Stadtkyll

Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Stadtkyll
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Stadtkyll hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Obere Kyll
Koordinaten: 50° 21′ N, 6° 32′ O
Höhe: 450 m ü. NN
Fläche: 20,78 km²
Einwohner: 1511 (30. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54589
Vorwahl: 06597
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 240
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausplatz 1
54584 Jünkerath
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Nikolaus Simon

Stadtkyll ist eine rheinland-pfälzische Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel (Deutschland) in der Region Trier.

Der Ort ist Teil der Verbandsgemeinde Obere Kyll und staatlich anerkannter Luftkurort. Stadtkyll liegt in der Eifel an der Kyll.

Inhaltsverzeichnis

Gemeindegliederung

Stadtkyll besteht aus den folgenden Ortsteilen:

  • Niederkyll
  • Schönfeld
  • Stadtkyll

Geschichte

Der Ort wird zur Mitte des 13. Jahrhunderts als Kölner Kirchenbesitz erstmals urkundlich genannt. In der Folgezeit (um 1292) gewann Stadtkyll mit ihrem Mauerbering und der Burg schnell an Bedeutung. 1310 erhielt Stadtkyll das Stadtrecht und somit auch das Recht, ein Wappen zu führen, das übrigens dem heutigen noch entspricht. Im Laufe der Jahrhunderte wurde Stadtkyll von mehreren Katastrophen heimgesucht. 1632, im 30jährigen Krieg, steckte ein durchziehendes Söldnerheer den Großteil des Ortes in Brand. 1687 wurde Stadtkyll von den Franzosen zerstört. 1814 wütete ein Großbrand im Ort. 1854 zerstörte wiederum ein Feuer die Gemeinde.

Da oftmals beim Wiederaufbau die Steine der Stadtmauer Verwendung fanden, verschwand die alte Befestigung vollständig. Heute ist der ungefähre Verlauf der alten Stadtbefestigung nur noch an den Häuserzeilen in der Burgbergstraße zu erkennen. Die furchtbarste Zerstörung erlebte Stadtkyll in der jüngsten Vergangenheit, zur Jahreswende 1944/45 und am 25. Januar bzw. 02. Februar 1945. 66 Bewohner fanden den Tod, 174 Soldaten und Pflegepersonal verloren im Krankenhaus ihr Leben, der Ort wurde zu 75 % zerstört.

Heute ist Stadtkyll staatlich anerkannter Luftkurort und verzeichnet durch seine zahlreichen Beherbergungsbetriebe jährlich ca. 70.000 Feriengäste, mit ca. 350.000 Übernachtungen.

Auf der Stadtkyller Heide existierte von 1952 bis 1992 ein DECCA-Sender.

Wappen

Von gold und rot durch gesenkten, schräglinken, blauen Wellenbalken und silberen Wellenleistenstab gesteilt, der Wellenbalken mit sieben vierendigen goldenen Sternen belegt.

Stadtkyll
Stadtkyll

Sehenswürdigkeiten

  • Kath. Pfarrkirche St. Joseph (1814 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel aufgeführt, 1853 ausgebrannt).
  • Kath. Kapelle St. Hubert in Niederkyll, um 1600 errichtet.

Literatur

(Eine Auswahl)

  • 100 Jahre Eifelverein Ortsgruppe Stadtkyll. 1890-1990. Stadtkyll 1990.
  • 1100 - 1250 - 1675 - Stadtkyll - 2000. Das Heft zum vierfachen Jubiläum. Prüm 2000.
  • 150 Jahre Marien-Apotheke in Stadtkyll. Stadtkyll 1989.
  • 85 Jahre Eifelverein. Ortsgruppe Stadtkyll. 1976.
  • Geschichtsverein Prümer Land. Rund um die Kirche im Dorf. Kirchen und Kapellen der Westeifel, Prüm 2003, S. 459ff.
  • Ralf Gier: Auswanderung von der Oberen Kyll, in: Der Prümer Landbote, Zeitschrift des Geschichtsvereins "Prümer Land", Nr. 90, 2006, S. 45 - 54.
  • Ortsgeschichte Stadtkyll. Stadtkyll im II. Weltkrieg. Stadtkyll 1986.
  • Ortsgeschichte Stadtkyll. Stadtkyll in alten Bildern - mit Kerschenbach und Schönfeld -. Stadtkyll 1987.
  • Ortsgeschichte Stadtkyll. Die Vereine. Kerschenbach, Schönfeld und Stadtkyll. Stadtkyll 1992.
  • Peter Oster: Geschichte der Pfarreien der Dekanate Prüm-Waxweiler, Trier 1927, S. 899ff.
  • Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler des Kreises Prüm, Düsseldorf 1927, S. 189 - 196.
Quelle:
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