Der Standby-Verbrauch ist der Energieverbrauch eines technischen Gerätes im Bereitschaftsbetrieb.
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Steckernetzteile und Elektrogeräte, deren Netzteile nicht vom Netz getrennt werden, sind im Bereitschaftsbetrieb. Der Energieverbrauch kann dann bei z. B. einem vermeintlich ausgeschalteten Halogen-Deckenflutern mit 300–500 Watt Leistung zu einem 24-stündigen Energiebedarf von beispielsweise 0,3 Kilowattstunden (12,5 Watt Verlustleistung) führen, was einen realistischen Wert für ein solches Steckernetzteil darstellt. So können die vorhandenen Netzteile rasch zu einem vermeidbaren Energieverbrauch von mehr als 100 Watt bei einem Privathaushalt führen (z. B. Halogen-Leselampen, Videorecorder, Stereoanlage, Küchenradio, Wecker, DVD-Player, Fernseher, Zweitfernseher, Computer, Monitor, Drucker, Scanner, Computer-Aktivlautsprecher, Sat Receiver, Antennenverstärker, Ladestationen für Akkusauger, Ladegerät-Akkuzahnbürste, Ladegerät Rasierer, Batterieladegeräte).
Auch kleine „wartende“ Verbraucher wie Anrufbeantworter, Fax, Wecker bzw. Uhrenradio, Telefonweiche, Babyphon etc. mit eingebautem Netzteil benötigen immer Strom – im Ruhezustand ist die Verlustleistung eines Trafo-Netzteiles um ein vielfaches höher als der Bedarf dieser Geräte. Hier hängt alles davon ab, wie energiesparend der Standby-Betrieb ist und ob teurere elektronische oder billige Eisen-Trafos verbaut wurden.
Eine manuelle temporären Abschaltung über eine Schuko-Steckerleiste mit Ein-/Ausschalter ist nicht besonders komfortabel, aber sehr effizient. Weiterhin sind elektronische oder mechanische Schaltuhren möglich, sie benötigen aber eine Anpassung an die sich ändernden zeitlichen Gewohnheiten der Nutzer. Ein zusätzlicher Nachteil elektronischer Schaltuhren ist der Bedarf von Stützbatterien.
Eine Investition in einen elektronischen Transformator verringert den Stillstandsverlust beinahe auf Null (unter 4W). 12V-Halogenlampen bieten durch die Verwendung von Lautsprecherbuchsen und 12V die besten Voraussetzungen für eine Umrüstung. Standardisierte Anschlüsse und eine standardisierte Versorgungskleinspannung würden ermöglichen, dass ein Transformator mehrere Geräte versorgen kann. Dazu ist dann eine 6V-, 9V- oder 12V-Leitung zu verlegen.
Mehr Komfort bieten fernsteuerbare Steckdosen durch Funkkontakt.
Bei zwei Halogen-Lese- oder Stehlampen beträgt die dauernde Verlustleistung statt 22W (2×11W Steckernetzteile) nur mehr maximal 4W. Im Betrieb verbrauchen die zwei Halogenlampen an einem elektronischen Trafo nur 44W statt 60W (2×30W). Die Investition von 12 € (ohne eigene Arbeitszeit) für den elektronischen Trafo amortisiert sich bei einem Strompreis von 0,15 € durch eine Einsparung von 80 kWh schon nach 185 Tagen.
Wenn bereits einige Geräte mit 12V Spannung vorhanden sind, ist eine Photovoltaikanlage sinnvoll. Daran können dann nicht nur Halogen- und LED-Lampen angeschlossen werden, sondern z.B. auch Autoradios oder (tragbare) Stereoanlagen mit 12V-Anschluss. Da das Autoradio ebenso geringe Stillstandsverluste hat (für die Diebstahlsicherung und die Anzeige der Uhrzeit), sollte hier ein zusätzlicher Schalter vorgesehen werden.
Quelle: ehemaliger Internetauftritt von eu-consulting.com vom Autor nach Wikipedia übertragen.