Die Standseilbahn Stuttgart ist als Linie 20 Bestandteil des Stuttgarter Verkehrs- und Tarifverbundes (VVS) und wird von der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) betrieben. Sie verkehrt im Stadtteil Stuttgart-Süd (Heslach) ohne Zwischenhalt zwischen den Haltestellen Südheimer Platz (Talstation) und Waldfriedhof. Am Südheimer Platz hat sie Anschluss an die Stadtbahn-Linien U1 und U14.
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Die Standseilbahn wurde in den Jahren 1928/29 von der Maschinenfabrik Esslingen erbaut, damit Trauergäste den Höhenunterschied von 90 Metern zwischen Stuttgart-Heslach und dem Waldfriedhof Stuttgart in Stuttgart-Degerloch leichter überwinden konnten. Dies brachte ihr im Volksmund den Namen Erbschleicher-Express oder Witwen-Express ein. Sie verfügt über eine Spurweite von 1000 mm und legt die Fahrstrecke von 536 Metern in drei Minuten zurück.
Die beiden Wagen wurden aus Teakholz gefertigt. Beim Orkan Lothar im Dezember 1999 wurde ein Wagen durch einen umstürzenden Baum beschädigt, anschließend jedoch restauriert. In den Jahren 2003/2004 wurde die Bahn modernisiert, um die neuen EU-Sicherheitsrichtlinien zu erfüllen. Seit dem 24. Juli 2004 fährt sie wieder nach Fahrplan. Am 30. Oktober 2004 wurde die Standseilbahn 75 Jahre alt, was gebührend gefeiert wurde.
Die Standseilbahn ist eine der beiden für den Tourismus interessanten Strecken der SSB, neben der Zahnradbahn Stuttgart (Linie 10).
Im März 2007 erhielt die Stuttgarter Straßenbahnen AG anlässlich der Verleihung des Denkmalschutzpreises Baden-Württemberg 2006 durch den Schwäbischen Heimatbund eine "Besondere Anerkennung" für den Erhalt und die Sanierung der Standseilbahn, weil es ihr gelungen war, "durch eine aufwendige Sanierung mit vielen kreativen Ideen und in mühevoller Kleinarbeit heutigen Anforderungen anzupassen, ohne den ursprünglichen Charakter zu zerstören" (aus der Laudatio).
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