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| Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe | |
|---|---|
| Rektor: | Prof. Erwin Gross |
| Gründungsjahr: | 1854 |
| Ort: | Karlsruhe (Baden-Württemberg) |
| Studiengänge: | |
| Fachbereiche: | |
| immatrikulierte Studenten: | 300 (1. Januar 2005) |
| flächenbez. Studienplätze: | |
| Frauenquote: | |
| Mitarbeiter: | |
| davon wissenschaftliche Mitarbeiter: |
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| Anschrift des Rektorats: | Reinhold-Frank-Straße 67, D-76133 Karlsruhe |
| Website: | Webseite der Akademie |
Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe wurde 1854 als "Maler-Akademie" durch den Prinzregenten, späteren Großherzog Friedrich I. in Karlsruhe gegründet und 1869 durch eine Kunstgewerbeschule erweitert. Als erster Direktor der neu gegründeten Kunstschule wurde Johann Wilhelm Schirmer berufen. Der Tod Schirmers im Jahre 1863 stürzte die Kunstschule in die erste ernste Krise, da viele Karlsruher Maler die Auflösung der Akademie forderten und die für die Akademie aufgewendenden Gelder anderweitig besser investiert sahen. Unter dem Tiermaler Hermann Baisch wird im Studiengarten eine Birkengruppe mit Wasserbecken und Bauernhäuschen für die Freilichtmalerei erstellt. Um das Bild zu vervollständigen, wird eine Kuh erworben, die als Akademie-Kuh in die Geschichte der Akademie eingeht. 1887 hat die Akademie bereits 134 Schüler. Von 1900 bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges steigt die Akademie zu einer der bedeutendsten Kunstakademien in Deutschland auf. Unter dem Namen "Badische Landeskunstschule" fand 1926 der Zusammenschluss beider Schulen statt. Ein fünfköpfiger Senat wählt nun für 3 Jahre den Direktor der Landeskunstschule. Die guten Jahre sind vorbei. In den ersten 1930er Jahren muss gespart werden, dennoch bringt es die Landeskunstschule auf 185 Schüler und 27 Lehrkräfte. 1933 wird der Senat aufgelöst und das Führerprinzip hält Einzug. Neuer Name der Schule ist: Hochschule der Bildenden Künste. Kunst wird zum Politikum und Künstler wie Karl Hubbuch, Georg Scholz, August Babberger, und Wilhelm Schnarrenberger als entartet ihrer Lehrämter enthoben und ihre Werke diffamiert. Nach erheblichen Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges vor allem bei den Luftangriffen von 1942, wurde der Schulbetrieb 1944 eingestellt. Nach dem Krieg begann der Unterricht wieder zu Beginn des Wintersemesters 1947/48 am 23. Oktober 1947 unter dem Namen Akademie der Bildenden Künste. Es wurde zunächst versucht, wieder an die alten Traditionen anzuknüpfen, bis man Anfang der 1960er Jahre einen Richtungswechsel vollzog und Themen der Moderne favorisierte. So kam es zur Karlsruher Ausprägung der "Neuen Figuration". Anfang der 1990er Jahre kam es zu einem Generationswechsel in der Professorenschaft der mit einem erneuten Richtungswechsel verbunden war.
Inhaltsverzeichnis |
Anfang der 1870er Jahre wirkte Steinhauser als Bildhauer, Wilhelm Riefstahl, Karl Gussow und Ferdinand Keller als Maler in der Akademie. Riefstahl der seit 1870 als Professor wirkte, wurde 1875 zum Direktor der Akademie berufen, konnte sich jedoch nicht in die Position einleben und verließ die Akademie bereits 1878 wieder. Ab 1880 wirkte Gustav Schönleber, der Tiermaler Hermann Baisch und der Bildhauer Hermann Volz als Lehrer an der Schule. 1888 wird Kaspar Ritter aus Frankfurt nach Karlsruhe berufen, um die Porträtkunst zu fördern. 1895 kommt Viktor Weishaupt, als Nachfolger von Hermann Baisch. 1895 kommt Graf Leopold von Kalckreuth, der sich jedoch in Opposition zu Ferdinand Keller setzt und 1899 Karlsruhe wieder verlässt, nach dem er sich beim Großherzog nicht durchsetzen konnte. Ebenfalls 1899 wird Hans Thoma neuer Direktor der Schule. Für die Radierklasse kommt mit Thoma Walter Conz und die Künstler Ludwig Schmid-Reutte, Ludwig Dill, Julius Bergmann, Friedrich Fehr. 1903 folgt Wilhelm Trübner. Von 1918 bis 1920 studiert hier Wilhelm Sauter, der 1941 selbst als Lehrer an die Hochschule berufen wird. 1920 wird Albert Haueisen, ein ehemaliger Meisterschüler von Trübner und Thoma, der neue Direktor der Akademie. Nach dem Ersten Weltkrieg befinden sich folgende Künstler im Lehrkörper: August Babberger, Werner Kornhas, Wilhelm Schnarrenberger, Karl Hubbuch, Christoph Voll, Georg Scholz, Ernst Würtenberger, Hartmut Gampp, Hermann Kupferschmid und Schließer. 1933 wird der Maler Hans Adolf Bühler neuer Direktor, der jedoch nach Streitigkeiten bereits 1934 durch den Direktor der Pforzheimer Kunstgewerbeschule Haupt abgelöst wird. Es folgt Prof. Dr. Gehrig aus Kiel, der jedoch bereits nach einem Jahr tödlich verunglückt, dessen Nachfolger erneut Haupt wird. Vorübergehend übernehmen in der Folge Kurt Martin und Otto Laible den Direktorenposten bis 1958 Hans Gaensslen neuer Direktor wird. Als dieser vorzeitig zurück tritt, übernimmt Hans Kindermann das Rektorat mit Prorektor Georg Meistermann. In den Jahren des Wiederaufbaus ist der Lehrkörper vor allem von Wilhelm Schnarrenberger, Walter Herzger, Wilhelm Loth, Erich Loth, Erich Heckel, Willy Huppert, Fritz Klemm, Walter Becker, Karl Hubbuch, Heinrich Klumbies, Herbert Kitzel und Klaus Arnold geprägt. Seit Ende 2000 leitet der Maler Prof. Erwin Gross die Geschicke der Akademie.
Weitere bekannte Professoren:
Einige bekannte Meisterschüler von Karlsruhe sind Emil Wachter, Karl Hofer, Rolf Müller-Landau, Hans Meid, Rudolf Schlichter, Rudolf Epp, Otto Laible, Karl Albiker, Ferdinand Keller, Emil Sutor, Fritz Arend, Werner Höll, Walter Strich-Chapell, Anton Weber und Karl Egler. Weitere bekannte Schüler: Christian Wilhelm Allers, Karl Kluth.
Die Kunstakademie hat ihren Hauptsitz in der Reinhold-Frank-Straße und einen Bildhauergarten in der Bismarckstraße, beide in der Innenstadt von Karlsruhe, Ateliers im Gut Scheibenhardt und Malklassen in Freiburg im Breisgau.
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