Stationäre Modelldampfmaschinen werden seit etwa 1920 produziert. Sie dienen dem Vergnügen und der Aufklärung über die physikalischen Vorgänge bei „großen“ Dampfmaschinen.
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Das Standardmodell besteht aus einem Sockel (meist aus geprägtem Blech, das Ziegelmauerwerk imitieren soll), dessen Länge zwischen 20 und 30 Zentimetern variiert. Auf diesem Sockel liegt ein zylinderförmiger Dampfkessel, der über ein Ventil verfügt und über ein Röhrchen mit einer nebenstehenden Kolbendampfmaschine (bestehend aus Zylinder, Kolben, Schieber, Stangen und Schwungrad) verbunden ist. Aus dem Gebäude ragt außerdem ein 22 bis 32 Zentimeter hoher Schornstein.
Diese zwei Teile (Kessel und Dampfmaschine) sind auf eine Metallplatte montiert und wiegen zwischen 1, 8 Kilogramm und 3, 6 Kilogramm und es empfiehlt sich, den gesamten Apparat (siehe „Funktionsweise“) in der Praxis zur Fixierung auf eine große Holzplatte zu schrauben.
Destilliertes Wasser (gegen Kesselstein) wird in einem Kessel je nach Modell durch Esbit, Feuerzeuggas oder Spiritus zum Kochen gebracht, um den zum Betrieb nötigen Wasserdampf zu gewinnen. Ein Überdruckventil verhindert ein Zerknallen des Kessels. Durch ein Schauglas muss der Wasserstand beobachtet werden, um eine Zerstörung des Modells durch Überhitzung zu vermeiden.
Der Wasserdampf wird durch eine Röhre zum Aggregat, der konstruktiven Einheit von Zylinder, Kolben, Pleuel und Schwungrad geleitet.
Das Aggregat ist bei einfacheren Ausführungen einfachwirkend, aufwendigere Modelle haben eine vorbildgerechtere Schiebersteuerung.
Der Abdampf wird bei größeren Modellen durch den Schornstein des Kesselhauses abgegeben, wodurch ein „Rauchen“ simuliert wird.
Die Extras, die man an eine Stationäre Modelldampfmaschine anschließen kann sind vielfältig. So gibt es etwa (Aktionen bei Betrieb in Klammern):
Allerdings sollte man nie alle Extras zusammen anschließen (was theoretisch aber möglich wäre), da die Kraft der Dampfmaschine dafür nicht ausreicht und sich die Elemente dann nur sehr langsam bewegen.
Bei dieser besonders kompakten Anordnung ist das Aggregat auf dem Kessel montiert, was den klassischen Lokomobilen entspricht. Die Vorbilder waren durch den geringen Platzbedarf und die geringen Wärmeverluste durch die kurzen Dampfleitungen weit verbreitet.
Die sogenannten „stehenden stationären Modelldampfmaschinen“ sind eine - weniger bekannte - Unterart. Der Name bezieht sich auf die aufrechte Anordnung von Kessel und Aggregat. Das Aggregat befindet sich meist mit auf dem Gebäude. Durch das im aufrechten Kessel integrierte Flammrohr wird der Brennstoff effektiver ausgenutzt, die Brennstoff-Lade ist daher kleiner ausgeführt.
(Dieser Dampfmaschinentyp wurde übrigens nach dem Originalvorbild der Dampfmaschine von James Watt entworfen.)
James Watt, Dampfmaschine, Dampf, Kraft