| Die Artikel Standortanalyse und Unternehmensstandort#Prozess der Standortsuche und Bewertung überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Die Diskussion über diese Überschneidungen findet hier statt. Bitte äußere dich dort, bevor du den Baustein entfernst. Gratisaktie 11:13, 16. Sep 2006 (CEST) |
| Die Artikel Standortfaktor und Standortanalyse überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Die Diskussion über diese Überschneidungen findet hier statt. Bitte äußere dich dort, bevor du den Baustein entfernst. Ordnung 09:39, 30. Nov. 2006 (CET) |
Die Standortanalyse systematisiert - entweder die Standortwahl - oder die Verwendungs / Vermarktungsfähigkeit eines gegebenen Standortes.
Sie ist ein Hilfsmittel, um anhand einer objektiven Bewertung den bestmöglichen Standort oder die bestmögliche Vermarktungsstrategie zu wählen. Nur wenn die für den speziellen Zweck relevanten Faktoren in die Analyse einfließen, liefert sie ein brauchbares Ergebnis. So wird eine Analyse der Vermarktungs und Verwendungsfähigkeit mit einer Untersuchung der rechtlichen Zulässigkeit einer Nutzung im Bauplanungsrecht und Bauordnungsrecht beginnen, während bei einer Standortwahl von vorneherein nur nutzbare Standorte zur weiteren Beurteilung anstehen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Systematisierung besteht in der Datenerhebung und Beurteilung anhand eines einheitlichen, vorbereiteten Punktekataloges. Bei der Erstellung eines solchen Untersuchungsplanes sollte bereits eine erste Bewertung erfolgen nach dem Gewicht eines einzelnen Faktors für den speziellen Zweck. Dabei hilfreich sein, kann die theoretische Einteilung in harte oder weiche Standortfaktoren abhängig vom subjektiven Gehalt des Wertes. Subjektiv vor allem in dem Sinne, dass bei einer anderen Nutzung das Gewicht des Faktors deutlich schwanken kann.
Bezogen auf ein Grundstück sind;
Sozioökonomische Faktoren können von ihrem Einfluss her zwischen harten und weichen Faktoren eingeordnet werden. Während diese Faktoren jedoch direkt auf die Kosten und Einnahmemöglichkeiten wirken, ergibt sich der Einfluss der sozioökonomischen Faktoren über ihren Einfluss auf das Risiko eine Entwicklung. Paradoxer Weise sind die Kostenfolgen der weichen Standortfaktoren oftmals unbezahlbar, während die der harten Standortfaktoren als kalkulierbar angesehen werden können. Der Zeitpunkt der Betrachtung sozioökonomischer Faktoren kann abhängig vom Ergebnis der Betrachtung der übrigen Faktoren gemacht werden.
Dieses Beispiel zeigt, wie eine Standortanalyse sequentiell ablaufen kann. Man führt dabei eine Nutzwertanalyse durch.
Die relevanten Faktoren werden aufgelistet und anschließend gewichtet. (1 - 10; 10 = höchste Priorität)
| Nr. | Faktor | Gewichtung |
|---|---|---|
| 1 | Kundennähe | 10 |
| 2 | Grundstückspreise | 5 |
| 3 | Mietpreise | 5 |
Die zur Auswahl stehenden Standorte werden anhand der Faktoren bewertet. (1 - 5; 5 = höchste Erfüllung)
| Nr. | Faktor | Gewichtung | Standort A | Standort B |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Kundennähe | 10 | 5 | 5 |
| 2 | Konkurrenznähe | 4 | 2 | 3 |
| 3 | Mietpreise | 6 | 5 | 4 |
| 4 | Ausbaumöglichkeiten | 4 | 2 | 3 |
| 5 | Verkehrslage | 8 | 3 | 5 |
| 6 | Steuern | 6 | 4 | 5 |
| 7 | Anziehungskraft des Standorts | 7 | 4 | 2 |
Im dritten und letzten Schritt multipliziert man die Gewichtung pro Faktor mit der Bewertung pro Standort. Die Summe dieser Werte zeigt, wie der Standort insgesamt abschneidet.
| Nr. | Faktor | Gewichtung | Standort A | Standort B | Standort A | Standort B |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Kundennähe | 10 | 5 | 5 | 50 | 50 |
| 2 | Konkurrenznähe | 4 | 2 | 3 | 8 | 12 |
| 3 | Mietpreise | 6 | 5 | 4 | 30 | 24 |
| 4 | Ausbaumöglichkeiten | 4 | 2 | 3 | 8 | 12 |
| 5 | Verkehrslage | 8 | 3 | 5 | 24 | 40 |
| 6 | Steuern | 6 | 4 | 5 | 24 | 30 |
| 7 | Anziehungskraft des Standorts | 7 | 4 | 2 | 28 | 14 |
| Total | 172 | 182 |