Der Augsburger Stadtmarkt ist ein Markt für Lebensmittel in der Innenstadt von Augsburg. Er ist werktäglich geöffnet und besteht aus zwei großen Markthallen sowie im östlichen Teil überwiegend aus festen Marktständen. Der Bauernmarkt im westlichen Bereich des Stadtmarktes wird von Erzeugern aus der Augsburger Umgebung mit mobilen Ständen beschickt.
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Bereits lange Zeit vor dem Stadtmarkt gab es in Augsburg zahlreiche dezentrale Märkte, auf denen die Händler ihre Geschäfte trieben. Ein Teil dieser ehemaligen Marktstandorte spiegelt sich heute noch in Straßennamen wie Fischmarkt, Obstmarkt und Kesselmarkt wieder. Weitere Märkte waren der bereits 1283 gegründete und in der Maximilianstraße gelegene Brotmarkt, der von den Bäckern aus der nahegelegenen Bäckergasse beschickt wurde. Ebenfalls in der Maximilianstraße befand sich der Ende des 15. Jahrhunderts aus der Grottenau umgesiedelte Weinmarkt. Ein Eiermarkt fand neben dem Börsengebäude auf dem damaligen Ludwigsplatz (dem heutigen Rathausplatz) statt.
Erste Planungen eines Zentralmarktes entstanden um 1874 mit der Eröffnung der Schrannenhalle in der Halderstraße. Doch erst mit dem 1925 zum Verkauf angebotenen Areal der 1820 errichteten Lotzbeck’schen Tabakfabrik wurde schließlich ein passendes Gelände gefunden. Am 1. Juni 1927 wurde der Kaufvertrag unterschrieben; der Kaufpreis für das 11.244 m² große Grundstück betrug 1,45 Millionen Reichsmark.
Nach umfassenden Umbaumaßnahmen, bei dem auch einige der alten Fabrikgebäude dem neuen Verwendungszweck angepasst werden konnten, fand am 8. Oktober 1930 die Eröffnung des Augsburger Stadtmarktes statt. Die Gesamtumbaukosten betrugen 2,7 Millionen Reichsmark.
Während des britischen Luftangriffs in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1944 wurde der Stadtmarkt nahezu vollständig zerstört. Marktgebäude, Marktamt und Marktgaststätte brannten bis auf die Grundmauern nieder. Der Wiederaufbau fand schrittweise bis 1953 statt.
Im Jahre 2005 konnte der Augsburger Stadtmarkt in verschiedenen Feierlichkeiten sein 75-jähriges Bestehen feiern.
Der Augsburger Stadtmarkt umfasst insgesamt eine Fläche von über 10.000 m². Begrenzt wird das Areal im Westen durch das Gebäude des Stadtarchivs an der Fuggerstraße, im Norden durch das Parkhaus am Ernst-Reuter-Platz, im Osten durch mehrere Gebäude an der Annastraße sowie im Süden durch die St. Annakirche.
Insgesamt sind auf dem Augsburger Stadtmarkt 104 Geschäfte angesiedelt. Einige Händler betreiben ihren Marktstand als Filiale zu ihrem bestehenden Hauptgeschäft, was den Umstand erklärt, dass nicht alle Händler an jedem Markttag geöffnet haben.
Die Marktgaststätte mit Außengastronomie ist die direkte Nachfolgerin der ehemaligen Garküche, die vor Eröffnung des Stadtmarktes 1930 in der Stadtmetzg beheimatet war.
Während der Sommermonate finden auf dem Gelände des Stadtmarktes immer wieder Freiluftveranstaltungen statt. Der Platz des Bauernmarktes kann hierfür bis zu einer Kapazität von 1.200 Personen bestuhlt werden.
Zuständig für die Verwaltung des Marktes ist das Amt für Verbraucherschutz und Marktwesen der Stadt Augsburg.
Standmieten werden je nach Art des Marktstandes jährlich, monatlich bzw. täglich berechnet. Das Amt legt fest, welche Waren angeboten werden dürfen und ist bemüht, für eine Ausgewogenheit der verschiedenen Arten des Handels zu sorgen.
Nachdem die Bauarbeiten an den Versorgungsleitungen unter dem Stadtmarkt im Jahr 2006 abgeschlossen wurden, sind für die Erneuerung des Geländes folgende weitere Maßnahmen vorgesehen:
Die Gesamtausgaben für die Sanierung des Stadtmarktes sind zunächst bis Ende 2008 mit 7,5 Millionen Euro kalkuliert.
Der Augsburger Stadtmarkt ist Montag bis Freitag von 7-18 Uhr und samstags von 7-14 Uhr geöffnet. Der Bauernmarkt findet markttäglich von 7-13 Uhr statt.
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