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| DPD-Tribüne (2006) | |
| Daten | |
|---|---|
| Ort | Mainz, Deutschland |
| Eigentümer | 1. FSV Mainz 05 |
| Verein | 1. FSV Mainz 05 |
| Eröffnung | 1929 |
| Kapazität | 20.300 Plätze |
| Renovierungen | 1947, 1951, 1953, 1965, 1981, 1997, 2002 |
| Adresse | Dr.-Martin-Luther-King-Weg 55122 Mainz |
| Veranstaltungen | |
Fußball:
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Das Stadion am Bruchweg ist ein Fußballstadion in Mainz. In dem Stadion spielen die Bundesliga- und die Oberligamannschaft des Mainzer Fußballvereins 1. FSV Mainz 05.
Inhaltsverzeichnis |
Das ursprünglich städtische Stadion am Bruchweg wurde 1929 am Bretzenheimer Bruchweg (heute Dr.-Martin-Luther-King-Weg und Albert-Schweitzer-Straße) eröffnet. Von der damaligen Bausubstanz, bestehend aus einer 80 Meter breiten unüberdachten Tribüne, einem Hartplatz und einer Aschenbahn, existiert nichts mehr.
Nach dem Verlust des vereinseigenen Stadions Fort Bingen wechselte der mit dem Reichsbahn-SV Mainz zum Reichsbahn-SV 05 fusionierte 1. Mainzer FSV 05 ins 500 Meter nördlich gelegene und zwischenzeitlich zu Herbert-Norkus-Stadion umbenannte Stadion am Bruchweg. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Stadion zwei Jahre nicht bespielbar. Im Februar 1947 kehrte der wiedergegründete Verein an den Bruchweg zurück.
1951 wurde aus Trümmerschutt, darunter Fragmenten römischer Grabsteine, die in Teilen bis ins 21. Jahrhundert bestehende siebenstufige Stehterrasse errichtet. Das Fassungsvermögen des Stadions stieg dadurch auf 20.000 Plätze. Bei der 1:4-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern am 12. April 1953 war das ausgebaute Stadion erstmals ausverkauft. 1953 bekam das Stadion am Bruchweg erstmals einen Rasenplatz.
Die nächsten beiden Umbaumaßnahmen waren die Überdachungen der Haupttribüne (1965) und der Gegengeraden (1981).
Beim Freundschaftsspiel gegen Borussia Mönchengladbach im Sommer 1995 wurde die Flutlichtanlage eingeweiht. Wenig später bekam das Stadion erstmals eine elektronische Anzeigetafel.
Anlässlich der großen Aufstiegschancen 1997 wurden anstelle der alten Kurven zwei Stahlrohrtribünen hinter den Toren errichtet. Aus dem gleichen Grund wurden 2002 die Haupttribüne und die Gegengerade abgerissen. Eine moderne Tribüne, die u.a. Mannschaftskabinen und den VIP-Raum beherbergt, sowie eine weitere Stahlrohrtribüne mit Sitz- und Stehplätzen wurden errichtet.
Nach dem Bundesligaaufstieg 2004 wurden neben der Haupttribüne zwei weitere unüberdachte provisorische Zusatztribünen mit jeweils 800 Plätzen erbaut. Darüber hinaus wurden die Stadionecken neben der Gegengeraden mit Lärmschutzwänden geschlossen.
Die größte dokumentierte Zuschauerzahl beträgt 24.000 (DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den 1.FC Nürnberg am 27. Februar 1965). Für diese Partie wurde eigens eine Zusatztribüne errichtet. Da das Stadion seither nie mehr als 20.300 Zuschauer fasste, ist dieser Rekord derzeit unangreiflich.
Das Stadion am Bruchweg setzt sich derzeit aus sechs Tribünen zusammen:
Die DBV-Winterthur-Tribüne ist die einzige feste Tribüne am Bruchweg. Der Rohbau der Betonkonstruktion wurde nach dem Abriss der alten Haupttribüne von 1929 von Mai bis August 2002 unter der Leitung des Architekten Folker Fiebiger (Kaiserslautern) errichtet und im Herbst des Jahres überdacht. Seitdem werden die Räumlichkeiten in der Tribüne ausgebaut. Der ursprünglich 100 Meter breit geplante, aber aus finanziellen Gründen nur 80 Meter breit konstruierte Bau beherbergt im Erdgeschoss mehrere Mannschaftskabinen, eine Sporthalle sowie den Presseraum und darüber den zweigeschossigen VIP-Raum, Toiletten, Einsatzräume der Polizei und mehrere Logen. Unter dem freitragenden Dach befinden sich 3.500 Sitzschalen.
Seit Mai 2005 trägt die Tribüne den Namen des Mainzer Hauptsponsors DBV Winterthur.
