St. Georgiwold ist eine Ortschaft der Stadt Weener im ostfriesischen Rheiderland. Das Dorf ist der nördlichste Ortsteil der Stadt Weener.
Das Dorf St. Georgiwold (in alten Urkunden auch „St. Georgswolde“), das im Volksmund auch „Swartewold“ genannt wird, ist eines der ältesten Dörfer des Rheiderlandes. In einer historischen Urkunde taucht auch der Name „Jürgenswoldt“ auf. Der Ort ist nach dem heiligen Georg benannt. Die Bezeichnung „Wold“ (auch „Woold“ oder „Wohld“) bedeutet „Wald“. Dieser Anhang wurde früher häufiger in Ortsnamen verwendet. In dieser moorigen Gegend muss es sich dann wohl um einen Erlen-Bruchwald gehandelt haben.
Seinen Namen „Swartewold“ verdankt der Ort dem schweren schwarzen Moorboden („Darg“), der hier eine Dicke bis zu vier Metern erreicht.
Der Ort lag, bevor er wie Weenermoor nach Westen verlegt wurde, am Middelweg. Diese Straße war ein alter Heerweg, der einst von Münster über St. Georgiwold nach Kloster Palmar führte, das im Dollart untergegangen ist. Im Jahr 1986 wurden am Middelweg bei einer Grabung die Reste der alten Kirche von St. Georgiwold freigelegt. Der Ort muss in der damaligen Zeit eine bedeutende Siedlung gewesen sein, denn allein 34 Hektar Weideland gehören der Kirchengemeinde.
Erstmals wird St. Georgiwold im Jahr 1450 erwähnt. Nach einer Chronik schickte der Bischof von Münster einen Beauftragten nach Ostfriesland, um sich über das kirchliche Leben zu informieren. Er fand jedoch viele Orte überflutet vor, darunter auch St. Georgiwold. Der Einbruch der Geise (vor 1689) und die damit einhergehenden Überflutungen ist vermutlich der Grund, warum der Ort schließlich aufgegeben wurde und im Westen neu errichtet wurde. Die ursprünglich gerade Nord-Süd-Siedlungsreihe von Böhmerwold über St. Georgiwold nach Weenermoor ist dadurch zerstört worden.
1681 wird berichtet, dass die alte Holzkirche in „Sündt-Jürgenswoldt“ morsch und baufällig geworden war. Im Jahr 1689 baute man eine neue Kirche – diesmal aus Stein. Trotzdem fanden noch einige Eichenbohlen aus der alten Kirche Verwendung.
Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein hatte der Ort immer wieder mit Überschwemmungen zu kämpfen gehabt, so dass es ein großer Fortschritt war, als zwischen 1896 und 1960 die Sieltiefe und Schöpfwerke gebaut wurden.
Auch St. Georgiwold ist wie seine Nachbarn immer ein Bauerndorf gewesen.