| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Salzlandkreis | |
| Verwaltungsge- meinschaft: |
Staßfurt | |
| Koordinaten: | 51° 52′ N, 11° 34′ O | |
| Höhe: | 73 m ü. NN | |
| Fläche: | 58,21 km² | |
| Einwohner: | 22.758 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 391 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 39418 | |
| Vorwahl: | 03925 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SLK | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 89 310 | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und 4 Ortschaften | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hohenerxlebener Straße 12 39418 Staßfurt |
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| Bürgermeister: | Martin Kriesel (CDU) | |
Staßfurt ist eine Stadt im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt mit rund 23.000 Einwohnern.
Inhaltsverzeichnis |
Staßfurt liegt in der Magdeburger Börde, südlich der Landeshauptstadt Magdeburg. Die Stadt wird von dem Fluss Bode durchquert.
Zu Staßfurts Nachbargemeinden zählen die folgenden Orte:
Staßfurt gliedert sich in folgende Ortsteile:
In Staßfurt wurden 4 Dorfgemeinden und 1 Stadt eingemeindet:
(jeweils zum 31. Dezember)
Im Jahre 806 erfolgte die erstmalige (gesicherte) urkundliche Erwähnung von Staßfurt (im frühen Mittelalter hieß das Dorf Alt-Staßfurt nur Staßfurt) im Zusammenhang mit einer Einladung durch Kaiser Karl den Großen an den Abt Fulrad von St. Quentin zur Abhaltung einer Heeresversammlung in Starasfurt an der Bode. Die Deutung des Namens geht mit großer Wahrscheinlichkeit von einer Zusammensetzung aus dem altslawischen Wort für alt (staraja) mit dem althochdeutschen Wort Furt (Überfahrtsstelle) aus. Die Bedeutung Staßfurts im Mittelalter war durch seine Lage an dieser Furt durch die Bode bedingt. Hier führte die alte Handels- und Salzstraße von Lüneburg kommend nach Halle/Saale entlang. Das Dorf Alt-Staßfurt nördlich der Bode unterstand weltlich und geistlich dem Erzstift Magdeburg. Im 11. Jahrhundert wurde die Burg (Wehranlage) südlich der Bode errichtet. Bereits 1180 wurde dem Staßfurter Siedlungsbereich südlich der Bode innerhalb der Wehrmauern das Stadtrecht verliehen. Die Stadt Staßfurt stand bis 1277 weltlich im Besitz anhaltischer Grafen. Die Nachkommen Albrecht des Bären und Herzöge von Sachsen, Johann I. und Albrecht II., hatten bei der Feier ihres Ritterschlages einen so bedeutenden Aufwand betrieben, dass sie zur Begleichung der Schulden auch die in ihrem Besitz befindliche Stadt Staßfurt am 8. Juli 1276 an den Erzbischof Konrad II. von Magdeburg verpfänden mussten. Da die Herzöge in Jahresfrist die hohe Schuldsumme von 6000 Silbermark nicht bezahlen konnten, fiel Staßfurt ab 1277 an das Erzstift Magdeburg. Seit 1815 gehörten Alt-Staßfurt und die Stadt Staßfurt im Regierungsbezirk Magdeburg zur Provinz Sachsen und blieb damit bis zur Auflösung des preußischen Staates 1947 auf preußischem Hoheitsgebiet.
Am 1. April 1946 wurde die benachbarte anhaltische Stadt Leopoldshall nach Staßfurt zwangseingemeindet. Der 1873 auf anhaltischem Gebiet unmittelbar neben Staßfurt gegründete Ort erhielt am 29. Januar 1919 das Stadtrecht. Seit 28.2.2003 sind auch die Orte Löderburg (mit den Ortsteilen Rothenförde, Lust und Athensleben als Ortschaft) und Hohenerxleben, und seit 1. Januar 2004 der Ort Rathmannsdorf in die Stadt Staßfurt eingemeindet worden.
Die 36 Sitze des Stadtrates verteilen sich wie folgt:
(Stand: Mai 2005)
Das Salzlandtheater ist ein Gastspielhaus mit einem Saal für bis zu 310 Personen, beherbergt eine Galerie und den kleineren „Tilly-Saal“ (eigentlich im „Von-Werdenslebenschen-Haus“).
