| Stargard Szczeciński | |||
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| Basisdaten | |||
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| Staat: | Polen | ||
| Woiwodschaft: | Westpommern | ||
| Landkreis: | Stargard Szczeciński | ||
| Fläche: | 48 km² | ||
| Geographische Lage: | 53° 20' N, 15° 02' O | ||
| Höhe: | 20 m n.p.m | ||
| Einwohner: | 69.745 (31. Dezember 2006) | ||
| Postleitzahl: | 73-110 | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 91 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | ZST |
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| Wirtschaft & Verkehr | |||
| Straße: | Stettin–Warschau, Stargard-Gdynia |
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| Schienenweg: | Stettin–Posen, Stargard-Danzig |
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| Nächster int. Flughafen: | Stettin-Goleniów | ||
| Verwaltung (Stand: 2007) | |||
| Stadtpräsident: | Sławomir Pajor | ||
| Adresse: | Rynek Staromiejski 1 73-110 Stargard Szczeciński |
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| Webpräsenz: | www.stargard.pl | ||
Stargard Szczeciński [ˈstarɡart ʃʧɛˈʨiɲski] (deutsch Stargard in Pommern) ist eine Stadt im polnischen Teil Pommerns. Die Stadt gehört seit 1999 zur Woiwodschaft Westpommern, von 1975 bis 1998 gehörte sie zur Woiwodschaft Stettin.
Inhaltsverzeichnis |
Im Westen der Woiwodschaft Pommern liegt Stargard am Nordrand des fruchtbaren Pyritzer Weizackers am linken Ufer des Flusses Ihna, etwa 35 Meter über dem Meeresspiegel. Zehn Kilometer westlich liegt der 36 Quadratkilometer große Madüsee (pl. Jezioro Miedwie), Zentrum der Stettiner Seenplatte. In Stargard kreuzen sich die Fernstraßen 10 (Stettin–Bromberg/Bydgoszcz) und 20 Stargard–Danzig, außerdem kreuzen sich dort zwei wichtige Bahnlinien. Die Woiwodschafts-Hauptstadt Stettin liegt 32 Kilometer westlich.
Stargard ist eine der ältesten pommerschen Städte, schon 1140 wird ein „castrum Stargord“ erwähnt. Im 8. Jahrhundert hatte sich einige Kilometer südlich des heutigen Stadtzentrums die slawische Siedlung Osetno entwickelt. In ihrer Nachbarschaft entstand durch Zuwanderung von Siedlern aus dem Westen eine neue Ortschaft, die sich ab 1229 mit einer Wehranlage versehen mit drei Türmen und vier Toren umgab. Der pommersche Herzog Barnim I. verlieh ihr 1253 das Magdeburger Stadtrecht. Sein Nachfolger Bogislaw IV. gewährte der Stadt 1294 als Ausgleich für das von den Polen zerstörte Schloss freie Schifffahrt über die Ihna bis zur Ostsee. Als 1295 Pommern geteilt wurde und Stargard zu Pommern-Wolgast kam, wurde der Stadt das dort vorherrschende lübische Stadtrecht übertragen. Am 8. Juni 1372 wurde in Stargard der Teilungsvertrag von Pommern-Wolgast durch die Herzöge Wratislaw VI. und Bogislaw VI. geschlossen. Stargard selbst war inzwischen unter die Regentschaft von Pommern-Stettin gekommen. 1363 war Stargard Mitglied der Hanse und betrieb einen regen Getreidehandel. Darüber geriet es mit Stettin in Streitigkeiten, die 1428 so weit eskalierten, dass Stargard von Stettin überfallen und geplündert wurde. Die Pommernherzöge Bogislaw VIII. und sein Sohn Bogislaw IX. machten in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts Stargard zu ihrer Residenz.
Ein Großbrand zerstörte 1635 große Teile der Stadt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und dem Aussterben des pommerschen Herzoghauses kam Stargard mit Hinterpommern 1648 unter die Herrschaft der Brandenburger Kurfürsten. Es blieb bis 1720 die Hauptstadt von Hinterpommern. 1657 geriet Stargard zwischen die Fronten des Polnisch-Schwedischen Krieges, Soldaten beider Seiten zogen durch die Stadt. Um 1670 gab es eine Zuwanderung von Hugenotten aus Frankreich. Infolge des Bevölkerungszuwachses wuchs die Stadt über ihren mittelalterlichen Kern hinaus, und es entstanden die Friedrich-Wilhelm-, Luise- und Jobstvorstadt. Anfang des 18. Jahrhunderts lebten hier über 5.000 Menschen.
Die preußische Regierung erhob 1818 anlässlich der Reorganisation der Territorialverwaltung Stargard zur Kreisstadt des Kreises Saatzig. Nachdem die Einwohnerzahl auf über 25.000 angestiegen war, erhielt die Stadt zum 1. April 1901 kreisfreien Status, behielt aber das Landratsamt für den Kreis Saatzig. 1846 wurde der Anschluss an die neue Bahnlinie Stettin–Posen hergestellt, dem 1859 die Inbetriebnahme des Eisenbahnausbesserungswerkes folgte. Um Platz für die expandierende Wirtschaft zu schaffen, wurde 1869 die Stadtmauer zu großen Teilen abgerissen. Am Ende des Jahrhunderts hatte sich eine leistungsstarke Industrie angesiedelt, zu der Maschinen-, Lack- und Dachpappenwerke gehörten. Außerdem hatte sich die Provinzialobstbaumschule niedergelassen. Monatlich fanden Vieh- und Pferdemärkte und einmal jährlich ein Leinwandmarkt statt.
Als nach dem Ersten Weltkrieg viele Bewohner der an Polen verlorenen preußischen Provinzen Westpreußen und Posen zuzogen, wurde Stargard durch neue Siedlungen an der Peripherie bedeutend erweitert.
Am 30. Januar 1945 wurden durch sowjetische Bombenangriffe 70 Prozent der Stadt zerstört, welche am 4. März 1945 von der Roten Armee besetzt und wenige Wochen später unter polnische Verwaltung gestellt wurde. Soweit die deutsche Bevölkerung nicht bereits vorher geflüchtet war, wurde sie anschließend vertrieben bzw. ausgesiedelt und durch Zuwanderer aus anderen Landesteilen Polens ersetzt. Die Stadt wurde unter Wiederherstellung der wichtigsten Baudenkmäler, wie dem Rathaus, in der Nachkriegszeit neu wiederaufgebaut.
Bis 1998 betrieb der Auslandsdienst des polnischen Rundfunks bei 15°7' östlicher Länge und 53°18' nördlicher Breite eine Sendeanlage für Mittelwelle ( Sendefrequenz: 1503 kHz, Sendeleistung: 300 kW). die beiden Antennenmaste der Anlage sind inzwischen abgebaut.
Die Stadtgemeinde Stargard Szczeciński umfasst ein Gebiet von 48 km² mit 73.825 Einwohnern. Hierzu gehört außer der Stadt noch die Ortschaft Kluczewo (Klützow).
Die Landgemeinde Stargard Szczeciński breitet sich auf einer Fläche von 318 km² aus und zählte am 30. Juni 2004 11.259 Einwohner. Administrativer Mittelpunkt der Landgemeinde ist Stargard Szczeciński, auch wenn es ihr nicht angehört. Die Gemeinde gliedert sich in folgende Ortschaften:
Stargard Szczeciński ist Mitglied der Neuen Hanse.
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