Die Stadtbahn Stuttgart ist seit 1985 Teil des Schienenschnellverkehrs in Stuttgart. Die Stadtbahn hat die Straßenbahn in Stuttgart nahezu vollständig ersetzt. Betreiber ist die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB).
Das Netz der Stadtbahn Stuttgart umfasst derzeit (August 2007) 192 km Linienlänge und 115 km Streckenlänge. Neben Stuttgart verkehren einige Stadtbahnlinien auch in den Nachbarstädten Fellbach (Rems-Murr-Kreis), Gerlingen, Remseck am Neckar (beide Landkreis Ludwigsburg), Leinfelden-Echterdingen sowie Ostfildern (beide Landkreis Esslingen).
Inhaltsverzeichnis |
Das Liniennetz der Stadtbahn setzt sich aus den Tallängslinien (U1, U11 und U14), den Talquerlinien (U5, U6, U7, 15 und U17), den Diagonallinien (U2, U4, U9 und U19) und den Tangentiallinien (U3, U8, U13 und U18) zusammen.
Linien, die nur zu bestimmten Veranstaltungen verkehren, sind kursiv gesetzt. Endhaltestellen in Klammern werden nur montags bis freitags in der Hauptverkehrszeit angefahren.
| Linie | Stadtbahnstrecke (Spurweite 1435 mm) | Linienlänge | Fahrzeit (ca.) |
|---|---|---|---|
| U1 | Fellbach Lutherkirche – Bad Cannstatt – Charlottenplatz – Heslach – Vaihingen | 17,4 km | 41 min |
| U2 | Neugereut – Bad Cannstatt – Charlottenplatz – Hölderlinplatz | 11,3 km | 28 min |
| U3 | Plieningen – Möhringen – Vaihingen | 7,9 km | 14 min |
| U4 | Untertürkheim – Ostendplatz – Charlottenplatz – Vogelsang – Botnang | 12,5 km | 34 min |
| U5 | Mönchfeld – Zuffenhausen – Hauptbahnhof – Degerloch – Möhringen – Leinfelden Jeder zweite Zug endet bereits am Möhringer Bahnhof bzw. an Werktagen zwischen 8:30 Uhr und 15:30 Uhr an der Haltestelle Degerloch Albstraße. |
21,9 km | 45 min |
| U6 | Gerlingen – Weilimdorf – Feuerbach – Hauptbahnhof – Degerloch – Möhringen (– Vaihingen) | 24,0 km | 50 min |
| U7 | Killesberg – Hauptbahnhof – Ruhbank/Fernsehturm – Heumaden – Ostfildern-Nellingen | 17,9 km | 33 min |
| U8 | Vaihingen – Möhringen – Degerloch – Ruhbank/Fernsehturm – Heumaden – Ostfildern-Nellingen Nur werktags von 05:30 Uhr bis 19:30 Uhr im 20-Minuten-Takt. Ein- und Ausrücker der Linie U7 werden zwischen Möhringen (Betriebshof) und Ostfildern als U8 geführt. |
18,3 km | 34 min |
| U9 | Hedelfingen – Raitelsberg – Hauptbahnhof – Vogelsang (– Botnang) In den Schulferien und außerhalb der Hauptverkehrszeit nur zwischen Hedelfingen und Vogelsang. |
13,4 km | 35 min |
| U11 | Hauptbahnhof – Mineralbäder – Cannstatter Wasen – Daimler-Stadion/Schleyer-Halle Nur bei Volksfesten, Sportveranstaltungen oder Konzerten. Bei kleineren Veranstaltungen nur Pendelbetrieb Mineralbäder – Daimler-Stadion. |
19 min | |
| U13 | (Giebel –) Feuerbach Pfostenwäldle – Pragsattel – Bad Cannstatt – Hedelfingen In den Schulferien und außerhalb der Hauptverkehrszeit nur zwischen Feuerbach und Hedelfingen. |
17,8 km | 41 min |
| U14 | Remseck-Neckargröningen – Münster – Hauptbahnhof – Rotebühlplatz – Heslach Vogelrain | 20,9 km | 45 min |
| U17 | Degerloch Albstraße – Hauptbahnhof – Killesberg Messe Nur bei Publikumsmessen. |
16 min | |
| U18 | Vaihingen – Möhringen – Degerloch – Waldau Nur bei Sportveranstaltungen. |
15 min | |
| U19 | Neugereut – Bad Cannstatt – Daimler-Stadion/Schleyer-Halle Nur bei Veranstaltungen im Daimler-Stadion oder in der Schleyer-Halle/Porsche-Arena. Bei kleineren Veranstaltungen nur Pendelbetrieb Bad Cannstatt Wilhelmsplatz – Daimler-Stadion. |
13 min |
Die Linien U1 bis U7, U9, U13, U14 und 15 fahren von kurz nach 4 Uhr bis ca. 1 Uhr mit unterschiedlichen Taktfolgen: zu Betriebsbeginn alle 15 bis 20 Minuten, von 5 bis 19 Uhr alle 10 Minuten und nach 20 Uhr alle 15 bzw. nach 23 Uhr alle 20 Minuten. Samstags über den Tag alle 12 Minuten und sonntags erst ab 12 Uhr alle 12 Minuten, zuvor alle 15 Minuten. Die Zugfolgen am Morgen und am Abend werden auch samstags und sonntags angeboten.
