Als Stadtautobahn wird eine Autobahn oder Schnellstraße bezeichnet, die durch einen Ballungsraum führt. Wegen der großen Bevölkerungsdichte in ihrer Umgebung hat sie auf kurzen Abständen Zu- und Abfahrten. Diese sind meist platzsparender und damit aufwendiger konstruiert als Anschlussstellen auf dem Lande. Auch Verkehrsbauwerke wie Brücken, Hochstraßen und Tunnel sind auf Stadtautobahnen systembedingt in wesentlich größerer Zahl vorhanden als auf Überlandautobahnen.
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Stadtautobahnen sind häufig sehr stark befahren und daher kommt es auf ihnen oft zu Staus. Umweltschützer und Anwohner wehren sich deshalb und wegen der Geruchs- und Lärmbelästigung gegen den Neu- oder Ausbau von Stadtautobahnen. Verkehrsplaner sind meist anderer Ansicht und betonen den persönlichen und wirtschaftlichen Nutzen gut ausgebauter Straßen, wobei Autobahnen die zügigste und damit effektivste Fahrt ermöglichen. Ökonomisch gesehen kommt es bei in Hochlage geführten Stadtautobahnen des Typs der 1960er-Jahre meist zu einer massiven Entwertung der in unmittelbarer Nähe gelegenen Grundstücke. Der Versuch, solche Areale, etwa im Rahmen von Waterfront-Entwicklungen, wieder urbanistisch aufzuwerten, erfordert daher in der Regel aufwändige Tieflegungen und Überbauungen mit Kostentragung der öffentlichen Hand (vgl Central Artery (Boston), Rheinufertunnel in Köln und Düsseldorf). Modernere Planungen versuchen solchen Problemen von vorneherein durch Tieflegung Rechnung zu tragen (vgl Donauufer Autobahn entlang der Wiener Donaucity).
Stadtautobahnen gibt es zum Beispiel hier: