| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Miltenberg | |
| Verwaltungsge- meinschaft: |
Stadtprozelten | |
| Koordinaten: | 49° 47′ N, 9° 25′ O | |
| Höhe: | 134 m ü. NN | |
| Fläche: | 10,84 km² | |
| Einwohner: | 1647 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 152 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97909 | |
| Vorwahl: | 09392 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MIL | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 76 158 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptstr. 132 97909 Stadtprozelten |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Claudia Kappes (CSU) | |
Stadtprozelten ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Miltenberg und Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.
Inhaltsverzeichnis |
Stadtprozelten liegt am südlichen Rand des Spessarts und am Main inmitten der südlichen Seite des sogenannten Mainvierecks.
Der Stadtteil Neuenbuch liegt 2 km vom Stadtzentrum entfernt.
Stadtprozelten wurde 1287 erstmals urkundlich als Stadt erwähnt. Das ehemalige kurmainzische Amt wurde 1803 ein Teil des dalbergischen Fürstentums Aschaffenburg (ab 1810 Departement des Großherzogtums Frankfurt) und kam 1814 an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
650 Jahre Stadtrecht wurden im Jahr 2005 gebührend gefeiert. Diskrepanzen betreffend der ersten urkundlichen Nennung der Stadt sind bis heute nicht zweifelsfrei geklärt.
Der Stadtrat von Stadtprozelten hat 13 Mitglieder einschließlich der Bürgermeisterin.
| CSU | SPD | FWG Stadtprozelten-Neuenbuch | Gesamt | |
| 2002 | 6 | 2 | 5 | 13 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2002)
Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber eine rote Burg mit Torturm und blauen Dächern, über dem Tor der goldene Buchstabe B; beiderseits des Turmhelms die strahlende, gesichte goldene Sonne und ein gesichter goldener Halbmond.
Die Stadt wird überragt von der Burgruine Henneburg auf dem Kühlberg.
Spital, Stiftung, wahrscheinlich durch Elisabeth v. Hohenlohe, um 1320.
Spitalverwaltung, 14. Jahrhundert. Das Gebäude wird seit dem 18. Jh. als Post- und Schulhaus verwendet.
Pfarrkirche im gotischen Stil. Das Interieur entspricht noch weitestgehend dem ursprünglichen Baustil. Die ehemalige Spitalkirche wurde um 1800 zur Pfarrkirche erhoben.
Rathaus von 1520, der Treppenturm wurde erst 1621 erbaut. Der Erker sitzt auf zwei toskanischen Säulen.
Benefiziatenbau; wahrscheinlich Pfarrhaus bis um 1811.
Apotheke; nach 1811 am Platz der abgetragenen Georgenkapelle errichtet.
Ämtergebäude aus der Zeit um 1600; Mainzer Verwaltungsgebäude, im 19. Jh. Landgericht, dann Sparkasse.
Ehem. Gefängnis aus dem 19. Jahrhundert.
Reste der spätmittelalterlichen Stadtmauer.
Forsthaus, 1854 erbaut im "neuen münchner byzanthinischen Stil".
Schäfflertanz
Der Schäfflertanz wird traditionsgemäß alle sieben Jahre aufgeführt. Die Schäfflergruppe, möglicherweise die größte Deutschlands, besteht aus etwa 100 ausschließlich männlichen Aktiven.
Diese Tradition datiert auf das Pestjahr 1517, als in München die Angehörigen der Schäfflerzunft als erste wieder auf die Straßen gingen, um Lebensfreude zu verbreiten.
Etwa ab 1830 brachten Schäfflergesellen (Handwerker wie Fassbinder, Fassmacher, Böttcher oder Küfer, die Holzfässer für Bier, Wein etc. hergestellt haben) den Tanz auch in andere Orte wie z.B. nach Eggenfelden, Frontenhausen, Geiselhöring, Mainburg, Mühldorf, Murnau, Kelheim, Landshut, Partenkirchen und Wasserburg.
1887 wurde der Schäfflertanz erstmals in Stadtprozelten aufgeführt. Die nächsten Termine fallen auf die Jahre 2013, 2020, 2027 usw.
Doude Maah
Der Ursprung geht auf die Zeit zurück, als während der Pest die Leichen aus den Häusern geholt wurden. Die Leichensammler riefen bei ihrem Gang durch den Ort "Hejo - doude Maah - moje kommd en annern draa" (Hallo, toter Mann, morgen kommt ein anderer dran).
Heutzutage freuen sich die Kinder, dass bei diesem Umzug aus allen Häusern Süßigkeiten auf die Straße geworfen werden, wenn jeweils am letzten Sonntag im März eine Strohpuppe aus dem Ort hinausgetragen und verbrannt wird.
Die Veranstaltung wird in offiziellen Kreisen "Todemo" genannt.
Georg Anton von Stahl wurde am 13. April 1805 in Stadtprozelten geboren. Von 1840 - 1870 war er Bischof von Würzburg. Er starb während des I. Vatikanums in Rom.
Johann Michael Herberich (1845-1930), Begründer des St. Josef Stifts in Eisingen.
Friedrich (Fritz) Halberg-Kraus. 1874 Stadtprozelten - 1951 Prien/Chiemsee.
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