Die Stadtbahn Stuttgart ist aus dem Netz der Straßenbahn hervorgegangen, die den städtischen Verkehr in Stuttgart lange geprägt hat. Der Ursprung reicht bis in das Jahr 1961 zurück, als vom Gemeinderat entschieden wurde, das Straßenbahnnetz in der Innenstadt in den Untergrund zu verlegen und es in den Außenbereichen weitgehend, aber doch nicht ganz vom Individualverkehr zu trennen.
Die erste unterirdische Haltestelle entstand 1966 am Charlottenplatz, wo sich die Tallängslinien mit den Talquerlinien kreuzen. Der Tunnel zwischen Neckartor und Marienplatz wurde 1972 fertiggestellt. Die unterirdischen Strecken und Haltestellen wurden damals schon vorausschauend mit einem für Normalspurfahrzeuge geeigneten Lichtraumprofil gebaut.
Mitte der 70er Jahre wurde die Einführung einer zusätzlichen U-Bahn diskutiert, bis 1976 die Entscheidung fiel, die Straßenbahn sukzessive durch eine leistungsfähigere Stadtbahn zu ersetzen. Bis 1978 waren die Königstraße und der Hauptbahnhof sowie die Abschnitte zu den Stationen Universität (heute Friedrichsbau) und Türlenstraße untertunnelt, bis 1984 folgten die Haltestelle Rotebühlplatz, deren Rohbau bereits 1978 im Rahmen des S-Bahn-Baus erstellt wurde, und der Abschnitt zwischen dem Pragsattel und dem Feuerbacher Bahnhof. Jedoch ist das Stadtbahnnetz so konzipiert, dass es jederzeit zur U-Bahn umgebaut werden könnte, vorausgesetzt, finanzielle Mittel sind vorhanden.
Das eigens für Stuttgart, unter Berücksichtigung der besonderen Topografie, entwickelte Stadtbahnfahrzeug DT 8 hatte zwei wesentliche Auswirkungen auf den Ausbau des Stadtbahnnetzes: Zunächst verkehrt dieses Fahrzeug nicht auf der Meterspur, sondern auf Normalspur, was eine Umstellung der Spurweite des kompletten Schienennetzes erforderte. Außerdem hat dieses Fahrzeug die Möglichkeit, Hochbahnsteige anzufahren, die einen ebenen Einstieg ermöglichen. Da der DT 8 ein Zweirichtungsfahrzeug ist, konnten zudem die Wendeschleifen an den Streckenenden entfallen.
Da beide Systeme über einen längeren Zeitraum nebeneinander betrieben werden mussten, waren Übergangslösungen gefragt. Die für den Stadtbahnbetrieb vorgesehenen Strecken wurden zunächst auf ein Dreischienengleis umgebaut. Die (innenliegende) dritte Schiene wurde später sukzessive bei den Strecken wieder ausgebaut, auf denen keine Straßenbahnen mehr verkehrten.
Eine weitere Herausforderung ergab sich durch die unterschiedlichen Bahnsteighöhen. Bei den alten Straßenbahnfahrzeugen war der Zustieg nur von der Straße oder von einem niedrigen Bahnsteig (sog. Tiefbahnsteig) möglich, beim neuen Stadtbahnfahrzeug konnte der Zustieg wahlweise barrierefrei über einen Hochbahnsteig (bevorzugte bzw. endgültige Lösung) oder über einen Tiefbahnsteig erfolgen. Die Stadtbahnfahrzeuge älteren Typs (DT 8.4, DT 8.5, DT 8.7) sind mit sogenannten Klapptrittstufen ausgerüstet, die beim Tiefbahnsteig aufgeklappt werden können. Während der Übergangszeit, als in den Tunnelstrecken noch beide Fahrzeugtypen verkehrten, wurden die Bahnsteige zur Hälfte zu Hochbahnsteigen umgebaut. Der Umbau der zweiten Hälfte war erst auf den Strecken möglich, auf denen keine Straßenbahnfahrzeuge mehr verkehrten.
