Die Pfarrkirche St. Peter Herchen wurde erstmals 1131 erwähnt und von Papst Innozenz II. dem Bonner Cassiusstift als zehntpflichtig bestätigt. Wann die erste und/oder auch die jetztige Kirche erbaut wurden, ist nicht genau bekannt.
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Bei der Pfarrkirche St. Peter in Herchen handelt es sich um einen dreischiffigen Bruchsteinbau mit romanischem, viergeschossigem Westturm und Mittelschiff, spätgotischer Choranlage und neueren Seitenschiffen. Auf der Barocktür steht Anno 1617, den 22. Tag Junij. Seit 1764 ist auf dem Mittelschiff ein Turmreiter angebracht.
Der Taufstein ist ist ein Trachyt im frühgotischen Stil aus dem 13./14. Jahrhundert.
Zur Zeit der Reformation wurde Herchen lutherisch, die wenigen nicht übergetretenen Katholiken hielten ihren Gottesdienst während er Reformation in der alten Klosterkirche ab. Nach dem Tod des letzten reformierten Pfarrer wurde am 14. September 1638 vom Blankerberger Amtmann die Pfarrstelle durch Jesuiten besetzt. Die Kirche wurde aber weiter von der protestantischen Gemeinde mitbenutzt. Die Rechte am Friedhof um die Kirche wurden 1853 aufgehoben, der neue Friedhof wurde 1854 durch Losentscheid in evangelisch und katholisch geteilt. Erst am 27. Januar 1876 wurde nach langem Streit um Kostenbeteiligung von der evangelischen Gemeinde auf die Mitbenutzung der alten Kirche verzichtet und eine eigene Kirche erbaut.