Stahlpakt

Der Stahlpakt war ein Bündnisvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Italien. Er wurde vom deutschen Außenminister Joachim von Ribbentrop und seinem italienischen Kollegen Galeazzo Ciano im Beisein Hitlers am 22. Mai 1939 in Berlin unterzeichnet.

Der Pakt sah eine militärische Zusammenarbeit und unbedingte gegenseitige Unterstützung im Fall eines Krieges vor, wobei die Vertragsverpflichtungen auch für einen Angriffskrieg galten. Der Vertrag sah außerdem vor, daß "beide Länder ständig in enger Fühlung miteinander bleiben sollten, um den Frieden in Europa während des Zeitraumes von 3 bis 5 Jahren zu sichern."

Für den deutschen Polenfeldzug, der unmittelbar am Tag nach der Unterzeichnung des Stahlpakts geplant wurde, gingen die Deutschen daher von einer italienischen Beteiligung aus. Eingeweiht wurden die Italiener in diese Pläne jedoch erst Mitte August. Nur mit Mühe gelang es Rom daraufhin, sich aus den vertraglichen Verpflichtungen des Abkommens zu lösen, ohne dieses zu brechen. Italien nahm schließlich am Polenfeldzug nicht teil, sondern verkündete stattdessen die Nonbelligeranza: nicht als „neutral“, sondern als „nicht-kriegführend“ wollte man gelten.

Das Ende des Stahlpaktes kam mit der Absetzung Mussolinis am 24./25. Juli 1943 und der folgenden Kriegserklärung Italiens an Deutschland bzw. dem Waffenstillstand zwischen Italien und den Alliierten.

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