Die Stadtbahn Erfurt ist das grundlegende Verkehrssystem des öffentlichen Personennahverkehrs der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Sie stellt eine Weiterentwicklung des Straßenbahnsystems mit einem außerhalb der Innenstadt vom Individualverkehr unabhängigen Gleiskörper dar. Das meterspurige Netz mit sechs Linien hat eine Streckenlänge von 42,9 km und gehört damit zu den mittelgroßen Straßenbahnnetzen Deutschlands. Betrieben wird das System durch die Erfurter Verkehrsbetriebe AG (EVAG).
1883 nahm in Erfurt die erste Pferdebahnlinie den Dienst auf, 1894 begann hier der elektrische Betrieb mit Straßenbahnen auf den vorhandenen drei Linien. Durch den ersten Weltkrieg wurde der 1912 begonnene zweigleisige Streckenbau bis 1924 unterbrochen und teilweise Strecken demontiert. Im Anschluss daran erfolgten erneute Streckeneröffnungen, bis der Zweite Weltkrieg weitergehende Ausbauplanungen verhinderte. Nach Gründung der DDR ging der Betrieb in die Hände der EVB über. Im Zusammenhang mit dem Wohnungsbauprogramen der DDR erweiterte sich auch das Straßenbahnnetz. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands ging die Betriebsführung wieder in die EVAG zurück. Nachdem 1996 der Erfurter Stadtrat beschloss, die Straßenbahn in eine Stadtbahn umzuwandeln, dauert die damit verbundene stetige Netzerweiterung bis heute an.
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Die Erfurter Stadtbahn verfügt über 42,9 km Streckenlänge. Die sechs Linien ergeben eine Linienlänge von 54,8 km; mit der bei Großveranstaltungen in der Innenstadt, auf dem Domplatz, auf der ega oder in der Messe verkehrenden Sonderlinie 7 ergibt sich eine Linienlänge von 60,3 km. Mit 12,3 km ist die Linie 3 die längste Linie, mit 4,7 km die Linie 1 dagegen kürzeste Linie. Es sind alle Strecken zweigleisig, wodurch sich unter Einschluss der Betriebsanlagen eine Gleislänge von 85,8 Kilometer ergibt. Neben dem Tagesnetz verkehrt ab 21:00 Uhr ein gesondertes Nachtnetz. Zentrale Umstiegshaltestelle ist der Anger.
| Linie | Strecke | Länge | Halte- stellen |
Fahrzeit | Geschwin- digkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Grubenstraße ↔ Anger ↔ Gothaer Platz ↔ Brühler Garten/Lutherstraße (↔ Günterstraße) | 4,7 km | 13 (18) | 15 min | 19 km/h |
| 2 | P+R Messe ↔ ega ↔ Anger ↔ Ringelberg | 9,2 km | 21 | 24 min | 23 km/h |
| 3 | Europaplatz ↔ Universität ↔ Domplatz-Nord ↔ Anger ↔ Hauptbahnhof ↔ Windischholzhausen | 12,3 km | 27 | 36 min | 21 km/h |
| 4 | Bindersleben ↔ Flughafen ↔ Domplatz-Süd -↔ Anger ↔ Hauptbahnhof ↔ Landtag ↔ Thüringenhalle | 10,0 km | 23 | 33 min | 18 km/h |
| 5 | Zoopark ↔ Anger ↔ Hauptbahnhof ↔ Steigerstraße | 8,4 km | 20 | 26 min | 19 km/h |
| 6 | Rieth ↔ Universität ↔ Domplatz-Nord ↔ Anger ↔ Hauptbahnhof ↔ Wiesenhügel | 10,3 km | 22 | 32 min | 19 km/h |
| 7 | Hauptbahnhof ↔ Anger ↔ Domplatz-Süd ↔ ega ↔ P+R Messe | 5,4 km | 12 |
Alle Linien verkehren im 10-Minuten-Takt. In Stoßzeiten verkehren die Linien 3 und 6 im 7,5-Minuten-Takt, sodass sich auf der Hauptverkehrsachse Nordwest-Südost dann annähernd ein 4-Minuten-Takt ergibt. Üblicherweise werden Combinos und MGT-Triebwagen in Einzel- und Tatrawagen in Doppeltraktion eingesetzt, einzig auf der Linie 3 verkehren meist zwei Combinos oder drei gekoppelte Tatra-Wagen.
Mit Einweihung der letzten Teilstrecke des Stadtbahnprogrammes am 5. Oktober 2007 tritt ein neu geordnetes Tagesnetz mit einem 10-Minuten-Takt auf allen Linien in der Hauptverkehrszeit und einem neu gestalteten Nachtnetz in Kraft.
Die Erfurter Stadtbahn ging aus dem Netz der Erfurter Straßenbahn hervor. Die erste Pferdestraßenbahn fuhr im Jahr 1883 in Erfurt, ab 1894 erfolgte der Betrieb elektrisch.
Der Fuhrpark der Erfurter Stadtbahn setzt sich zusammen aus:
Niederflur (4 Zweirichtungsfahrzeuge und 12 Einrichtungsfahrzeuge)
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Combino am Flughafen Erfurt |
Bielefeld | Bonn | Chemnitz | Erfurt | Frankfurt am Main | Hannover | Heilbronn | Karlsruhe | Kassel | Köln | Rhein-Neckar (Ludwigshafen • Mannheim) | Rhein-Ruhr (Bochum • Dortmund • Düsseldorf • Essen) | Saarbrücken | Stuttgart