Stage migration oder das Will-Rogers-Phänomen ist ein Effekt in der Mittelwertbildung von Gruppen: Durch einen Wechsel eines Elements von einer zur anderen Gruppe kann der Mittelwert in beiden Gruppen steigen (oder fallen), obwohl der Mittelwert über beide Gruppen hinweg konstant bleibt.
Statistiker sprechen hier manchmal lakonisch von einer kriminellen (Daten-)Vereinigung.
Benannt wurde er nach Will Rogers (Humorist und Philosoph), der meinte: When the Okies left Oklahoma and moved to California, they raised the average intelligence level in both states. (Als die Einwohner von Oklahoma nach Kalifornien umzogen, hoben sie den mittleren Intelligenzquotienten in beiden Staaten an.)
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In der Gemeinde A-Dorf haben die Bewohner ein Durchschnittseinkommen von 2,5 Talern, die in B-Dorf 7 Taler. Zieht Herr X aus B-Dorf mit einem Einkommen von 5 Talern nach A-Dorf, erhöht sich in beiden Dörfern das Durchschnittseinkommen, da
In Zahlen vorher:
Verschiebt man jedoch die 5 aus B nach A, so bekommt man
Wie man sieht, steigen die Mittelwerte beider Mengen. Da sich die Menge aller Werte aus den beiden Mengen nicht veränderte, ist der gemeinsame Mittelwert unverändert 5.
Stage migration hat auch Effekte in der Wissenschaft: So wird in einer Statistik über die Lebenserwartung bei Krebs nur (!) durch eine verbesserte Diagnostik eine verbesserte Therapie vorgetäuscht.