Die Zentralbibliothek der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, gegründet 1907 unter dem Namen „Wilhelm-Auguste-Viktoria-Bücherei der Stadt Dortmund“, befindet sich heute zentral gelegen in der Dortmunder Innenstadt, direkt gegenüber dem Hauptbahnhof. Das Gebäude wurde von dem Architekten Mario Botta aus Lugano in der Schweiz entworfen und im Mai 1999 bezogen.
Mit einem Bestand von ca. 1 Million Medien, davon 300.000 im Freihand- und 700.000 im Magazinbestand, gehört sie zu den großen öffentlichen Bibliotheken in städtischer Trägerschaft. Ebenfalls zur Stadt- und Landesbibliothek Dortmund gehören die 10 Stadtteilbibliotheken die sich über das Dortmunder Stadtgebiet verteilen. Innerhalb der Zentralbibliothek gibt es neben dem üblichen Bibliotheksangebot Abteilungen die verschiedene Spezialaufgaben übernehmen, bzw. spezielle Bestände betreuen. Dazu gehören die Dortmunder Autorendokumentation (DAD), die Handschriftenabteilung, die Artothek und der mobile Bibliotheksdienst. Außerdem befindet sich im Gebäude der Zentralbibliothek das Institut für Zeitungsforschung. Darüber hinaus nimmt die Stadt und Landesbibliothek eine exponierte Stellung im Bereich der elektronischen Ressourcen und der digitalen Bibliothek (DigiBib) ein.
Ihr Bibliothekssigel ist 60. Ihre ISIL ist "DE-60".
Mit dem Eintritt von Erich Schulz als erstem Direktor wird 1907 die „Wilhelm-Auguste-Viktoria-Bücherei“ als Einheitsbibliothek (Kombination aus Volksbücherei und wissenschaftlicher Bibliothek) der Stadt Dortmund gegründet. Am 16. Mai 1908 eröffnet die Bibliothek im Neubau am Marktplatz neben dem Rathaus. Zur Eröffnung hat die Bibliothek einen Bestand von 22.000 Bänden. 1911 erhält die Bibliothek den Untertitel „Stadtbibliothek“, dieser wird ab 1919 alleinige offizielle Bezeichnung. Ab 1920 erfolgt ein verstärkter Funktionswandel von der Einheitsbibliothek hin zur wissenschaftlich orientierten Bibliothek. 1926 wird das Westfälisch-Niederrheinische Institut für Zeitungsforschung unter Leitung von Erich Schulz gegründet. 1932 erhält die Bibliothek den Ehrentitel „Landesbibliothek“ und nennt sich fortan „Stadt- und Landesbibliothek“. 1940 verselbständigen sich die Städtischen Volksbüchereien, 1952 das Institut für Zeitungsforschung. 1958 wird das neue „Haus der Bibliotheken“, in dem die Stadt- und Landesbibliothek, die Städtischen Volksbüchereien sowie das Institut für Zeitungsforschung untergebracht sind, eröffnet. Das Gebäude befand sich in der Innenstadt zwischen Alter Markt und Wißstraße. 1988 werden Stadt- und Landesbibliothek und die Städtischen Volksbüchereien zusammengeschlossen. 1999 zieht die Bibliothek in das neue Gebäude gegenüber dem Dortmund Hauptbahnhof.
Die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund stellt den Zugriff zu zahlreichen Fachdatenbanken kostenlos für ihre Kunden zur Verfügung. Hierbei werden die unterschiedlichsten Bereiche abgedeckt wie z.B. Recht (Beck-Online), Wirtschaft (Business Source Elite; WISO Plus), Pädagogik (FIS Bildung), Psychologie (Psyndex), Literatur (Kindler Literaturlexikon Online) u.v.m. In einigen Fällen handelt sich dabei um Volltextdatenbanken, bei denen die Artikel direkt eingesehen oder ausgedruckt werden können. Der andere Bereich umfasst die bibliographischen Datenbanken. Die hier entsprechend nachgewiesenen Titel können dann, bspw. in der DigiBib, recherchiert und, soweit sie nicht am Ort vorhanden sind, online bestellt werden. Ebenfalls bei den Fachdatenbanken befinden sich die Pressearchive. Hier ist es möglich in den Archiven großer, überregionaler Tageszeitungen nach Artikeln zu recherchieren. Neben den deutschen Zeitungen stehen auch englische, französische, spanische oder amerikanische Zeitungen zur Verfügung.
