Statistik (Begriffsklärung)

Als eine Statistik bezeichnet man

  1. namengebend (v. lat.: status = Staat, Zustand; mit griechischer Endung) die (vergleichende) Staatsbeschreibung (oft wird irrtümlicherweise angenommen, der Begriff sei vom Göttinger Kameralisten Gottfried Achenwall eingeführt worden [1]);
  2. die heute als amtliche Statistik fortlebt;
  3. die aber auch unabhängig von der Namensgebung schon seit über 5000 Jahren als Bevölkerungsstatistik und Wirtschaftsstatistik existiert;
  4. davon verallgemeinernd quantitative Erhebungen aller Art, wie zum Beispiel für Markt- und Meinungsforschung (siehe Quantitative Methoden);
  5. deren Ergebnisse, deren Darstellung u.a. die deskriptive Statistik besorgt;
  6. die mathematische Statistik
  7. gewisse Zufallsvariablen, z.B. eine »Teststatistik«;
  8. gewisse Modelle der statistischen Physik: Boltzmann-Statistik, Maxwell-Boltzmann-Verteilung, Fermi-Dirac-Statistik, Bose-Einstein-Statistik

Quelle
  1. Jan Schröder: Gottfried Achenwall, Johann Stephan Pütter und die »Elementa Iuris Naturae«. In: Gottfried Achenwall und Johann Stephan Pütter: Anfangsgründe des Naturrechts (Elementa Iuris Naturae). Hrsg. und übersetzt von Jan Schröder. Insel Verlag, Frankfurt a.M. und Leipzig, 1995.
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