Seit 1983 wurden drei Vorserienfahrzeuge des Stuttgarter Stadtbahntriebwagens DT 8 (DT 8.1 bis DT 8.3) auf dem Abschnitt Plieningen – Möhringen der Linie 3 im Probebetrieb eingesetzt. 1985 wurde die Linie 3 von Plieningen nach Vaihingen als erste Linie komplett auf Stadtbahn umgestellt. Darauf folgten 1986 die Linien 1 und 14, 1989 die Linie 9, 1990 die Linien 5 und 6, 1993 die neue Linie 7, 1994 die Linie 4 und Linie 11 (damals noch Linie E), 1997 und 1998 die Linie 13 sowie 2000 die Linie 8 als HVZ-Linie und die Linien 16 (2006 eingestellt, stattdessen 19), 17 und 18 als „Veranstaltungslinien“. Zuletzt wurde 2002 die Linie 2 auf Stadtbahnbetrieb umgestellt.
Seit September 2005 laufen die Bauarbeiten für die Umstellung der Linie 15, der letzten Straßenbahnlinie, auf Stadtbahn. Zunächst wird unter Beibehaltung des Fahrbetriebes der Südast vom Olgaeck zur Ruhbank sowie der Abschnitt durch das Nordbahnhofviertel fertiggestellt. Ende 2007 soll die U15 zwischen Ruhbank und Zuffenhausen Kelterplatz in Betrieb gehen. Von 2008 bis 2010 folgt der Nordast von Zuffenhausen nach Stammheim, dessen anspruchsvollster Teil aus einem Tunnel unter der Unterländer Straße besteht. Der Nordast wird während dieser Zeit durch einen Schienenersatzverkehr mit Bussen bedient.
Den Linien 1, 3 und 14 wurde 1989 zur besseren Unterscheidung von den Straßenbahnlinien der Buchstabe U vorangestellt. Die E-Linie zum Cannstatter Wasen bzw. Daimler-Stadion erhielt 1994 ihre heutige Bezeichnung als U11.
| Eröffnungsdatum | Stadtbahnlinie | neue bzw. umgebaute Streckenabschnitte |
| 28. September 1985 | 3 | Plieningen – Vaihingen Bf |
| 19. April 1986 | 1 | Vaihingen Bf – Fellbach Lutherkirche |
| 12. Juli 1986 | 14 | Österreichischer Platz – Berliner Platz – Staatsgalerie / Mineralbäder – Mühlhausen |
| 24. September 1988 | E (Volksfestlinie) | Mercedesstraße – Cannstatter Wasen |
| 30. September 1989 | U9 | Vogelsang – Berliner Platz (Liederhalle) / Stöckach – Raitelsberg – Hedelfingen |
| 3. November 1990 | U5, U6 | Freiberg – Pragsattel / Feuerbach Pfostenwäldle – Pragsattel / Pragsattel – Möhringen Bf / Vaihinger Straße – Leinfelden Bf |
| 26. September 1992 | U6 | Giebel – Feuerbach Pfostenwäldle |
| 19. April 1993 | U7 | Killesberg – Eckartshaldenweg |
| 13. August 1993 | E (Stadionlinie) | Cannstatter Wasen – Neckarstadion |
| 3. Oktober 1993 | U6 | Gerlingen Siedlung – Giebel |
| 24. September 1994 | U4 | Botnang – Vogelsang / Bergfriedhof – Ostendplatz – Wangener-/Landhausstraße / Wasenstraße – Untertürkheim Bf |
| 1. Juni 1997 | U6 | Gerlingen – Gerlingen Siedlung |
| 13. September 1997 | U13 | Pragsattel – Bad Cannstatt Wilhelmsplatz / Augsburger Platz – Schlotterbeckstraße |
| 27. März 1998 | U13 | Schlotterbeckstraße – Wasenstraße |
| 23. Mai 1998 | U7 | Bopser – Ruhbank |
| 22. Mai 1999 | U14 | Mühlhausen – Neckargröningen |
| 11. September 1999 | U7 | Ruhbank – Heumaden |
| 9. September 2000 | U7, U8 | Heumaden – Nellingen |
| 22. Juni 2002 | U2 | Hauptfriedhof – Bad Cannstatt Wilhelmsplatz |
| 14. Dezember 2002 | U2 | Berliner Platz (Hohe Straße) – Hölderlinplatz |
| 16. Juli 2005 | U2 | Hauptfriedhof – Neugereut |
| 11. Dezember 2005 | U5 | Freiberg – Mönchfeld |
| 8. Dezember 2007 | U15 | Ruhbank – Olgaeck / Türlenstraße – Löwentor |
| vorauss. Sommer 2010 | U6 | Möhringen Freibad – Fasanenhof/Schelmenwasen |
| vorauss. Dezember 2010 | U15 | Zuffenhausen – Stammheim |
Hauptartikel: SSB DT 8
Speziell für Stuttgart und seine topographischen Gegebenheiten wurde von DUEWAG, AEG, Siemens, SGP (technische Ausstattung) und Lindinger & Partner (Design) der Triebwagen-Typ DT 8 entwickelt. DT 8 steht für Doppeltriebwagen mit acht Achsen. Es gibt mittlerweile elf Serien, wobei die ersten drei Serien einzelne Prototypen waren.
