Die Stadtreinigung Hamburg ist seit 1994 eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie ist damit keiner Behörde mehr unterstellt.
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Nach der Pestepidemie 1507 in Hamburg weist Dr. Johannes Bökel in seiner "Pestordnung für Hamburg" auf mögliche Zusammenhänge zwischen Seuchen und Stadthygiene hin. Diese "Pestordnung" veranlasst viele andere Städte, ihre Stadtreinigungen neu zu regeln. Die erste "Sauberkeitsverordnung" für Hamburg erscheint 1560. Sie schreibt vor, dass belebte Straßen und Marktplätze viermal im Jahr auf öffentliche Kosten gereinigt werden müssen.
1597 gibt es eine erneute Pestepidemie in Hamburg. Sträflinge müssen den Unrat in Karren aus der Stadt bringen. Der Aufseher heißt Michael Schot, nach ihm wird der Karrentyp benannt: Schot'sche Karre.
1611 setzt der Rat der Stadt Hamburg die "Gassendeputation" ein. Sie soll für die Pflasterung und Reinhaltung der Gassen in Hamburg sorgen.
1623 werden "Dreckführer" zur Reinhaltung der Straßen und Häuser angestellt. Sie stehen unter der Aufsicht von Kapitänschaften der Bürgerwehr.
Die "Hamburgische Neue Gassenordnung" von 1710 ist eine Verordnung der "Hohen Kaiserlichen Kommission" und die Vorgängerin des Hamburger Wegegesetzes. Erstmals wird eine regelmäßige Straßenreinigung in Hamburg eingeführt. Reinigungs- und Abfuhrbetrieb werden an Pächter vergeben. Zum ersten Mal wird 1886 in staatlicher Regie durch die „Baudeputation“ die Straßenreinigung und die Abfuhr von Hausmüllabfällen geplant. Dafür wird die Stadt in zwölf Zonen aufgeteilt, die jeweils von einem verantwortlichen Aufseher sauber gehalten werden müssen.
Nach der Choleraepidemie von 1892 beschließt die Hamburger Baudeputation, einen Müllverbrennungsofen nach englischem Vorbild zu bauen. Voraugegangen war, das die Abnehmer des Hamburger Mülls (tägl. 300 m3 ), die preußischen Bauern, sich während der Epedidemie weigerten, den Hamburger Müll anzunehmen. 1894 beginnt der Versuchsbetrieb der Müllverbrennungsanlage am Bullerdeich. 1896 erfolgt die offizielle Aufnahme des regelmäßigen Betriebs mit 36 Ofenzellen.
1910 erfolgt Inbetriebnahme der MVA am Alten Teichweg (Hamburg-Dulsberg) Sie verbrennt den Abfall aus den nördlichen Stadtteilen.
1913 geht die MVA Ruhrstraße in der Nachbarstadt Altona in Betrieb.
1924 wird die Anlage am Bullerdeich stillgelegt, 1931 wird sie durch die technisch wesentlich verbessert aufgebaute MVA in der Borsigstraße ersetzt.
Ständig wachsende Mengen an bedenklichen Chemikalien(-gemischen) im Hausmüll und in Produktionsabfällen machten eine Entsorgungsmöglichkeit mit besonderen Verbrennungs- und Rauchgasreinigungstechniken notwendig. Dazu wird 1972 die Sondermüllverbrennungsanlage in der Borsigstraße in Betrieb genommen.
1973 erfolgte die Inbetriebnahme der MVA in der Schnackenburgallee, sie ist bis heute in Betrieb und ist mehrmals technisch verbessert worden. 1997 wurde sie mit einem Blockheizkraftwerk ergänzt.
Brockhaus-1809: Hamburg · Hamburg
Brockhaus-1911: Hamburg – Amerika – Linie · Hamburg
Meyers-1905: Hamburg-Amerikanische Paketfahrt-Aktiengesellschaft · Schiffs- und Tropenkrankheiten, Institut für, in Hamburg · Hamburg-Amerika-Linie · Hamburg [1] · Hamburg [2]