Der Stadtgarten ist ein beliebter innerstädtischer Landschaftspark in der nördlichen Neustadt Kölns. Er war Kölns erster neuzeitlicher Park und steht deshalb unter Landschafts- und mit seinen Bauten unter Denkmalschutz. Im gleichnamigen Restaurant und in seinem Biergarten finden zahlreiche Veranstaltungen statt.
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Der Park liegt jenseits des den Inneren Grüngürtel begrenzenden Bahndammes mit dem Westbahnhof zwischen der Venloer- und der Gladbacher Straße (präziser der kleinen Gilbachstraße). Die Spichernstraße grenzt ihn zur Neustadt ab. In unmittelbarer Nähe, jenseits der Gladbacher Straße, liegt mit dem Media-Park zugleich Kölns neuester Park. Jenseits der Venloer Straße liegt das Belgische Viertel, ein beliebtes Kölner Wohnviertel. Wahrzeichen der Umgebung ist der Fernsehturm Colonius im Grüngürtel.
Der Park wurde 1827/28 auf dem Gelände vor der Stadtmauer mit ihren neuzeitlichen Vaubanschen Bastionen als Schmuckgarten mit einer angegliederten provinzialen Baumschule angelegt. Die Planung verantwortete der Kölner Gartendirektor Jakob Greiß. Der Park war ursprünglich 11 Hektar groß. Durch den Bau der linken Rheinstrecke der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft und des Westbahnhofes um Köln herum in den Jahren 1860 bis 1864 wurde die Fläche erheblich auf 6 Hektar verkleinert. Bereits 1857 wurden in den Park exotische Bäume aus dem Botanischen Garten an der Maximinenstraße umgesetzt, weil dort der neue Hauptbahnhof gebaut wurde.
1888 bis 1890 wurde der Stadtgarten dann neu gestaltet. Verantwortlicher Gartenbaudirektor für die Umgestaltung war Adolf Kowallek, Schüler des Berliner Gartenbauers Johann Heinrich Gustav Meyer, der die Volksgartenbewegung initiierte. Er lies auch das Gärtnerhaus an der Spichernstraße errichten. Das Restaurant wurde 1898 neu gebaut. Die an den Park angrenzende Kölner Neustadt, wurde nach der Aufgabe der Umwallung Kölns und der historischen Stadtmauer ab 1880 durch den Stadtbaumeister Josef Stübben auf die Dimensionen des Parks hin geplant. Die gründerzeitlichen repräsentativen Bauten der Spichernstraße sind heute wieder ein gesuchtes Wohnviertel. Zuletzt 1968 wurde an die Nordecke des Parks die Kirche St. Alban gebaut. Die neuesten städtebaulichen Entwicklungen machten es möglich, den isolierten Stadtgarten mit dem Mediapark und dem Grüngürtel zu verbinden. Die Grünanlagen um die Christuskirche jenseits der Spichernstraße sollen in eine einheitliche Grüngestaltung des Viertels einbezogen werden, so dass wieder vom Park aus Sichtschneisen auf dieses Bauwerk führen.
Der in Art eines Landschaftsparks angelegte Park sollte den Bürgern zur Erholung durch Spaziergänge und zur Erbauung dienen durch das Beschauen der angepflanzten etwa 50 auch exotischen Baum- und Gehölzarten. Einige heimische Holzarten haben sich dazu von selbst entwickelt. Im Winter fällt die atlantische, immergrüne Stechpalme ins Auge. Die Kraut- und Staudenvegetation entwickelt sich heute spontan. Nach einer Biotop-Kartierung haben sich etwa 80 Arten angesiedelt, darunter auch für ein Stadtbiotop eher seltene, wie die Große Sternmiere (Stellaria holostea) oder der Hain Ampfer (Rumex sanguineus).
Im Konzertsaal des Restaurants Stadtgarten Köln und dem Studio 672 sowie im Biergarten finden seit den 1970er Jahren zahlreiche Veranstaltungen statt. Die Jazzhausinitiative Köln war maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt. Die Musiktriennale Köln hat im Stadtgarten einen ihrer Konzertorte. Ein Café, eine Bar und eine Diskothek ergänzen das Angebot. Die Terrasse ist eine der beliebteste Biergärten Kölns.
Im Sommer 2000 hat sich für den Park unter dem Namen ProStadtgarten ein Förderverein gebildet, der sich in Kooperation mit der Stadt Köln mit Spenden und Aktionen für den Park einsetzt, vor allem, um ihn wieder seinem historischen Erscheinungsbild anzunähern. Dem Verein gehören Anwohner und Geschäftsleute des Stadtgarten-Viertels sowie die Betreiber des Stadtgarten-Restaurants an.
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