Ebenfalls in der Sommerpause 2002 wurde die alte Gegengerade durch eine moderne überdachte Stahlrohrkonstruktion ersetzt, welche bis zum Rückzug des langjährigen Kooperationspartners des FSV Mainz 05 den Namen "Oddset-Tribüne" trug. Mit Beginn der Saison 2006/2007 hat der rheinland-pfälzische Erstligist das Unternehmen Orgentec diagnostica als Namenspatron für die Tribüne gefunden. Über festen Catering-Räumen und Toilettenanlagen finden auf der ersten Tribüne an der Ostseite des Stadions insgesamt 5.100 Zuschauer Platz. Im oberen Bereich der Tribüne befinden sich 1.800 Sitzschalen, darunter 3.300 Stehplätze. Im rechten Bereich der Orgentec-Tribüne befindet sich der Gästeblock mit 600 Sitzplätzen und 1.300 Stehplätzen.
Die Telco-Tribüne ist zusammen mit der gegenüberliegenden DPD-Tribüne der älteste Bereich des derzeitigen Stadions. Die überdachte Stahlrohrkonstruktion wurde in der Sommerpause 1997 anstelle der Südkurve errichtet. Zuvor stand bereits eine provisorische Tribüne wenige Monate lang am gleichen Ort. Die Telco-Tribüne bietet 6.600 überdachte Stehplätze und beherbergt unter anderem die beiden Hauptfanblöcke der Mainzer. Durch den Stadionausbau im Sommer 2002 steht die Tribüne nicht mehr mittig an der Stirnseite des Spielfelds.
Seit Juli 2005 trägt die Tribüne den Namen des Telefonanbieters Telco.
Die DPD-Tribüne wurde zeitgleich mit der gegenüberliegenden Telco-Tribüne im Sommer 1997 anstelle der Nordkurve errichtet. 3.300 Fans finden auf dieser überdachten Stahlrohrkonstruktion ihre Sitzplätze.
Seit Januar 2005 trägt die Tribüne den Namen des Logistikunternehmens DPD.
Die beiden Molitor-Tribünen sind die jüngste Erweiterung des Stadions am Bruchweg. Die beiden unüberdachten Behelfskonstruktionen wurden nach dem Aufstieg in die Bundesliga 2004 errichtet und zum zweiten (Süd) und dritten (Nord) Heimspiel der Mainzer freigegeben. Jede Tribüne bietet 800 Sitzplätze.
Seit Juli 2005 tragen die Tribünen den Namen der Immobilienfirma Molitor.
Da der 1. FSV Mainz 05 für die Saison 2004/2005 rund 14.600 Dauerkarten verkauft hat, gehen lediglich rund 3.000 Eintrittskarten in den freien Verkauf.
Zusätzlich zu den Spielen des FSV Mainz 05 fanden im Stadion am Bruchweg mehrere Juniorenländerspiele statt, darunter drei Partien der U21-Europameisterschaft im Sommer 2004. 2003 und 2004 wurden die Ligapokal-Endspiele im Stadion am Bruchweg ausgetragen. In den 90er Jahren fanden darüber hinaus die Freundschaftsspiele FC Bayern München - AC Mailand und 1. FC Kaiserslautern - Inter Mailand am Bruchweg statt.
Um wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben, wird der 1. FSV Mainz 05 in den nächsten Jahren ein neues Stadion bauen. Da die vom Verein favorisierte Lösung, einen Neubau direkt hinter dem jetzigen Stadion zu errichten, am Lärmschutz scheitern würde, wird die neue Spielstätte am Europakreisel (rund zwei Kilometer westlich) entstehen. Sie soll rund 35.000 Zuschauer fassen und ab der Saison 2009/10 das Heimstadion der 05er sein.
Das Stadion am Bruchweg würde auf jeden Fall als Spielstätte des 1. FSV Mainz 05 II und der Junioren sowie als Standort der derzeit gegenüber dem Stadion beheimateten Geschäftsstelle bestehen bleiben.
Allianz Arena (TSV 1860 München) | Badenova-Stadion (SC Freiburg) | Stadion am Bieberer Berg (Kickers Offenbach) | Stadion im Borussia-Park (Bor. Mönchengladbach) | Brita-Arena (SV Wehen-Wiesbaden) | Bruchwegstadion (FSV Mainz) | Commerzbank-Arena (SV Wehen-Wiesbaden, Ausweichstätte) | Ernst-Abbe-Sportfeld (FC Carl Zeiss Jena) | Erzgebirgsstadion (FC Erzgebirge Aue) | Fritz-Walter-Stadion (1. FC Kaiserslautern) | Hermann-Löns-Stadion (SC Paderborn 07) | Dietmar-Hopp-Stadion (TSG Hoffenheim) | Millerntor (1. FC St. Pauli) | Stadion Oberwerth (TuS Koblenz) | Osnatel-Arena (VfL Osnabrück) | Playmobil-Stadion (SpVgg Greuther Fürth) | RheinEnergieStadion (1. FC Köln) | Rosenaustadion (FC Augsburg) | Tivoli (Alemannia Aachen)