Staatliche Graphische Sammlung München

Die Staatliche Graphische Sammlung in München gehört zu den wichtigsten Grafik-Sammlungen der Welt und ist neben den Kupferstichkabinetten von Berlin und Dresden die bedeutendste Einrichtung dieser Art in Deutschland. Sie beherbergt einen Bestand von über 400.000 Blatt aller Epochen der Zeichenkunst und Druckgrafik vom 15. Jh. bis zur Moderne.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Ursprünge der Sammlung gehen auf das 1758 gegründete Kupferstich- und Zeichnungskabinett des Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz im Mannheimer Schloss zurück. 1794 wurde es vor der anrückenden französischen Armee in Sicherheit gebracht und nach München überführt. Während der Säkularisation 1803 konnte der Bestand erheblich vergrößert werden. 1839 wurden erstmals Teile der Sammlung als Kupferstich-Kabinett in der Alten Pinakothek der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 1874 erhielt das Kabinett den Status eines selbstständigen Museums und wurde 1905 in Königliche Graphische Sammlung umbenannt. 1917 Umzug in die Neue Pinakothek, wo die Sammlung bis 1944 untergebracht war. Nach der Zerstörung dieses Baus im 2. Weltkrieg und den dadurch erlittenen Verlusten wurde sie 1949 provisorisch als Staatliche Graphische Sammlung im ehemaligen NSDAP-Verwaltungsgebäude, dem Münchner Haus der Kulturinstitute, untergebracht, wo sie sich noch heute befindet. Der geplante Umzug in einen Neubau wurde 2005 auf unbestimmte Zeit verschoben. 2002 erhielt die Graphische Sammlung eigene Ausstellungsräume in der neu erbauten Pinakothek der Moderne.

Bestand

Die Graphische Sammlung besitzt 350.000 Druckgraphiken und 45.000 Zeichnungen, darunter sind Werke folgender Künstler:

Gebrüder Asam; Georg Baselitz; Max Beckmann; Joseph Beuys; Salvador Dalí; Otto Dix; Albrecht Dürer; Max Ernst; Anselm Feuerbach; Caspar David Friedrich; Vincent van Gogh; El Greco; Matthias Grünewald; Olaf Gulbransson; Ignaz Günther; Jörg Immendorff; Wassily Kandinsky; Paul Klee; Gustav Klimt; Käthe Kollwitz; Roy Lichtenstein; Max Liebermann; René Magritte; Édouard Manet; Andrea Mantegna; Franz Marc; Henri Matisse; Michelangelo; Edvard Munch; Emil Nolde; Albert Oehlen; Claes Oldenburg; Pablo Picasso; Rembrandt; Peter Paul Rubens; Carl Spitzweg; Leonardo da Vinci; Andy Warhol

Abteilungen

Die Graphische Sammlung gliedert sich in fünf Hauptabteilungen:

  • Konserv. für Kunst des 19. Jh.
  • Konserv. für Kunst des 20. Jh.
  • Konserv. für deutsche Kunst
  • Konserv. für niederländische Kunst
  • Konserv. für italienische Kunst

Um die Möglichkeit von öffentlichen Präsentationen und die Instandhaltung der Kunstwerke zu gewährleisten, unterhält die Einrichtung eigene Werkstätten:

Der Bestand der Sammlung, der wegen der Lichtempfindlichkeit der Kunstwerke sonst nur in Wechselausstellungen gezeigt wird, kann in einem Studiensaal eingesehen werden. Für Interessenten werden einzelne Werke reproduziert. Zudem besteht die Möglichkeit, in Privatbesitz befindliche Graphiken in ihrer künstlerischen Bedeutung begutachten zu lassen.

Ausstellungen

Die Ausstellungen der Graphischen Sammlung finden (wenn nicht anders angegeben) in der Pinakothek der Moderne statt.

2005

  • In Europa zu Hause - Niederländer in München um 1600 (Neue Pinakothek)

2006

2007

  • Erwin Pfrang - Ulysses von James Joyce
  • Max Peiffer-Watenphul - Zeichnungen
  • James Bishop - Arbeiten auf Papier

Weblinks

Quelle:
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