St. Kilian (Duttenberg)

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Katholische Kirche St. Kilian in Duttenberg
Katholische Kirche St. Kilian in Duttenberg

Die katholische Kirche St. Kilian in Duttenberg ist eine 1734 im Stil des Barock vom Deutschen Orden erbaute Dorfkirche.

Die stattliche, dem heiligen Kilian geweihte Dorfkirche von Duttenberg steht auf einer Anhöhe über dem Jagsttal am Rande eines 1349 bezeugten Herrensitzes. Wie die Jahreszahl am Hauptportal ausweist, wurde sie im Jahre 1734 unter der Herrschaft des damaligen Deutschorden-Komturs Johann Christoph von Buseck erbaut. Baumeister war Georg Philipp Wenger aus Neckarsulm.

Die Kirche ist im Barockstil gehalten, der durch strenge Formen an den Altären, am Portal und an den Stukkaturen den Übergang zum Klassizismus andeutet. Beim Blick auf den Hochaltar dominiert das Kilian-Bild des Malers Johann Gießer aus Neckarsulm. Die Bildhauerarbeiten sind von Kilian Hollbusch. Zu beiden Seiten des Hochaltars stehen Steinfiguren von Petrus und Paulus. Der Marienaltar auf der linken Seite zeigt Josef und Maria mit dem Kind im Tempel zu Jerusalem. Das Hauptbild des rechten Seitenaltars stellt die Vierzehn Nothelfer dar. Auf den beiden Deutschordenswappen über den Seitenaltären befindet sich die Inschrift: „J.C.V.B. - T.O.R“ (Johann Christoph von Buseck - Teutschen Ordens Ritter).

Die Kirche steht auf historischem Boden. Die ersten Nennungen Duttenbergs sprechen zuerst 778 von der Markung des Tutumo, die nächste im Jahr 799 schon von Dudunburg. Historiker gehen davon aus, dass am heutigen Kirchenstandort bereits zu dieser Zeit eine kleine Kirche gebaut wurde. Dazu passt auch der Kirchenpatron St. Kilian, der Hauptheilige des 732 neugegründeten Bistums Würzburg. Die damalige Kirche war auch Mutterkirche für mehrere Nachbargemeinden. Sehr früh schieden Obergriesheim und Hagenbach aus diesem Kirchenverbund aus. Offenau (1438) und Bachenau (1876) wurden erst viel später selbständige Pfarreien.

Portal von St. Kilian
Portal von St. Kilian

Die Kirche wurde 1973 zuletzt renoviert. Dabei wurde der Mittelgang entfernt und die alte, weit in den Kirchenraum reichende zweistöckige Empore durch eine neue, zurückhaltendere Empore ersetzt. Im Jahre 2008 ist eine erneute Renovierung geplant.

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