| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Stade | |
| Koordinaten: | 53° 36′ N, 9° 29′ O | |
| Höhe: | 9 m ü. NN | |
| Fläche: | 110,03 km² | |
| Einwohner: | 46.820 (20. Aug. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 426 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 21680, 21682–21684 (alt: 2160) | |
| Vorwahlen: | 04141, 04146 | |
| Kfz-Kennzeichen: | STD | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 59 038 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hökerstraße 2 21682 Stade |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Andreas Rieckhof (SPD) | |
| Lage der Stadt Stade im Landkreis Stade | ||
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Die Hansestadt Stade ist Kreisstadt des Landkreises Stade in Niedersachsen, zwischen Cuxhaven und Hamburg.
Inhaltsverzeichnis |
Stade liegt am Fluss Schwinge zwischen dem Alten Land und Kehdingen, unweit der Unterelbe. Die umgebende Landschaft ist überwiegend flaches Marschland. Die Stadt liegt auf einem in diese Landschaft hineinragenden Geestsporn, der sich bis zu 14 Meter (Spiegelberg, möglicher Standort der vermuteten ehemaligen Burg) über die Marsch erhebt.
Stade besteht neben dem eigentlichen Stadtgebiet aus den vier Ortschaften Bützfleth (mit Bützflethermoor), Haddorf, Hagen und Wiepenkathen. Sie verfügen im Gegensatz zu anderen Teilen der Stadt über eigene kommunale Vertretungsorgane.
Das historische Zentrum befindet sich innerhalb der ehemaligen Wallanlagen, umgeben vom Burggraben, auf der Schwingeinsel. Im Zuge der Umwidmung der Stadtbefestigung zu Grünanlagen wuchs die Stadt Ende des 19. Jahrhunderts an den Ausgangsstraßen. Es entstand zum Beispiel der Stadtteil Kehdingertors Vorstadt im Norden, die Schiffertors Vorstadt sowie in den 1960er Jahren das Altländer Viertel im Osten. Die Stadtteile Campe, Klein Thun, Groß Thun im Süden, Hahle im Südwesten und der Hohenwedel im Westen gehen auf ehemalige bäuerliche Dörfer zurück, an welche die Stadt Stade heranwuchs. Sie sind heute belebte Wohnvororte unterschiedlicher Prägung. Der Stadtteil Ottenbeck entstand seit Ende der 1990er Jahre auf dem Gelände der ehemaligen Stader Von-Goeben-Kaserne.
Stade ist möglicherweise die älteste Stadt Norddeutschlands. Die ersten Siedler kamen bereits 1000 Jahre v. Chr. in die Gegend um Stade. Im 8. Jahrhundert v. Chr. entstand dann eine richtige Siedlung mit Hafen. Im Jahre 994 wurde die Siedlung von den Wikingern geplündert und Stade wurde das erste Mal erwähnt (Stethu). Nach dem Aussterben der Grafen von Stade (Udonen) fiel Stade an Heinrich den Löwen. Nach dessen Entmachtung 1180 war es zwischen dem Erzbistum Bremen und den Welfen umstritten – was die Stadt für ihre Zwecke auszunutzen wusste. 1209 verlieh Kaiser Otto IV. Stade das Stadtrecht, das Bremen 1259 bestätigte – zusammen mit dem Stapelrecht und der Befreiung von der Heerfahrt. Stade wurde Mitbegründerin der Hanse. 1279 gab sich der Bürgerrat eine eigene Verfassung, die sogenannten Stader Statuten. Ab 1361 besaß Stade das Recht, Bündnisse zu schließen und damit zwar nicht rechtlich, aber faktisch den Status einer Freien Reichsstadt. Seine Blütezeit reichte bis in den Dreißigjährigen Krieg hinein. 1628 eroberte Tilly die Stadt, kurz darauf eroberten es die Schweden (bis 1636). Nach einer dänischen Besatzung eroberten die Schweden sie endgültig 1643 und erhielten sie zusammen mit dem Erzbistum Bremen im Westfälischen Frieden auch offiziell zugesprochen. Beim großen Stadtbrand am 26. Mai 1659 brannten zwei Drittel der Stadt nieder. Die Stadt wurde mit unverändertem Grundriss wieder aufgebaut. Die schwedische Herrschaft endete 1712; nachdem Stade kurz zum Königreich von Dänemark gehörte, wurde es (nach dänischer Belagerung) ab 1715 ein Teil des Kurfürstentums Hannover. Bis zur Bezirksreform 1978 war Stade in Nachfolge der als preußische Regierung fungierenden Landdrostei Stade Sitz eines niedersächsischen Regierungsbezirks. Auch als Garnisonsstadt hatte Stade seit der Schwedenzeit erhebliche Bedeutung.