Das bekannteste Laien-Schauspiel-Ensemble aus Staßfurt ist das „Schülertheater des Dr.-Frank-Gymnasiums“.
In Staßfurt existieren zahlreiche musikalische Formationen. Einige seien hier genannt:
Orchester
Chöre
In einem der ältesten Häuser der Stadt aus dem 17. Jahrhundert befindet sich das Stadt- und Bergbaumuseum der Stadt Staßfurt.
Als erwähnenswerte und bedeutende Bauwerke innerhalb Staßfurts gelten vor allem:
Grünanlagen innerhalb der Stadt sind der Stadtpark und der Volkspark Leopoldshall.
Geschützte Gebiete sind das Landschaftsschutzgebiet „Bodeniederung“ mit dem Waldgebiet „Die Horst“
Staßfurt erlebte nach dem Niederbringen der ersten Kalischächte der Welt einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung durch den Bergbau selbst und die sich hier ansiedelnde chemische Industrie. Die Kehrseite des Booms sind bis heute nachwirkende Bergschäden im Stadtgebiet, die zum Abriss weiter Teile der Innenstadt führten. Durch Erdfall entstand ein See, der unter dem Namen Strandsolbad als Bad dient. Die Stadt unternimmt seit der Wende u. a. im Rahmen der Stadtsanierung mit viel Engagement Anstrengungen, um die Folgeerscheinungen zu mildern (Entstehung eines Sees in der Stadtmitte mit Aufwertung des Umfelds als Beitrag zur IBA Stadtumbau 2010). Daneben werden Flächen von den Halden mit Resten von Bergbau und chemischer Produktion belegt.
Zu DDR-Zeiten war Staßfurt Standort des größten Fernsehgerätewerkes der DDR (Kombinat VEB RFT), das aus der 1932 gegründeten Staßfurter Rundfunk GmbH (Gerätemarke: Imperial) hervorging. Obwohl alle Großbetriebe aus DDR-Zeiten - wenn auch teilweise erheblich verkleinert - fortbestehen und z. T. beachtliche Investitionen vornehmen, beträgt die Arbeitslosenquote rund 20-25 %. Die Neuerschließung des TLG-Gewerbeparks Staßfurt wurde 2006 abgeschlossen, die Revitalisierung des Gewerbegebietes Neu-Staßfurt ist mittelfristig vorgesehen.
Verkehrsanbindung Straße: Anschlussstelle Staßfurt an die A14 Magdeburg-Halle-Dresden und (künftig) an die B6n (Nordharzautobahn). Mehrere Landesstraßen sorgen für regionale Verknüpfung. Schiene: Bf. Staßfurt (RE Magdeburg-Erfurt und RB Magdeburg-Aschersleben). Auch im Schienengüterverkehr wird Staßfurt nach wie vor bedient. Die Strecke Staßfurt-Westeregeln wird durch einen privaten Betreiber im Schienengüterverkehr bedient.
Staßfurt ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Staßfurt. Weitere Behörden sind die Zweigstelle Staßfurt des Amtsgericht Aschersleben, das Grundbuchamt des Amtsgericht Aschersleben, das zentrale Mahngericht der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, eine Außenstelle des Landesamtes für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt, das Finanzamt, eine Außenstelle des Landkreises Aschersleben-Staßfurt, die Arbeitsagentur, eine Außenstelle des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation
In Staßfurt befindet sich ein Ortsverband der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW). Es ist der Einzige im Landkreis Aschersleben-Staßfurt. Er umfasst ca. 80 ehrenamtliche Kameraden und besitzt eine ist auf Bergung/Räumen und Beleuchtung von Schadenslagen spezialisiert. Außerdem besitzt er im Rahmen der örtlichen Gefahrenabwehr die Schnell-Eingreif-Gruppe Öl Die Unterkunft des Ortsverbandes befindet sich in der Maybachstraße.
An Bildungseinrichtungen sind in Staßfurt ein Gymnasium (Dr.-Frank-Gymnasium), zwei Sekundarschulen, vier Grundschulen, eine Sonderschule und eine Berufsschule vorhanden. Am nördlichen Rand Staßfurts liegt das ausgedehnte Gelände des Berufsförderungswerks Sachsen-Anhalt.
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