Die Stammwürze oder der Stammwürzgehalt ist eine entscheidende Messgröße beim Bierbrauen. Sie bezeichnet den Anteil der aus dem Malz und Hopfen im Wasser gelösten nicht-flüchtigen Stoffe vor der Gärung. Das sind vor allem Malzzucker, Eiweiß, Vitamine und Aromastoffe. Die Stammwürze hat für die Bierherstellung dieselbe Bedeutung wie der Most (der gepresste Traubensaft) für die Weinherstellung. Vereinfachend wird also Most zu Wein und Würze zu Bier durch die alkoholische Vergärung mittels Hefe.
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Dies sind vor allem:
Der Stammwürzegehalt ist der Haupteinflussfaktor für den späteren Alkoholgehalt und den Nährwert des fertigen Bieres. Die Stammwürze wird mit Hilfe der Hefe etwa jeweils zu einem Drittel in Alkohol und Kohlensäure vergoren; das letzte Drittel der Stammwürze ist unvergärbarer Restextrakt.
Der Stammwürzegehalt wird in Grad Plato angegeben. Ein Grad Plato (1 °P) entspricht dabei einem Gramm Saccharose, bzw. einem Gramm von allen gelösten, nicht flüchtigen Teilchen je 100 Gramm Anstellwürze. Grad Plato gibt also den Stammwürzegehalt in Masseprozent an.
Die Einteilung der Biere gemäß ihrem Stammwürzegehalt ist in Deutschland, zusammen mit der Brauereigröße, die Grundlage für die erhobene Biersteuer.
Aus 2,0665 g Extrakt entstehen 1 g Alkohol, 0,11 g Hefe und 0,9565 g CO2
Zur Besteuerung des Bieres werden die folgenden Biergattungen unterschieden:
Zur Besteuerung des Bieres in der Schweiz werden die folgenden Biergattungen unterschieden:
Die genaueste Analysemethode, um die Stammwürze von Bier im Nachhinein zu bestimmen, ist die Destillationsanalyse. Durch sie kann mit Hilfe der Ballingformel die Stammwürze errechnet und somit die Biersteuer bestimmt werden.

Stammwürzgehalte verschiedener Biersorten: