Stanislaw Kubicki (* 1889 in Ziegenhain in Hessen; † 1943 in Polen) war deutsch-polnischer Schriftsteller, Philosoph, Übersetzer und expressionistischer Maler.
Er besuchte 1910 die Königliche Kunstschule in Berlin. Von 1914 bis 1918 war er Soldat im 1. Weltkrieg. Während des Krieges heiratete er 1916 die Künstlerin und Kunsterzieherin Margarete Schuster (1891-1984). Stanislaw Kubicki war 1918 mit polnischen Künstlern an der Gründung der Gruppe BUNT (dt.: Revolte) in Posen beteiligt. Es folgte die erste Ausstellung in den Redaktionsräumen der Zeitschrift Die Aktion. Anlässlich der Ausstellung wurde ein Sonderheft von der Zeitschrift „Die Aktion“ herausgegeben.
1920 stellte er bei Herwarth Wallens Galerie Der Sturm aus. In den 20er Jahren schließt er Freundschaft mit den Künstlern Janker Adler, Raoul Hausmann, Otto Freundlich und Franz W. Seifert. Nebenbei begann er für deutsche und polnische sozialrevolutionäre Magazine zu übersetzen. 1922 nahm er an der „1. Internationalen Kunstausstellung“ in Düsseldorf teil. Er wird politisch aktiv und war Teilnehmer am Kongress der „Union fortschrittlicher internationaler Künstler“. Er und seine Frau beklagten den „schlammigen Opportunismus“ der wieder „allzu etablierten Künstlergruppen“ im 1922 erschienenen Manifest der Kommune an. 1923 schließt sich Kubicki der offiziell noch nicht gegründeten „Gruppe progressiver Künstler“ an. Ab 1933 zerstörten SA-Männer bei mehreren Hausdurchsuchungen Werke von Kubicki und seinen Freunden. 1934 entschließt er sich zur Emigration nach Polen. Bei dem Begräbnis seines 1942 im Konzentrationslager ermordeten Freundes Witold Hulewicz wird er von der Gestapo fest genommen und 1943 durch die Gestapo ermordet.