründung eines Benediktinerklosters auf dem „Scheitel Alemanniens“ (vertex Alemanniae) im Schwarzwald: Die Mönchsgemeinschaft in St. Georgen, an der Quelle der Brigach gelegen, war ein Resultat des Zusammengehens von schwäbischem Adel und kirchlicher Reformpartei, eindrucksvoll repräsentiert durch die Klostergründer Hezelo und Hesso und den Abt und Klosterreformer Wilhelm von Hirsau (1069–1091). Statt des zunächst in Aussicht genommenen oberschwäbischen Königseggwald wurde auf Betreiben Wilhelms St. Georgen als Ort der Klostergründung ausgewählt. Mit der Besiedlung St. Georgens durch Hirsauer Mönche im Frühjahr und Sommer 1084 und der Weihe der Klosterkapelle am 24. Juni 1085 begann die Geschichte des Schwarzwaldklosters, das während des 12. Jahrhunderts Reformmittelpunkt des Benediktinertums in Elsass, Lothringen, Schwaben und Bayern war. Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) kommt es zur Zerstörung von Klosterkirche und -gebäuden am 13. Oktober 1633. Das Kloster in St. Georgen ist danach nicht wieder aufgebaut worden, die katholische Mönchsgemeinschaft blieb auf Villingen beschränkt. Villingen schließlich wurde im Rahmen der napoleonischen Neuordnung auch Südwestdeutschlands im Jahr 1805 württembergisch, ein Jahr später badisch. Nun ereilte das Kloster das Schicksal der Säkularisation. Klösterliches Inventar gelangte nach Stuttgart, während die Badener die Aufhebung der Mönchsgemeinschaft und die Übernahme des restlichen klösterlichen Eigentums verfügten (1806).
Näheres zur Geschichte des Klosters, siehe Kloster Sankt Georgen im Schwarzwald.
1810 wird der Ort St. Georgen selbst badisch. 1891 erhielt der Ort vom Großherzog von Baden das Stadtrecht. 1972 bis 1974 wurden im Zuge der Gemeindereform die bisher selbstständigen Orte Brigach, Langenschiltach, Oberkirnach, Peterzell und Stockburg eingemeindet.
Sankt Georgen im Schwarzwald hat eine Einwohnerzahl von etwa 13.800 Menschen. Davon sind 7.100 Einwohner weiblich, was 51 Prozent entspricht und 6.700 Einwohner männlich, was 49 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. 44 Prozent der St. Georgener sind evangelisch und 34 Prozent sind katholisch. Über 11 Prozent der Bevölkerung, also über 1.500 Personen, stammen aus dem Ausland. Der größte Anteil bilden dabei die Italiener (560), gefolgt von Jugoslawen (470), Türken (190) und Spaniern (über 60).
Zu den historischen Sehenswürdigkeiten St. Georgens zählen die mittelalterliche und frühneuzeitliche Klostersteine des Lapidarium. Die Steinesammlung geht bis auf das Jahr 1867 zurück und wurde erst im Jahr 2002 durch den Bau einer Galerie im Klosterhof in eine Art Museum umgewandelt. Die Steine der Klostermauer sind der einzige sichtbare Rest des Klosters St. Georgen im Schwarzwald, welches 1084/1085 gegründet wurde. Ein weiteres Museum, welches sich mit der Geschichte des Lebens im 18. und 19. Jahrhundert beschäftigt ist das Heimatmuseum „Schwarzes Tor“. Das Deutsche Phonomuseum beschäftigt sich mit der Geschichte der Uhren-und Unterhaltungselektronikindustrie in Sankt Georgen, die im 20. Jahrhundert ihre Blütezeit durch Kundo, Staiger und Dual erlebte. Das Phonomuseum befindet sich im Rathaus der Stadt. Ein weiteres Museum Kunstraum Grässlin enthält die Grässlin-Sammlung. Sie gehört zu den größten (privaten) Kunstsammlungen der Modernen Kunst in Europa. Das Museum wurde Mitte Juni 2006 eröffnet. Auch die Kobisenmühle bei Oberkirnach zählt zu den St. Georgener Museen, die die Arbeitsweise einer Bauernmühle zeigt. Der Bahnhof (siehe: Bahnhof Sankt Georgen im Schwarzwald) der Stadt bildet den höchstgelegen Bahnhof der Schwarzwaldbahn, einer Eisenbahnstrecke mit insgesamt 39 Tunneln.
Feinwerktechnik, Uhrentechnik und neuerdings Softwarezentrum
Sankt Georgen im Schwarzwald ist mit der Bundesstraße B 33 gut an das deutsche Verkehrsnetz angeschlossen. In circa 20 Autominuten ist die Autobahn A 81 von Sankt Georgen über die B 33 zu erreichen. Außerdem gibt es in und um Sankt Georgen viele Landstraßen und Kreisstraßen, die zu allen umliegenden Städten und Gemeinden führen. Der nächstgelegene Regionalflughafen ist der Schwenninger Flughafen, der etwa 20 Autominuten von Sankt Georgen entfernt ist. Größere Flughäfen befinden sich jeweils in Friedrichshafen und in Stuttgart, die von Sankt Georgen in etwa eine Autostunde zu erreichen sind. Sankt Georgen liegt an der Badischen Schwarzwaldbahn. In einer Stunde erreicht man mit der Bahn den Bahnhof von Offenburg, von dem ICE-Verbindungen in alle Großstädte Deutschlands führen.
In Sankt Georgen gibt es über 40 Sportvereine. Außerdem gibt es drei Skilifte, die in der Wintersaison von Wintersportlern genutzt werden können. Im Winter gibt es des Weiteren um die Kernstadt herum mehrere Kilometer Loipen, die im Sommer jedoch als Strecken für Nordic Walking, Mountainbike oder Jogging fungieren. Auf 900 Meter Höhe befindet sich auch St. Georgens Sport-und Bildungszentrum, auf dem sich Deutschlands höchstgelegenes Stadion befindet. Ebenfalls auf dem Sport-und Bildungszentrum befindet sich auch die Tennishalle sowie 6 Tennisplätze sowie ein Trimm-dich-Pfad. Am Naturschwimmbad Klosterweiher befindet sich auch eines der größten saisonalen Skateparks Süddeutschlands. Im Winter werden die Geräte auf dem Skatepark abmontiert um diese als Eislauffläche andersweitig nutzen zu können.
An der Sanktgeorgiade beteiligen sich eine Vielzahl St. Georgener Vereine, die sich innerhalb eines Jahres in verschiedenen Sportarten messen wollen. Mitmachen können 12 verschiedene Vereine, die sich aus 8–12 Teilnehmern pro Verein zusammensetzen. Der Namen „Sanktgeorgiade“ ist eine Analogiebildung zu Olympiade und den z. B. daraus entwickelten Begriff Köpenickiade.
St. Georgen beteiligt sich auch am Schwarzwald-Bike-Marathon.
St. Georgen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu
Träger der Städtepartnerschaften sind im wesentlichen Schulen, Vereine und Orchester:
| Commons: St. Georgen im Schwarzwald – Bilder, Videos und Audiodateien |
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