| Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte: Keine vollständigen Sätze, vielleicht ist eine vernünftige Liste gar nicht so unangebracht, so jedoch nicht zufriedenstellend... Yellowcard 00:48, 22. Jul. 2007 (CEST) |
Als Staatsfond werden Fonds bezeichnet, deren Kapital sich im Eigentum eines Staats befindet.
Staaten bilden solche Fonds insbesondere aus folgenden Gründen:
1. Um hohe Einnahmen aus Rohstoff-Verkäufen in Zeiten hoher Preise anzulegen, um in Zeiten niedriger Preise für die exportierten Rohstoffe den fehlenden Zustrom an Geldern durch Rückgriff auf die angelegten Reserven auszugleichen. Ein Beispiel ist der Copper SF Chiles mit 3,9 Milliarden Dollar Anlagesumme (2007) zum Ausgleich von Kupfer-Preisschwankungen.
2. Wenn Einnahmen aus Rohstoffverkäufen so groß sind, dass dieses Geld nicht mehr sinnvoll und/oder nicht ohne Schaden für die eigene Volkswirtschaft ausgegeben werden kann.
3. Wenn ein Staat in hohem Maß auf die Einnahmen aus Rohstoffverkäufen angewiesen ist, die Rohstoff-Reserven aber absehbar zur Neige gehen und daher Geld aus diesen Verkäufen angelegt wird, um aus dessen Erträgen künftig den Staatshaushalt zu stützen.
4. Wenn eine stark vom Staat geprägte Wirtschaft, wie z.B. die Chinas, hohe Devisen-Überschüsse erzielt, um diese gewinnbringend anzulegen.
5. Um Renten-Ansprüche und künftige Rentenzahlungen durch Einnahmen aus einem staatlich gebildeten Kapitalstock zu gewährleisten (kapitalgedeckte Rentenversicherung).
6. Um Haushaltsüberschüsse eines Staates gewinnbringend anzulegen.
7. Um strategische Investitionen zu tätigen, z.B. in Rohstoffvorkommen in fremden Staaten, in als zukunftsträchtig eingestufte Industriezweige und Technologien, in Rüstungsbetriebe fremder Staaten etc.
8. Um mit einer abgesonderten Vermögensmasse eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen.
Im Jahr 2007 halten Staaten Fonds in Höhe von ca. 2,3 Billionen Dollar, davon allein China 1,2 Billionen Dollar (Quelle Stephen Jen, Morgan Stanley). Weil es oft um sehr hohe Summen geht, sind Staatsfonds zu mächtigen Mitspielern auf den Finanzmärkten geworden. So hat der norwegische Pensionfonds 40% seines Kapitals in 3.500 Unternehmen angelegt.
Die größten bekannten Einzelfonds sind:
Stand 2007:
In einigen Rechtsordnungen von Staaten ist es ausländischen Staaten verboten in bestimmten Wirtschaftszweigen zu investieren. In einigen Staaten besteht für einige Branchen Genehmigungspflichten. Typische verbotene oder genehmigungspflichtige Bereiche sind die Rüstungsindustrie, Medien und Energieversorgung.
In Deutschland ist nur die Rüstungsbranche durch die Genehmigungspflicht bei Investitionen durch Ausländer überhaupt gesichert.