| Stadler GTW | |
|---|---|
| Technische Daten | |
| Anzahl | 390 (laut Stadler) |
| Hersteller | Stadler Rail |
| Baujahre | |
| Achsformel | 2'+Bo+2' (GTW 2/6); 2'+Bo+2'+2' (GTW 2/8); 2'+Bo+0+Bo+2' (GTW 4/8); 2'+Bo+2'+2'+Bo+2' (GTW 4/12) |
| Spurweite | 1.435 mm oder 1.000 mm |
| Leergewicht | 37-62 t (GTW 2/6); ca. 72,4 t (GTW 2/8) |
| Länge über Wagenkasten | abhängig von Kopfdesign und Kupplung 30-39 m (GTW 2/6); ca. 53 m (GTW 2/8) |
| Breite | wählbar 2,2 m, 2,7 m, 3 m oder 3,1 m |
| Höchstgeschwindigkeit | 115-140 km/h (je nach Leistung und Gewicht) |
| Antrieb | elektrisch oder dieselelektrisch |
| Leistung | ab 550 kW, je nach Modulen; theoretisch möglich bis 2.200 kW |
| Anfahrzugkraft | 77 kN (GTW 2/8 mit 760 kW Leistung) |
| Treibraddurchmesser | 860 mm |
| Laufraddurchmesser | 680 mm |
| Radsatzstand | 2,1 m / 1,9 m |
| Mehrfachtraktion | bis zu vier Fahrzeuge |
| Einstiegshöhe | variabel; 400 mm, 585 mm |
| Sitzplätze | 97-138 (GTW 2/6); 158 (GTW 2/8) |
| Stehplätze | z. B. 118 (GTW 2/8) |
Der GTW der Firma Stadler Rail ist einer der meistverkauften Schienenpersonennahverkehrs-Triebwagen in Europa. Die Abkürzung GTW steht für Gelenktriebwagen.
Inhaltsverzeichnis |
GTW ist eigentlich eine ganze Fahrzeugfamilie, die sich nicht nur äußerlich in verschiedenen Kopfdesigns von eckig bis stromlinienförmig unterscheidet und in verschiedenen Zusammenstellungen und Antriebsvarianten lieferbar ist, sondern auch in verschiedenen Spurweiten, sowie als Zahnradbahnfahrzeug. Die Grundversion ist der GTW 2/6, ein UIC-konformes Vollbahnfahrzeug. 2/6 heißt 2 von 6 Achsen angetrieben. Der GTW 2/6 wird von der Deutschen Bahn als Baureihe 646 geführt.
Das Grundkonzept ist hierbei eher unkonventionell: Ein mittiges „Antriebsmodul“, auch „Antriebscontainer“ genannt, an seinen beiden Achsen angetrieben, bewegt das Fahrzeug. Zwei leicht gebaute Endmodule mit je einem Drehgestell stützen sich auf das Antriebsmodul auf, was ein günstiges Traktionsgewicht auf den Antriebsachsen bewirkt. Es ergibt sich auch eine sehr gute Raumausnutzung der Endmodule, allerdings ist das Fahrzeug durch das Antriebsmodul in zwei Hälften geteilt. Der Gang durch den Antriebscontainer ist nicht barrierefrei passierbar. Die Endmodule sind mit herkömmlicher Zug- und Stoßvorrichtung oder mit Mittelpufferkupplung lieferbar; außer über den Drehgestellen und an den aufgestützten Enden sind sie niederflurig ausgeführt (über 65% Niederfluranteil). Alle von einem modernen Nahverkehrswagen erwarteten Komfortmerkmale wie Klimaanlage, Mehrzweckraum, Vakuum-Toilette (in behindertengerechtem Waschraum), Fahrgastinformationssystem etc. sind vorgesehen.
Es sind dieselelektrische Antriebsmodule mit 550 kW oder (seit 2003) mit 2x375 = 750 kW Leistung erhältlich, außerdem elektrische Antriebsmodule mit 600 kW bis 1100 kW Leistung. Alle Antriebsmodule bestehen aus IGBT-Pulswechselrichtern. Als spezielle Eigenschaft sind die Hilfsbetriebe im Hauptumrichter integriert. Die Umrichteranlage stammt von ABB und wird am Standort Turgi gefertigt.
Durch Einfügen eines Mittelwagens (ebenfalls nur mit einem Drehgestell) auf einer Seite des Antriebsmoduls kann der GTW 2/6 zum GTW 2/8 ausgebaut werden. Statt des Mittelwagens kann aber auch ein weiteres Antriebsmodul eingefügt werden. Zwischen den beiden Modulen werden dann entweder eine achslose Fahrgastzelle (GTW 4/8) oder zwei Mittelwagen eingehängt (GTW 4/12). Für betriebliche Flexibilität können bis zu vier GTW gleicher Bauart in Mehrfachtraktion gefahren oder ein antriebsloser Steuerwagen (Achsformel 2'2') angekuppelt werden, der einem Endwagen nahezu gleicht.
Die durch die DB und die HLB eingesetzten GTWs wurden als Lizenzbau von Bombardier (Endwagen) und ADtranz (Antriebsteil) gefertigt.
|
GTW der Thurbo |
Be 2/6 5011 Aare Seeland mobil ex BTI |
||
|
GTW 2/6 der Elektrische Tatrabahn |
GTW 2/6 der Arriva auf Testfahrt |
GTW der River Line |
| Commons: Stadler GTW – Bilder, Videos und Audiodateien |
Oldenburg · Preußen · Sachsen · Württemberg · DRG/DRB · DB · DR · Deutsche Bahn AG