Am 28. Mai 1984 stürzt ein Kampfflugzeug der Bundeswehr vom Typ F-104 Starfighter auf ein zwischen Stadermoor und Groß Sterneberg gelegenes Wohnhaus. Aus dem in Brand geratenen Haus wurden eine Frau tot und vier weitere Personen schwer verletzt geborgen, von denen zwei weitere kurz darauf verstarben. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten.
Die aus dem Fliegerhorst Stade hervorgegangene von-Goeben-Kaserne wurde 1994 aufgelöst. Beide Institutionen, Bezirksregierung und Militär, prägten das soziale Leben Stades als Verwaltungs- und Garnisonsstadt bis zur Ansiedlung der Großindustrie Anfang der 1970er Jahre sehr.
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1990 | 45.9911 |
| 1991 | 46.7721 |
| 1992 | 44.755 |
| 1993 | 45.387 |
| 1994 | 45.642 |
| 1995 | 46.109 |
| 1996 | 46.057 |
| 1997 | 45.925 |
| 1998 | 45.755 |
| 1999 | 45.773 |
| 2000 | 45.727 |
| 2001 | 45.984 |
| 2002 | 46.068 |
| 2003 | 46.291 |
| 2004 | 46.532 |
| 2005 | 46.778 |
| 2006 | 46.820 |
1 mit NW (keine andere Statistik vorhanden)
| Tiefstwert | Höchstwert |
Da auf der einen Seite CDU, FDP und Wählergemeinschaft, andererseits SPD und Grüne ihre Kooperation im Rat in Aussicht gestellt haben, ergibt sich ein Stimmverhältnis von 21:20, so dass unter Einbeziehung der Stimme des Bürgermeisters (SPD) letztlich eine Pattsituation entstehen kann.
Bei der Kommunalwahl am 10. September 2006 (Stichwahl am 24. September 2006) wurde mit Andreas Rieckhof (SPD) erstmals ein hauptamtlicher Bürgermeister in Stade gewählt, der neben repräsentativen Aufgaben auch die Leitung der Stadtverwaltung wahrnimmt.
Das Wappen der Stadt Stade zeigt einen Wappenschild mit dem aufwärts gerichteten Petrusschlüssel der Bischöfe von Bremen auf blauem Grund und ist durch Münzfunde seit dem 13. Jahrhundert nachgewiesen. Im 19. Jahrhundert wurden flankierend zwei Greife sowie das Spruchband mit den Buchstaben S.P.Q.ST. (Senatus Populusque Stadensis, lateinisch für „Der Stadtrat und die Bürger von Stade“) hinzugefügt.
In der Nähe von Stade überqueren die zwei Hochspannungsleitungen Elbekreuzung 1 und Elbekreuzung 2 die Elbe.
Am Sande, in der Innenstadt, ist der Bau eines Einkaufszentrums geplant. Dieses Vorhaben ist seit einiger Zeit in der Stadt ein wichtiges Thema, ebenso wie die Errichtung eines Wellness-Hotels in Innenstadtnähe. In den nächsten Jahren soll die Stadt an die Bundesautobahn 26 angebunden werden; sie wird an der Elbe entlang von Hamburg über Stade nach Drochtersen gebaut und wird dort per Autobahnkreuz in die Bundesautobahn 20 münden, die in Richtung Westen zum Wesertunnel und in Richtung Osten durch den geplanten Elbtunnel bei Drochtersen nach Schleswig-Holstein verlaufen wird.
In der Stader Altstadt sind neben historischen Bauten und vielen Sehenswürdigkeiten auch einige Kunstwerke zu bewundern.
In Stade gibt es über 3.500 Betriebe, in denen mehr als 23.000 Menschen arbeiten. Im Industriegebiet Stade-Bützfleth an der Elbe sind über 2.300 Menschen in den Betrieben von DOW Deutschland, Aluminium Oxid Stade GmbH und im Kernkraftwerk Stade, das rückgebaut wird, beschäftigt. Im Gewerbegebiet Süd arbeiten über 2.000 Beschäftigte im Airbus-Werk Stade.
Die Stadt Stade hat 2001 gemeinsam mit dem Landkreis Stade die Elbe Kliniken Stade-Buxtehude GmbH gegründet. Darin sind das frühere städtische Krankenhaus Stade und das ehemalige Kreiskrankenhaus Buxtehude vereinigt. Die gemeinsame Bettenzahl erreicht 836, wobei 266 auf Buxtehude und 570 auf Stade entfallen [1]. Es sind in Stade unter anderem die Fachbereiche
vertreten. Im Jahre 2004 wurden in Stade alleine 18.889 Patienten stationär und weitere 46.972 ambulant behandelt [1].