Die DigiBib Literatursuchmaschine ist ein Instrument zur Recherche und Online-Bestellung von Literatur. Es handelt sich hierbei um eine Metasuchmaschine mit der sowohl alle Kataloge der deutschen Bibliotheksverbünde , sowie ausgewählte Kataloge von Bibliotheken im Ausland (Library of Congress, Bibliothek der Europäischen Kommission, Bibliothek der Universität von Hong Kong, u.a), als auch verschiedene Literaturdatenbanken durchsucht werden können. Die Quellen in denen nach Literatur recherchiert werden kann, sind individuell für jede neue Recherche zusammenzustellen. Für die Recherche nach Büchern sind hierbei die verschiedenen Kataloge auszuwählen (Dortmunder Kataloge, deutsche Verbundkataloge), wenn es um die Suche nach Aufsätzen aus Fachzeitschriften geht, müssen die entsprechenden Literaturdatenbanken ausgewählt werden. Der Zugriff auf die DigiBib erfolgt entweder direkt von Rechnern in der Stadt- und Landesbibliothek oder über deren Homepage auch von zu Hause aus. Somit ist es möglich rund um die Uhr nach Literatur zu recherchieren. Artikel oder Bücher die hier gefunden werden, aber nicht in der Stadt- und Landesbibliothek selbst verfügbar sind, können per Fernleihe bestellt werden. Artikel können in der Regel online zum Download bereitgestellt werden, bestellte Bücher können in der Bibliothek abgeholt werden.
Die Dortmunder Autorendokumentation (DAD) sammelt seit 50 Jahren Rezensionen zu Autoren und ihren Werken.
Es werden laufend mehr als 40 deutschsprachige Tages- und Wochenzeitungen sowie Zeitschriften ausgewertet. Erschlossen wird der Bestand der Zeitungsausschnitte durch einen Autorenkatalog. Berücksichtigt sind in- und ausländische Schriftsteller, sofern ihre Werke in deutscher Übersetzung vorliegen.
Die Autorendokumentation umfasst mittlerweile: - 2 Millionen Zeitungsausschnitte - in mehr als 17 000 Mappen - von über 25 000 Autoren.
Die Autorendokumentation kann folgendermaßen genutzt werden:
Die bis Ende 2003 ebenfalls gesammelten Berichte zur Literaturwissenschaft wurden inzwischen an das Seminar für Deutsche Philologie der Georg-August-Universität Göttingen abgegeben.
In der Handschriftenabteilung werden Nachlässe, Handschriften, Frühdrucke, Bildnisse und Briefe (Autographe) erschlossen und betreut. Der Bestand umfasst:
Bedeutende Nachlässe oder Teilnachlässe sind etwa die von Julius Hart, Ludwig Bäte oder Ferdinand Freiligrath. Zur Handschriftenabteilung gehört auch das Nelly-Sachs-Archiv, in dem die gedruckten und handschriftlichen Dokumente der Träger des Kulturpreises der Stadt Dortmund (Nelly-Sachs-Preis) aufbewahrt werden.
Hier haben umfangreiche Nachschlagewerke und Informationsmittel zum Thema Recht ihren Platz. Die Sammlung der Rechtswissenschaftlichen Literatur umfasst Loseblattsammlungen, juristische Kommentare, Amtsblätter und Bibliographien. Der Präsenzbestand umfasst ca. 3500 Bände und ist über ein Verzeichnis erschlossen und recherchierbar.
Hier können Graphiken, Aquarelle, Skulpturen und Zeichnungen für ein Vierteljahr für die eigene Wohnung ausgeliehen werden. Angebot der Artothek insgesamt:
Der Mobile Bibliotheksdienst ist eine von Zivildienstleistenden betriebene Sonderabteilung der Stadt- und Landesbibliothek. Hiermit können Personen die aus Krankheits- oder Altersgründen die Bibliothek nicht selbst aufsuchen können, mit Literatur versorgt werden
Mit den 10 Stadtteilbibliotheken wir die Literaturversorgung in den Dortmunder Stadtteilen sichergestellt. Über den internen Leihverkehr ist es auch möglich Bücher aus einer anderen Stadtteilbibliothek sowie aus der Zentralbibliothek auszuleihen. Auch die Nutzung der DigiBib ist hier möglich.
Die Bibliotheken befinden sich in den Stadtteilen: Aplerbeck, Brackel, Dorstfeld, Eving, Hörde, Hombruch, Huckarde, Lütgendortmund, Mengede, Scharnhorst
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Adelung-1793: Stadt-Musicant, der · Stadt-Physicus, der · Stadt-Major, der · Quartier-Stadt, die · Stadt, die
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DamenConvLex-1834: Rom (die Stadt) · Ofen (die Stadt)
Meyers-1905: Dortmund-Ems-Kanal · Dortmund · Stadt · Weil der Stadt · Leonīnische Stadt · Ewige Stadt · Kreiseximierte Stadt
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