Stadthaus (Bonn)

Skulptur von Nicolas Schöffer: Kronos 15 (1977)
Skulptur von Nicolas Schöffer: Kronos 15 (1977)

Das Stadthaus in Bonn ist seit 1978 der Sitz der städtischen Verwaltung. Das 72 m hohe Gebäude befindet sich am Berliner Platz an der südlichen Grenze der Nordstadt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Nachdem die ehemals selbstständigen Städte Beuel und Bad Godesberg sowie das Amt Duisdorf 1969 nach Bonn eingemeindet wurden, erhöhte sich der Bedarf an Büroräumen für die Stadtverwaltung. Bisher war sie im Neuen und Alten Rathaus untergebracht. Deshalb wurde im Jahr der Eingemeindung ein Architektenwettbewerb gestartet, aus dem die Gruppe „Heinle, Wischer und Partner“ als Sieger hervorging. Das Gebäude war als Teil einer umfassenden Stadterneuerung der Nordstadt geplant, die neben dem Stadthaus noch weitere, nicht verwirklichte, Hochhäuser umfasste. Der durch den Neubau nötig gewordene Abriss mehrerer Straßenzüge der gründerzeitlichen Neustadt löste Proteste aus.

Erbaut wurde das Stadthaus in den Jahren 1973–1977, am 20. Mai 1978 wurde es eingeweiht. Das Gebäude ist Teil einer geplanten, der Innenstadt nahen, „Stadtkrone“; die dominierende Wirkung des Gebäudes ist bis heute umstritten.

2007 sollen die Brandmeldeanlage, Fahrtreppen sowie die Elektrotechnik für 4,5 Millionen Euro erneuert werden.[1]

Gebäudedetails

Die Sockelgeschosse dienen als Garage, Foyer und Lobby, sie sind von allen Seiten mit Rolltreppen, Rampen und Treppenanlagen erschlossen. Darüber setzen fünf verschieden hohe Geschossbauten auf, die eine das Stadtbild in diesem Bereich prägende Wirkung haben. Die rechteckigen Türme haben 6–13 Geschosse und beherbergen Großraumbüros. Dem Gebäude vorgehängt ist eine Leichtmetallfassade mit einer grünlichen Sonnenschutzverglasung, die dem Gebäude – abhängig von der Tageszeit und dem Wetter – eine unterschiedliche Ausstrahlung geben.

Vor dem Stadthaus, auf der östlichen Seite, steht seit 1977 die Skulptur Kronos 15 von Nicolas Schöffer, die aus Edelstahl und Scheinwerfern hergestellt ist.

Unterhalb des Stadthauses liegt die 325 Stellplätze umfassende und täglich 24 Stunden geöffnete Tiefgarage „Stadthaus“ .

Einzelnachweise

  1. Artikel im General-Anzeiger vom 7. Februar 2007

Literatur

  • Andreas Denk, Ingeborg Flagge: Architekturführer Bonn. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-496-01150-5, S. 58.

Weblinks

Quelle:
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