Innerhalb der Stadt gibt es zwei allgemeinbildende Gymnasien, das Athenaeum und das Vincent-Lübeck-Gymnasium, sowie vier Fachgymnasien an den Berufsbildenden Schulen (Fachrichtungen: Informationstechnik, Ökotrophologie, Sozialpädagogik und Wirtschaft). Neben zwei Realschulen, der Realschule Camper Höhe und der Realschule Hohenwedel, verfügt Stade über zahlreiche Grund- und Hauptschulen, mehrere Sonderschulen sowie eine Waldorfschule und eine Volkshochschule.
Das berufsbildende Schulwesen ist mit drei Schulen vertreten: BBS I – Jobelmann-Schule (gewerbliche, technische und pädagogische Fachrichtungen), BBS II – Handelslehranstalt (kaufmännische Fachrichtungen) und BBS III (landwirtschaftlich-gärtnerische und hauswirtschaftliche Fachrichtungen).
Zum Teil überregionale Bedeutung haben die in Stade ansässigen Studien- bzw. Ausbildungsseminare sämtlicher Lehrämter, denen das Carl-Diercke-Haus zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben zur Verfügung steht.
Seit 2006 ist Stade Sitz der Privaten Fachhochschule Göttingen. Hier können erstmalig in Europa Bachelor- und Masterabschlüsse in der Fachrichtung Verbundwerkstoffe/Composites erworben werden.
Das Kernkraftwerk Stade (KKS) wurde 1972 in Betrieb genommen. Ab 1984 wurde dann Fernwärme an eine benachbarte Salinenanlage abgegeben (erstmalig für ein Kernkraftwerk in Deutschland). Die Saline wurde im Juni 2003 geschlossen, was vermutlich mit der Schließung des Kernkraftwerks zusammenhängt. Die Abschaltung erfolgte durch die Betreibergesellschaft aus wirtschaftlichen Gründen am 14. November 2003. Die elektrische Nettoleistung betrug vor der Stilllegung 630 Megawatt. Das Kraftwerk befindet sich zurzeit im Rückbau, welcher ca. im Jahre 2014 abgeschlossen sein soll.
Früher befand sich in der Nähe von Stade noch das Kraftwerk Schilling, ein ölbefeuertes Wärmekraftwerk. Zurzeit ist ein neues Kohlekraftwerk an der Elbe in Planung. In der Nähe befinden sich die Kernkraftwerke Brokdorf, Brunsbüttel und Geesthacht
Zurzeit ist Stade vor allem durch die Bundesstraße 73 und die Bundesstraße 74 an das Fernverkehrsnetz angebunden. Die B 73 soll mittelfristig durch die A 26 (im Bau) entlastet werden. Durch den Ausbau der Küstenautobahn A 20 bzw. A 22 sollen weiter große Firmen an den Industriestandort Stade gelockt werden, sowie die Unfallzahlen mit überdurchschnittlich hohen Verkehrstoten gesenkt werden. Im Jahr 2006 (bis 30.11) starben im Landkreis allein durch Verkehrsunfälle 34 Personen, damit liegt der Landkreis leider wieder auf Platz 1 der gefährlichsten Straßen (gefolgt von der B 12 bei Passau)
An Bahnverbindungen ist in erster Linie die Regionalbahnstrecke Hamburg–Cuxhaven (KBS 121, Unterelbebahn) zu nennen, die vor allem für den Pendlerverkehr von und nach Hamburg erhebliche Bedeutung hat. Nachdem der Landkreis Stade bereits seit 2004 dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) angeschlossen ist, wird gegenwärtig die Linie S3 der S-Bahn Hamburg bis nach Stade verlängert. Ihre Eröffnung ist für den 8. Dezember 2007 vorgesehen. Zum selben Zeitpunkt wird der Regionalverkehr Hamburg-Stade-Cuxhaven von der Deutschen Bahn AG an die metronom Eisenbahngesllschaft mbH übergehen.
Lediglich dem Güter- und Ausflugverkehr (Moorexpress) dient eine Nebenbahn nach Bremervörde. Die schmalspurige Kehdinger Kreisbahn von Stade nach Itzwörden wurde bereits 1936 stillgelegt und demontiert.
Stade besitzt den Hafen Stade-Bützfleth als Seehafen. Der Hafen ist 60 sm von der Nordsee entfernt (gemessen bis Elbe 1). Der Hafen kann Schiffe mit einer Länge von bis zu 270 m und 14 m Tiefgang abfertigen. Der Tidenhub beträgt 3,1 m.
In diesem Hafen wird vor allem der Umschlag für das Aluminiumwerk und das Chemiewerk abgewickelt, die beide auch einzelne Kais im Hafen betreiben.
In der Stadt selbst gibt es noch den für seinen pittoresken Charme berühmten historischen „Alten Hansehafen“ am Fischmarkt. Da dieser durch eine Straße von der Schwinge abgeschnitten wurde, gibt es zum Dritten den neueren Stadthafen, der besonders während des Sommerhalbjahrs gerne von Freizeitskippern zur Übernachtung genutzt wird.
| Wikinews: Stade – Nachrichten |
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