Der Einsatz der Stadtbahnzüge erfolgt von drei Betriebshöfen aus. Der Betriebshof 1 in Heslach wurde am 2. Mai 1985 eröffnet und ist mit einer Werkstatt und einer Waschanlage ausgestattet. Hier sind 40 Züge untergebracht, die auf den Linien U1, U2, U4, U9, U13 und U14 verkehren. Durch das stetig wachsende Stadtbahnnetz waren neue Abstellanlagen vonnöten. So entstand 1989 der Betriebshof 2 Möhringen, der 1994 erweitert wurde und in dem heute 60 Stadtbahnen abgestellt sind. Hier befindet sich neben der SSB-Verwaltung auch die Hauptwerkstatt und eine Waschanlage. Vom Betriebshof in Möhringen erfolgt der Wageneinsatz der Linien U1, U3, U5, U6, U7 und U8. Zum Depot gehören auch die Abstellanlagen Gerlingen (seit 1997, zehn Züge) und Waldau (seit 1998, fünf Züge). Am 10. Mai 2000 wurde der Betriebshof 3 in Remseck-Aldingen seiner Bestimmung übergeben. Er bot in der ersten Ausbaustufe eine Kapazität für 40 Züge, inzwischen sind dort im Endausbau 60 Doppeltriebwagen stationiert. Ebenso wie in den anderen Betriebshöfen sind auch in Aldingen eine Waschanlage und eine Werkstatt vorhanden. Die Linien U1, U2, U13 und U14 werden von hier aus eingesetzt. Die Züge der Sonderlinien werden, je nach Verfügbarkeit, von allen Betriebshöfen bereitgestellt.
Im Betriebshof 5 Cannstatt sind die letzten Straßenbahnen untergebracht, die bis 2007 auf der Linie 15 verkehren. Zukünftig ist hier das neue Straßenbahnmuseum geplant, das sich gegenwärtig noch in Zuffenhausen befindet. Der Betriebshof 10 am Marienplatz beherbergt die drei Zahnradbahnen des Typs ZT4, die auf der Zahnradbahn Stuttgart (Linie 10) verkehren.
Durch die sieben dort aufeinander treffenden Linien ist der Hauptbahnhof der wichtigste Knotenpunkt der Stadtbahn. Er ist viergleisig angelegt und befindet sich in Ebene -2. Auf Ebene -1 befindet sich die Klettpassage mit zahlreichen Geschäften, während man auf Ebene -3 die S-Bahn findet. Alle vier Ebenen (±0 bis -3) sind mit Aufzügen miteinander verbunden. Neben den Linien U5, U6, U7, U9, U11 und U14 hält hier (bis Dezember 2007) auch noch die Straßenbahnlinie 15 sowie die Oldtimerlinie 23, deswegen existieren teilweise noch Tiefbahnsteige. Die Haltestelle wurde 1976 eröffnet. Bis November 2007 finden aufwändige Renovierungsarbeiten statt.
Die Haltestelle Charlottenplatz ist ein unterirdischer, viergleisiger, zweigeschossiger Turmbahnhof. Er ist neben dem Hauptbahnhof der wichtigste Verknüpfungspunkt der Talquerlinien mit den Tallängslinien sowie von vier Buslinien.
Es ist die älteste U-Haltestelle Stuttgarts, die unteren Bahnsteige (Tallängslinien) wurden 1966 eröffnet, 1967 folgten die Bahnsteige der Talquerlinien, die sich quer über den Bahnsteigen der Tallängslinien befinden. Sie ist Teil eines integrierten Verkehrsbauwerks; südlich der unteren Haltestelle befindet sich parallel ein vierspuriger Straßentunnel im Zug der B14, die den Charlottenplatz und die obere Haltestelle unterfährt. Die obere Haltestelle diente gleichzeitig als Fußgängerunterführung, eine oberirdische Überquerung der Kreuzung war nicht möglich (erst in den 1990er-Jahren wurden oberirdische Fußgängerüberwege angelegt). In den 80er Jahren erhielt der Bahnhof 96-cm-Hochbahnsteige, seit einigen Jahren sind die Bahnsteige der Tallängslinien komplett hochflurig. Die Bahnsteige der Talquerlinien sind hingegen bis heute in Hoch- und Tiefbahnsteigabschnitte geteilt, da hier nach wie vor Straßenbahnen und Stadtbahnen verkehren.
Bedingt durch die fehlende Verteilerebene zwischen den Tallängs- und Talquerlinien und den fehlenden Mittelbahnsteigen ist der Bahnhof sehr unübersichtlich. Die Gänge sind verwinkelt und führen oft nicht zum gewünschten Bahnsteig. Bei ungünstigen Umsteigebeziehungen oder um zu einem bestimmten Ausgang zu gelangen, muss man unter Umständen mehrmals Treppen zwischen beiden Stockwerken überwinden.
Die Haltestelle Ruhbank, rund 400 m südöstlich vom Stuttgarter Fernsehturm gelegen, ist die am weitesten von besiedeltem Gebiet entfernt liegende Station der Stadtbahn und mit 477 m ü. NN der höchstgelegene Punkt im Schienennetz der SSB. Während die Buslinie 70 und die Straßenbahnlinie 15 ebenerdig halten, befindet sich die in den Jahren 1997/98 entstandene Stadtbahnhaltestelle direkt am stadtauswärtigen Ende des Waldautunnels. Um den 80 m langen Mittelbahnsteig besser die waldreiche Umgebung einzufügen, setzte man bei den Aufbauten mehr Holz als Stahl ein.
Zwischen der Eröffnung im Mai 1998 und der Verlängerung der Strecke über Sillenbuch bis Heumaden im September 1999 diente die Haltestelle Ruhbank der Linie U7 als Endhaltestelle.
Die Linie U15 wird nach der Umstellung auf Stadtbahnbetrieb an einem 40 m langen Mittelbahnsteig östlich der bisherigen Straßenbahnwendeschleife halten und über eine flache Rampe etwa 60 m nach der Haltestelle der U7 und U8 in deren bestehende Strecke einfädeln und jeder zweite Kurs in der Taktlücke der U8 weiter bis Heumaden verkehren. Das innere Gleis der meterspurigen Wendeschleife bleibt erhalten und dient ab Ende 2007 als Endstation der Oldtimerlinie.
Die Haltestelle Staatsgalerie liegt ca. 250 Meter südlich des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Hier halten die Linien U1, U2, U4, U9, U11 und U14. Die Station ist unterirdisch und befindet sich unmittelbar neben dem Planetarium Stuttgart. Sie ist eine der letzten Stationen im Stuttgarter Tunnelnetz, die nicht behindertengerecht zugänglich ist. Weiterhin war sie eine der letzten Stationen, deren Hochbahnsteige im Zuge der Linie U11 verlängert wurden.
Aufgrund der Verwirklichung des Bauprojekts Stuttgart 21 – insbesondere der Baugrube für den neuen Hauptbahnhof – wird diese Station voraussichtlich 2009 abgerissen, die Streckenführung verlegt sowie die Gleise mehrere Meter höher gelegt. Unweit der bisherigen Station wird eine neue, nur in einfacher Tieflage und nach oben offene Haltestelle Staatsgalerie entstehen. Über diese neue Station Staatsgalerie könnte der Hauptbahnhof dann auch direkt von den Linien U1, U2 und U4 erreicht werden, da ein Zugang zum Hauptbahnhof geschaffen werden soll.
Linien U5/U15
Linien U2/U4/U11/U14
Linie U12
Bielefeld | Bonn | Chemnitz | Erfurt | Frankfurt am Main | Hannover | Heilbronn | Karlsruhe | Kassel | Köln | Rhein-Neckar (Ludwigshafen • Mannheim) | Rhein-Ruhr (Bochum • Dortmund • Düsseldorf • Essen) | Saarbrücken | Stuttgart